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Gesetzliche Rentenversicherung: sehr positive Finanzentwicklung

Erscheinungsdatum: 05.12.2017

Allgemeine Rentenversicherung

„Die Rentenversicherung ist derzeit sehr solide finanziert. Finanzierungsprobleme sind bis 2023 nicht zu erwarten“, so der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland Detlev Lehmann. In seinem Bericht an die Vertreterversammlung, die heute (5.12.) in Leipzig tagte, machte er deutlich, dass sich die Gesamteinnahmen weiterhin sehr positiv entwickeln. So würden zum Jahresende voraussichtlich 12,7 Milliarden Euro mehr eingenommen werden als 2016. Das sei eine Steigerung um 4,5 Prozent. Erwartungsgemäß gestiegen seien aber auch die Ausgaben, deren Hauptanteil auf die Renten und die Ausgaben zur Krankenversicherung der Rentner entfallen. Lagen 2015 die Monatsausgaben in der gesetzlichen Rentenversicherung noch bei 19,25 Milliarden Euro, so waren ein Jahr später bereits 20,4 Milliarden Euro erforderlich. Im Jahr 2017 werden monatlich etwa 20,7 Milliarden Euro ausgegeben. „Die Ursachen für den Anstieg sind nach wie vor die zum 1. Juli 2014 eingeführte sogenannte Mütterrente und die Rente mit 63. Hinzu kommt die Rentenanpassung 2017“, so Detlev Lehmann.
Die Bundesregierung gehe in ihren Annahmen bis 2022 von einer stabilen und guten wirtschaftlichen Entwicklung aus. Zudem rechne sie mit einem Anstieg der Anzahl der Beitragszahler sowie leicht rückläufigen Arbeitslosenzahlen. „Wenn die Annahmen zutreffen, kann der Beitragssatz mittelfristig stabil gehalten werden. Eine Anhebung muss dann voraussichtlich erst im Jahr 2023 auf das heutige Niveau von 18,7 Prozent erfolgen“, so Detlev Lehmann.

Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland

Auch der mitteldeutsche Rentenversicherungsträger kann mit den Einnahmen zufrieden sein. Das betonte Jork Beßler in seinem Bericht. "Insgesamt sind die Einnahmen aus den Pflichtbeiträgen gegenüber dem Oktober 2016 um rund 4,7 Prozent bzw. um 444 Millionen Euro gestiegen", so der Geschäftsführer. Wie in der allgemeinen Rentenversicherung seien aber auch bei der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland die Ausgaben gestiegen: für die Rentenzahlungen und die Krankenversicherung der Rentner um rund 1,1 Milliarden Euro bzw. 5,2 Prozent und für die Leistungen zur Teilhabe um rund 9 Millionen Euro bzw. 2,8 Prozent.
Der Geschäftsführer berichtete weiterhin, dass die bei der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland Versicherten von Januar bis Oktober insgesamt 91.660 Rentenanträge gestellt haben. Dies sind rund sechs Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Einen wesentlichen Grund für die massiven Rückgänge vor allem bei den Altersrenten sieht er darin, dass Versicherte, die in diesem Jahr 65 geworden sind und regulär in Rente hätten gehen können, bereits die Möglichkeit genutzt haben, vorzeitig die Rente mit 63 in Anspruch zu nehmen. Im Vergleich zum Antragsrückgang bei den Altersrenten, ist der in der Teilhabe mit 0,7 Prozent sehr gering. Bis Oktober wurden insgesamt 130.169 entsprechende Leistungen beantragt.
Auf der Haben-Seite des mitteldeutschen Rentenversicherungsträgers stehen in den ersten zehn Monaten zudem mehr als 900.000 persönliche Beratungen und rund 100.000 Gespräche am kostenlosen Servicetelefon.

Haushalt 2018

Die Vertreterversammlung verabschiedete in ihrer Sitzung auch den Haushalt für 2018. Die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland verfügt im nächsten Jahr über einen Etat von rund 29,6 Milliarden Euro.
Den größten Ausgabenposten stellen die Rentenzahlungen dar. Dafür sind rund 26,8 Milliarden Euro vorgesehen. Für Leistungen zur Teilhabe hat der mitteldeutsche Rentenversicherungsträger 419 Millionen Euro eingeplant. Für die Verwaltungs- und Verfahrenskosten sind 305 Millionen Euro vorgesehen. Auf der Seite der Einnahmen wird u. a. mit Beiträgen in Höhe von 12,4 Milliarden Euro sowie mit 6,3 Milliarden Euro an Zuschüssen aus Bundesmitteln und mit 8,6 Milliarden Euro aus dem Finanzverbund gerechnet.

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