Deutsche Rentenversicherung

Das Kriseninterventions-Angebot

Was ist das Kriseninterventionsangebot?

Das Angebotsmodul „Krisenintervention“ ergänzt die bestehenden Behandlungsangebote durch eine zeitnah umsetzbare Krisenintervention. Durch ein schnelles Genehmigungs- und Antrittsverfahren erfolgt eine Frühintervention, die entweder Rückfälle vermeiden hilft oder einer Chronifizierung von Rückfällen vorbeugt. Die Abgrenzung zu den bisherigen Angeboten der Krisenintervention ergibt sich aus der Dauer der Leistungen und der Zielgruppe.

Dauer

  • Stationär: Vier Wochen (Verlängerung über Einrichtungsbudget)
  • Ganztägig ambulant: Vier Wochen (Verlängerung über Einrichtungsbudget) 
  • Ambulant: Zwei Monate mit 20 + 2 Terminen 
  • Kombinationsbehandlung: Vier Wochen stationär/ganztags ambulant und zwei Monate ambulant mit 20 + 2 Terminen

Bei allen Kriseninterventionsbehandlungen kann im Anschluss eine ambulante Nachsorge Sucht durchgeführt werden.  

Die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden werden bei den stationären und den ganztägig ambulanten Behandlungen in das laufende Behandlungsprogramm integriert und erhalten einen individualisierten Therapieplan nach Indikation. Einzelgespräche werden hochfrequent durchgeführt. Im ambulanten Setting werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in eine laufende Rehabilitationsgruppe integriert.

Zielgruppe

Suchmittelabhängige bzw. Suchtkranke, die nach regulär abgeschlossener Regelbehandlung akut rückfallgefährdet oder bereits rückfällig sind, ohne dass es hierbei bereits zu einer Chronifizierung gekommen ist. Es handelt es sich um Personen, die nach regulär abgeschlossener Regelbehandlung (Entlassform 1 und Entlassform 3) sich in einer der folgenden Lebenssituation befinden:

  • Krisenhafte Veränderung der Lebenssituation, wie Trennung, Scheidung, Verlust des Arbeitsplatzes, Todesfall in der Familie, etc.
  • Hohe psychische Belastung mit höchster Rückfallgefährdung, bzw. erfolgtem Rückfall

Als Ausschlusskriterium gilt bereits länger anhaltende Rückfälligkeit mit erforderlicher Entgiftungsbehandlung und die drohende Inhaftierung bzw. Zurückstellung nach §35/36 BTMG

Zugangswege und Antragsverfahren

Der Zugang erfolgt nach Einschalten und mit Antrag einer Suchtberatungsstelle. Erforderlich sind das Antragsformular G100 und ein ärztlicher Befundbericht sowie ein verkürzter oder aktualisierter Sozialbericht einer Suchtberatungsstelle. Die Antragsunterlagen können per Fax an die Rentenversicherung übermittelt werden. Die Bearbeitung durch die DRV Baden-Württemberg erfolgt umgehend, so dass die notwendige Kostenzusage vorab telefonisch erteilt werden kann und anschließend per Fax an die Suchtberatung und die behandelnde Einrichtung weitergeleitet wird. Die Beratungsstelle klärt ab, welche Behandlungseinrichtung kurzfristig einen Behandlungsplatz anbieten kann, sofern die Einrichtung, in der die vorhergehende Regelbehandlung durchgeführt wurde, keine kurzfristige Aufnahme ermöglichen kann. 

Ansprechpartner

Bei Fragen können Sie sich gerne an folgende Personen wenden:

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