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Machbarkeitsstudie zur „Prüfung von aktuellem Stand und Potential der Bedarfsermittlung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben unter Berücksichtigung der ICF“

Stand 24.03.2013 Kostenlos

Zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit und der Erwerbstätigkeit von Menschen mit Behinderung können unterschiedliche Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) erforderlich sein. Demnach werden LTA erbracht, „um die Erwerbsfähigkeit behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zu erhalten, zu verbessern, herzustellen oder wiederherzustellen und ihre Teilhabe am Arbeitsleben möglichst auf Dauer zu sichern“ (§ 33 Abs. 1 SGB IX). Diese Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben wird weiter gestützt durch das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN Behindertenrechtskonvention) und den Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zu dessen Umsetzung. Zentrale Aspekte stellen dabei die individuelle Bedarfsermittlung und der zielgerichtete Zugang zu den entsprechenden Leistungen dar.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR) führt seit dem 19. März 2012 gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e. V. (BAG BBW) sowie der Hochschule Magdeburg-Stendal eine 18monatige Machbarkeitsstudie durch, in der aktueller Stand und Potential der Bedarfsermittlung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben unter Berücksichtigung der ICF analysiert werden.

Ziel dieses Projekts, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird, ist zunächst eine Bestandsaufnahme der derzeit eingesetzten Verfahren und Instrumente zur Bedarfsermittlung betreffend die Teilhabe am Arbeitsleben und ihre systematische Aufbereitung nach verschiedenen Kriterien (IST-Analyse). Weiterhin werden Möglichkeiten zur gezielteren Steuerung im Prozess der beruflichen Rehabilitation analysiert (SOLL-Analyse). Daraus sollen Empfehlungen abgeleitet werden, wie die Erbringungen von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) für behinderte Menschen zukünftig personenzentrierter, effektiver und effizienter erfolgen kann. Insbesondere wird dabei überprüft, inwiefern die Orientierung an der ICF hierzu ein geeignetes Mittel sein könnte (Ansatzpunkte zur Behebung möglicher Differenzen zwischen Ist- und Soll-Zustand unter Beachtung von Möglichkeiten und Grenzen der ICF).

Bei der Untersuchung werden neben der Bedarfsermittlung für LTA insbesondere zu Beginn des Rehabilitationsprozesses auch Durchführung und Abschluss der Maßnahmen zur beruflichen Teilhabe und die Erfolge bei der Integration in Arbeit in den Blick genommen. Primär werden dabei die Teilhabe am Arbeitsleben von jugendlichen bzw. erwachsenen Menschen mit bestehender oder drohender Schwerbehinderung i. S. d. § 2 Abs. 2 und 3 SGB IX sowie der Leistungsbereich von Qualifikations- bzw. Integrationsmaßnahmen fokussiert. Dabei spielen neben der Orientierung an individuellen Teilhabezielen auch die Anforderungen der Wirtschaft und Aspekte der Praktikabilität eine wichtige Rolle.
Wesentliches Element des Projekts ist die Einbindung zentraler Akteure aus dem Bereich der beruflichen Rehabilitation im Rahmen quantitativer und qualitativer Erhebungen, u.a. aus den Bereichen der Rehabilitationsträger, Leistungserbringer und Menschen mit Behinderungen sowie aus Unternehmen und Wirtschaft und der Wissenschaft.

Im bisherigen Projektverlauf erfolgte neben umfassenden Literaturrecherchen und einer Fachtagung mit Expert/-innen aus den o. g. Bereichen eine umfassende schriftliche Befragung bei Leistungsträgern und -erbringern zum aktuellen Stand der Bedarfsermittlung im Bereich LTA, in deren Rahmen u. a. auch Bekanntheit und Nutzungsmöglichkeiten der ICF im Bereich der beruflichen Rehabilitation erfasst wurden. Aktueller Stand des Projekts und erste Zwischenergebnisse werden vorgestellt.

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