Deutsche Rentenversicherung

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Gesetzliche Rentenversicherung: Änderungen zum 1. Januar 2021

Datum: 29.12.2020

Zum Jahresbeginn 2021 gibt es bei der gesetzlichen Rentenversicherung einige wichtige Änderungen.

Die Grundrente: Zuschlag zur Rente wird eingeführt

Wer lange Jahre gearbeitet hat und trotzdem wenig Rente erhält, soll im kommenden Jahr einen Zuschlag zur gesetzlichen Rente erhalten. Das entsprechende Gesetz tritt zum 1. Januar in Kraft. Die Umsetzung der Vorgaben ist allerdings mit einem erheblichen Verwaltungsaufwand verbunden, da aus bundesweit knapp 26 Millionen Renten diejenigen herausgefiltert werden müssen, die einen Anspruch auf die Grundrente haben. Daher werden die ersten Grundrentenbescheide voraussichtlich ab Juli 2021 an Rentnerinnen und Rentner versandt, die erstmals eine Rente erhalten. Die Bestandsrentner werden ihre Bescheide voraussichtlich in einem Zeitraum bis Ende 2022 erhalten. Die Beträge, auf die ab Januar 2021 ein Anspruch besteht, werden in allen Fällen nachgezahlt.

Die Grundrente muss nicht beantragt werden. Die Rentenversicherung prüft selbsttätig, ob ein Anspruch auf den Zuschlag besteht. Auch die Berechnung und Zahlung erfolgen automatisch. Für Rentnerinnen und Rentner besteht somit kein Handlungsbedarf.

Reguläre Altersgrenze wird angehoben

Die Altersgrenze für die reguläre Altersrente steigt zu Beginn des nächsten Jahres auf 65 Jahre und zehn Monate. Das gilt für Versicherte, die 1956 geboren wurden und im nächsten Jahr 65 werden. Für diejenigen, die später geboren wurden, erhöht sich das Eintrittsalter weiter. 2031 ist die reguläre Altersgrenze von 67 Jahren erreicht.

Altersgrenze für die Altersrente für besonders langjährig Versicherte steigt

Bei der abschlagsfreien "Rente ab 63" für besonders langjährig Versicherte steigt die Altersgrenze für den Geburtsjahrgang 1958 auf 64 Jahre. Für diejenigen, die später geboren wurden, erhöht sich das Eintrittsalter weiter, bis 2029 dann die Altersgrenze von 65 Jahren erreicht sein wird. Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte kann in Anspruch nehmen, wer mindestens 45 Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert war.

Beitragssatz bleibt stabil

Beim Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung ändert sich nichts. Er beträgt ab dem 1. Januar 2021 weiterhin 18,6 Prozent.

Beitragsbemessungsgrenze steigt

Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steigt 2021 in den alten Bundesländern von monatlich 6.900 Euro auf 7.100 Euro und in den neuen Bundesländern von monatlich 6.450 Euro auf 6.700 Euro. Der Grenzwert bestimmt den Höchstbetrag, bis zu dem Arbeitseinkommen bei der Berechnung des Rentenversicherungsbeitrags berücksichtigt wird. Für darüber hinausgehendes Einkommen werden keine Beiträge gezahlt.

Freiwillige Versicherung: Höchstbeitrag steigt

Der Höchstbetrag zur freiwilligen Versicherung für das Jahr 2021 steigt in den alten und neuen Bundesländern von 1.283,40 Euro auf 1.320,60 Euro im Monat. Der Mindestbeitrag zur freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung ab dem 1. Januar 2021 beträgt weiterhin 83,70 Euro monatlich. Freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung können alle zahlen, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben und mindestens 16 Jahre alt sind. Sie dürfen allerdings nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sein. Ausgeschlossen von der Möglichkeit sind auch Versicherte, die die reguläre Altersgrenze erreicht haben und eine volle Altersrente beziehen.

Höherer Steueranteil für Neurentner

Wer 2021 in den Ruhestand geht, muss einen höheren Anteil seiner Rente versteuern. Ab Januar 2021 steigt der steuerpflichtige Rentenanteil von 80 auf 81 Prozent. Somit bleiben nur 19 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente steuerfrei. Bei Bestandsrenten bleibt der festgesetzte steuerfreie Rentenbetrag bestehen. Ab dem Jahr 2040 werden die Renten komplett steuerpflichtig sein.

Hinzuverdienstgrenze für vorgezogene Altersrenten auch 2021 deutlich erhöht

Datum: 21.12.2020

Aufgrund der Corona-Krise besteht aktuell ein besonders hoher Bedarf an medizinischem Personal. Auch in anderen systemrelevanten Bereichen kommt es zu Personalengpässen aufgrund von Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen. Um die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt zu erleichtern, hat die Bundesregierung die Hinzuverdienstgrenze auch für 2021 angehoben.

Die Hinzuverdienstgrenze für vorgezogene Altersrenten steigt im nächsten Jahr von derzeit 44.590 Euro auf 46.060 Euro. Jahreseinkünfte bis zu dieser Höhe führen somit nicht zur Kürzung einer vorgezogenen Altersrente. Erst ab 2022 gilt voraussichtlich wieder die reguläre Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung Nord in Lübeck hin.

Wegen der Corona-Pandemie war bereits 2020 die Hinzuverdienstgrenze deutlich erhöht worden. Der Gesetzgeber reagierte damit auf den gestiegenen Bedarf an medizinischem Personal und die durch Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen ausgelösten Personalengpässe in anderen Wirtschaftsbereichen.

Die Anhebung der Hinzuverdienstgrenze gilt für Neu- und Bestandsrentner. Keine Änderungen gibt es hingegen bei den Hinzuverdienstregelungen für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und bei der Anrechnung von Einkommen auf Hinterbliebenenrenten.

Unser Haushalt steigt um 2,7 Prozent

Datum: 21.12.2020

Die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Nord hat den Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet. Mit gut 13,1 Milliarden Euro erhöht sich 2021 das Budget gegenüber 2020 um 2,7 Prozent.

Neben den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung von rund 10,1 Milliarden Euro verbucht das Haus rund 2,9 Milliarden Euro an Einnahmen aus Bundeszuschüssen, mit denen nicht beitragsfinanzierte Leistungen erstattet werden.

Auf der Ausgabenseite bilden die Renten mit mehr als 12,2 Milliarden Euro – ein Anstieg um rund 4,6 Prozent im Vergleich zu 2020 – den größten Posten. Für die medizinische und berufliche Rehabilitation sind weitere circa 290 Millionen Euro eingeplant (+ 5,8 Prozent).

2021 sind zudem Investitionen in Höhe von 26,8 Millionen Euro vorgesehen, nach 14,7 Millionen Euro im zu Ende gehenden Jahr.

Rentenberatung und Antragsaufnahme am Telefon

Datum: 28.10.2020

Die Deutsche Rentenversicherung ist weiterhin für Ratsuchende da. Versicherte können die Beraterinnen und Berater über die Festnetznummern der Beratungsstellen erreichen. "Wegen der aktuellen Corona-Lage führen wir Beratungen und Antragsaufnahmen derzeit überwiegend telefonisch durch. Wenn Sie dafür einen Termin vereinbaren möchten, rufen Sie uns an", sagt Andreas Bossen. Ob in Ihrer Region eine Vor-Ort-Beratung möglich ist, erfahren Sie ebenfalls am Telefon.

Beratungen ohne vorherige Terminvereinbarung sind derzeit nicht möglich.

Andreas Bossen, Deutschen Rentenversicherung Nord

Die Deutsche Rentenversicherung Nord ist trotz der Corona-Einschränkungen für ihre Kundinnen und Kunden stets erreichbar gewesen und bleibt es auch weiterhin: Ratsuchende können sich per Telefon oder Online beraten lassen. Dafür steht auch das kostenlose Servicetelefon unter der Rufnummer 0800 1000 48022 zur Verfügung. Diese Serviceangebote bleiben unverändert bestehen. Zudem können Anträge über die Onlinedienste der Rentenversicherung bequem von zu Hause aus gestellt werden.
Weitere Kontaktdaten und Informationen finden Interessierte auf www.deutsche-rentenversicherung-nord.de.