Deutsche Rentenversicherung

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK

  1. Startseite Oldenburg-Bremen
  2. Services
  3. rehapro - Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben

rehapro - Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben

rehapro soll Jobcentern und Rentenversicherungsträgern die Möglichkeit bieten, über einen längeren Zeitraum neue Ansätze zur Unterstützung von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen zu erproben...

Modellvorhaben rehapro

Den Auftrag des Bundesgesetzgebers, gemäß § 11 SGB IX Modellvorhaben zur Stärkung der Rehabilitation durchzuführen, setzt das Bundesministerium mit dem Bundesprogramm "Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro" um. Ziel des Bundesprogramms rehapro ist es, durch die Erprobung von innovativen Leistungen und innovativen organisatorischen Maßnahmen Erkenntnisse zu gewinnen, wie die Erwerbsfähigkeit von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen noch besser erhalten bzw. wiederhergestellt werden kann. Auch die Zusammenarbeit der Akteure im Bereich der medizinischen und beruflichen Rehabilitation soll weiter verbessert und der Zugang in die Erwerbsminderungsrente und die Eingliederungshilfe bzw. Sozialhilfe nachhaltig gesenkt werden.

Jobcenter und Träger der gesetzlichen Rentenversicherung sind die federführenden Bedarfsträger der Modellprojekte und somit Antragsteller und Ansprechpartner für mögliche Kooperationen bzw. Verbundprojekte.

Zur Umsetzung des Bundesprogramms rehapro stehen bis 2026 insgesamt rund eine Milliarde Euro zur Verfügung. Die einzelnen Modellprojekte können bis zu fünf Jahre gefördert werden. Die ersten Modellprojekte der ersten Förderwelle liefen im 2. Halbjahr 2019 an.

Logo des Modellvorhabens rehapro - Es enthält das Wort rehapro unterstrichen von einem orangefarbenen geschwungenen Pinselstrich

Die Deutsche Rentenversicherung Oldenburg-Bremen führt zurzeit zwei regionale Modellprojekte im Rahmen des Bundesprogramms mit einem Fördervolumen von insgesamt 3,5 Mio. Euro durch. Ziel der beiden Modellprojekte ist die frühzeitige Identifizierung von Menschen, die an einer psychischen oder Abhängigkeitserkrankung leiden und deren rechtzeitige Steuerung in eine Maßnahme der Rehabilitation/Prävention.

Durch die Modellprojekte sollen u. a. Jobcenter, Sportvereine, betriebliche Gesundheitsstrukturen und Mitarbeiter in Krankenhäusern befähigt werden, psychisch belastete bzw. suchtgefährdete Menschen zu erkennen und adäquat anzusprechen. Die betroffenen Menschen können sich dann an einen "Lotsen" wenden, der sie in den sogenannten "Rehakompass" vermittelt. Der "Rehakompass" ist eine zweitägige Maßnahme in einer regionalen Rehabilitationseinrichtung. Dabei werden der Bedarf, die Fähigkeit und die Motivation zur Durchführung einer Rehabilitation bzw. Prävention festgestellt. Am Ende des "Rehakompasses" werden die Teilnehmer bei der Antragstellung für die geeignete weiterführende Maßnahme unterstützt.

"Die Idee für die Modellprojekte entstand, da von beiden Erkrankungsgruppen betroffene Menschen häufig nicht rechtzeitig den Zugang zu geeigneten Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen finden. Prognoseverschlechterungen, Folgeerkrankungen und eine eingeschränkte gesellschaftliche Teilhabe sind leider häufig die negativen Folgen.", so Dr. Natalie Schüz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der DRV Oldenburg-Bremen für rehapro.

Durchgeführt werden die Modellprojekte in den Regionen Oldenburg und Bremen. Hier soll rund 650 Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie 300 Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen durch die Modellprojekte ermöglicht werden, rechtzeitig und optimal vorbereitet eine Präventions- bzw. Rehabilitationsmaßnahme anzutreten. Projektbeginn war Januar 2020, die Laufzeit beträgt fünf Jahre.

Langfristig sollen die beiden Modellprojekte der DRV Oldenburg-Bremen "Psychosomatischer Rehakompass (PRK)" und "Sucht-Rehakompass (SRK)" die Zugangszahlen in die Erwerbsminderungsrente und in die Eingliederungshilfe senken. Ziel ist es, die Erwerbsfähigkeit von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen zu sichern und auch neue Beschäftigungschancen zu eröffnen. Auch die Zusammenarbeit der Akteure im Bereich der medizinischen und beruflichen Rehabilitation soll weiter verbessert werden.