Deutsche Rentenversicherung

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK

  1. Startseite Nordbayern
  2. Presse & Experten
  3. Pressemitteilungen
  4. Deutsche Rentenversicherung Nordbayern trifft Entscheidung für neues Reha-Zentrum

Deutsche Rentenversicherung Nordbayern trifft Entscheidung für neues Reha-Zentrum

Datum: 23.03.2016

Der Vorstand der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern (DRV Nordbayern) hat in seiner heutigen Sitzung den Neubau eines Rehabilitationszentrums in Bayreuth auf dem Gelände an der Lohengrin Therme beschlossen. Von allen in Frage kommenden und untersuchten Alternativen, ist dies die Alternative mit den besten Ergebnissen bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung und der Nutzwertanalyse. Auch wird sie den Interessen der Patientinnen und Patienten von allen Varianten am besten gerecht.

Die Planungen für das Reha-Zentrum sehen eine stationäre Einrichtung mit 300 Betten sowie 60 Therapieplätze für die Durchführung ambulanter Reha-Maßnahmen vor. Weiterhin wird ein Zentrum für medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation integriert.

Die DRV Nordbayern wird dafür ca. 60 Mio. Euro investieren. Die endgültige Fertigstellung ist bis zum Ende des Jahres 2024 geplant. Es wird ein Reha-Zentrum nach modernsten Gesichtspunkten und mit einer gerade in wirtschaftlicher Hinsicht optimalen Größe geschaffen. Damit werden langfristig Arbeitsplätze gesichert.
Nach der Fertigstellung werden dann die Standorte in Bayreuth, Herzoghöhe, und Bischofsgrün, Höhenklinik, in diesem Rehabilitationszentrum zusammengeführt.

Mit dem heutigen Beschluss stellt die DRV Nordbayern die Weichen, auch künftig in der Region Oberfranken qualitativ hochwertige Reha zu wirtschaftlichen Konditionen durchführen zu können. Insbesondere für die Patienten in der Region wird ein optimales medizinisches Angebot geschaffen.

Der Vorstand beschäftigt sich seit langem intensiv mit den komplexen Sachverhalten und Argumenten. Nicht zuletzt aufgrund der erneuten massiven Vorwürfe des Bundesrechnungshofs wurden nochmals umfassende Untersuchungen – mit externer Unterstützung – in die Wege geleitet und verschiedene Szenarien geprüft.

Die heutige Grundsatzentscheidung wurde auf Grundlage umfangreicher Analysen und Berechnungen getroffen. Oberste Richtschnur ist die Sicherstellung einer optimalen Patientenversorgung bei wirtschaftlicher Leistungserbringung.

Seit der Fusion der beiden fränkischen Rentenversicherungsträger im Jahr 2008 betreibt die Deutsche Rentenversicherung Nordbayern acht Reha-Kliniken mit insgesamt 1.335 Betten. Sie ist damit der Träger, der bundesweit über die meisten Betten im Verhältnis zu seinen eigenen Versicherten verfügt.
Die dauerhafte Auslastung und damit der wirtschaftliche Betrieb gestaltet sich für die DRV Nordbayern zunehmend schwieriger. Aufgrund der Prognosen der gesetzlichen Rentenversicherung wird der Bedarf – gerade im stationären Bereich – in den kommenden Jahren rückläufig sein. Mit der Neuausrichtung wird daher auch dem Ziel einer notwendigen Bettenkonsolidierung (110 Betten insgesamt weniger) entsprochen.

Selbstverständlich hat der Vorstand auch die vom Bayerischen Landtag verabschiedete Empfehlung, beide Kliniken zu erhalten, nochmals intensiv in seine Beratungen einbezogen.
Die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, ohne die eine solche Investitionsentscheidung nicht getroffen werden darf, sind jedoch eindeutig. Aufgrund des hohen Sanierungs- und Investitionsbedarfs an beiden Standorten wäre ein wirtschaftlicher Betrieb mittel- und langfristig nicht möglich. Die durchgeführte Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hat ergeben, dass die Beibehaltung der beiden Standorte unwirtschaftlich gegenüber der nunmehr beschlossenen Variante wäre. Eine derartige Entscheidung wäre somit nicht mit der geltenden Rechtslage vereinbar.

Strukturpolitische Aspekte, d. h. beispielsweise Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinden und Regionen, dürfen nach dem Gesetz in eine derartige Entscheidung eines Rentenversicherungsträgers nicht mit einfließen. Sie dürfen damit auch nicht Entscheidungsgrundlage sein.

Die DRV Nordbayern wird gemäß der heutigen Entscheidung zwei Standorte – Bayreuth, Herzoghöhe, und in Bischofsgrün – langfristig aufgeben. Aber sie schließt keine Klinik. Die beiden Kliniken werden vielmehr an einem Standort zusammengeführt; sie fusionieren zu einer größeren Klinik. Dies geschieht ausschließlich, um sie zukunftssicher zu machen.

Bis zur Inbetriebnahme des neuen Reha-Zentrums werden die Klinik Herzoghöhe Bayreuth, und die Höhenklinik, Bischofsgrün, weiterbetrieben; ein kontinuierliches und abgestimmtes Zusammenwachsen wird während der Übergangsphase sichergestellt.

Bei sämtlichen Überlegungen und Entscheidungen während der mehrjährigen Planungs- und Realisierungsphase werden die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfassend Berücksichtigung finden.
Der Vorstand ist sich seiner besonderen Verantwortung gegenüber den betroffenen Klinikbelegschaften bewusst.

Für die weitere Nutzung der bisherigen Klinikareale in Bayreuth und Bischofsgrün wird die DRV Nordbayern Lösungen in Abstimmung mit den Kommunen anstreben. Wir werden diese aktiv bei der Suche und Realisierung anschließender Nutzungsmöglichkeiten unterstützen.