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Mindestanforderungen an eine ICF-basierte Kodierung formuliert nach in-vitro-Berechnungen und ICF-basierte Kodierung zur Verbesserung der Reha-Diagnostik und Behandlung

Stand 18.03.2015

Mindestanforderungen an eine ICF-basierte Kodierung formuliert nach in-vitro-Berechnungen.

Die intuitive Beurteilung der Funktionstüchtigkeit eines Patienten zu einem bestimmten Zeitpunkt lässt sich meist nur schwer reproduzieren. Die internationale Klassifikation der funktionalen Gesundheit (ICF) erleichtert zwar mit detaillierten Beschreibungen die Charakterisierung der jeweiligen speziellen Funktionstüchtigkeit. Dennoch sind die Beurteilungskriterien so unscharf, dass viel Raum für eine individuelle Bewertung bleibt, was dazu führt, dass unter gleichen Bedingungen unterschiedliche Beurteilungen abgegeben werden.

Mit Hilfe von in vitro-Berechnungen wurde die Mindestanzahl von Befundern ermittelt, die erforderlich ist, um zuverlässige und reproduzierbare ICF-basierte Kodierungen zu gewährleisten. Danach gelingt die Bewertung der Funktionstüchtigkeit einer einzelnen Funktion bereits mit fünf Befundern. Nur zwei Befunder sind erforderlich, wenn mehrere Funktionen geordnet nach ihrer biologischen, psychologischen oder sozialen Bedeutung ICF-basiert reproduzierbar bewertet werden.

Die häufig geäußerte Befürchtung, dass bei Implementierung einer zuverlässigen ICF-basierten Kodierung deren Vorteile „erkauft“ werden mit einer übermäßigen Ausschöpfung personeller Ressourcen, kann mit den vorliegenden Ergebnissen widerlegt werden.

ICF - basierte Kodierung zur Verbesserung der Reha-Diagnostik und Behandlung

Die Ergebnisberichte der Peer Reviews zur Prozessqualität in der Medizinischen Rehabilitation beklagen seit Jahren häufig nicht nachvollziehbare Bezüge zwischen den Beeinträchtigungen der Patienten und den daraus resultierenden Reha-Zielen und -Ergebnissen, wie sie im Entlassungsbericht dokumentiert sind.

Plausible Zusammenhänge zwischen Reha-Diagnostik und Reha-Prozessen auf der einen Seite und zwischen Reha-Diagnostik/Reha-Prozess und Reha-Ergebnis auf der anderen Seite lassen sich leichter mit Hilfe einer an der Internationen Classifikation der funktionalen Gesundheit (ICF) orientierten Systematik herstellen. Erfahrungen aus der onkologischen und suchttherapeutischen Rehabilitation zeigen sogar, dass sich mit sog. Core-Sets Reha-Verläufe so dokumentieren lassen, dass Eindrücke vom Reha-Verlauf prima vista entstehen.

Der Reha-Verlauf eines Patienten wird darüber hinaus bewertbar und somit vergleichbar mit anderen Verläufen. So lassen sich Vergleiche herstellen zwischen Indikationsgruppen oder Behandlungszeiträumen. Daraus ergeben sich Vorteile für das Qualitätsmanagement und auch Möglichkeiten für eine Qualitätssicherung. Zu diskutieren bleibt, inwieweit es – in Erweiterung der bislang geübten Praxis - sinnvoll sein kann, die ICF-basierte Kodierung in allen Reha-Einrichtungen zuzulassen und zu fördern.

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