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Arbeit 4.0 kein Grund zur Panik – aber Handlungsbedarf

Datum: 20.10.2016

Zwei Tage lang war Arbeit 4.0 das Thema einer gemeinsamen Veranstaltung der Universität Bayreuth und der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern. Der Fokus lag dabei auf den sozial- und arbeitsrechtlichen Aspekten der „schönen neuen Arbeitswelt“.

Experten aus Politik und Wissenschaft gaben Einblicke in verschiedene Bereiche rund um das Thema Arbeit 4.0.

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe begrüßte die Gäste in der Uni Bayreuth. Mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung stellte sie fest, dass sowohl im Tempo wie im Ausmaß ein bisher nicht gekannter kultureller wie gesellschaftlicher Wandel bevorstehe. Die Bayreuther Sozialrechtstage seien eine hervorragende Gelegenheit zum Gedanken- und Meinungsaustausch über die entscheidenden Fragen der Folgen des digitalen Wandels für das Arbeits- und Sozialrecht.

„Das Generalthema der Bayreuther Sozialrechtstage könnte aktueller und brisanter nicht sein“, so Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth. Derzeit stände in vielen Diskussionen im Mittelpunkt wie groß der digitale Strukturwandel sei, der ausnahmslos alles verändert: Die Arbeitstätigkeiten, die Arbeitsorganisation, die Arbeitskräftenachfrage und die Unternehmensstrukturen.
Werner Krempl, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern, betonte wie wichtig es sei, auszuloten, welche Herausforderungen zu bewältigen seien und welche Chancen aber auch Risiken sich durch diese Veränderungen für uns alle ergeben können.

Staatssekretärin Anette Kramme steckte als erste Dozentin einen kritischen Rahmen mit ihrer Frage: „Haben wir Mut zu Szenarien? Was kommt auf uns zu?“ Es sollten keine apokalyptische Szenarien sein, sondern realistische.

Im Laufe der beiden Tage stellten sich noch viele Fragen: Wie definieren wir eigentlich Arbeit 4.0? Wo in der Entwicklung stehen wir derzeit? Was kommt auf uns zu?
Welchen Einfluss hat Arbeit 4.0 auf die psychische Gesundheit?
Welche arbeitszeitrechtlichen Probleme gibt es? Und wie sieht die Rente in der Arbeitswelt 4.0 aus?
Im Prinzip, so stellte sich heraus, wissen wir relativ wenig über das, was uns erwartet.
Wir können eine gewisse Entwicklung absehen, wie diese sich im Einzelnen aber ausformt wissen wir nicht.
Aber gerade diese Offenheit, da waren sich die Teilnehmer einig, bedeute auch Gestaltbarkeit.

Für Professor Dr. Stephan Rixen (Universität Bayreuth) und Professor Dr. Ralf Kreikebohm (Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover) die gemeinsam die wissenschaftliche Verantwortung für die Tagung trugen, ein guter Ansatz.
Es bringe nichts, für Arbeit 4.0 in völlige Begeisterung oder Panik auszubrechen, es müsse ein vernünftiger Blick gewahrt werden um die Möglichkeiten zu erkennen.
Für Panik gäbe es keinen Anlass, aber es gäbe Anlass jetzt zu handeln und juristische und sozialpolitische Handlungsempfehlungen auszuarbeiten und somit Wissenschaft und Politik die Zukunft zu gestalten und möglichst alle mitzunehmen.