Deutsche Rentenversicherung

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Aktuelle Situation in den Reha-Kliniken

Fragen und Antworten zum Thema "Corona und Reha"

An dieser Stelle haben wir für Sie häufig gestellte Fragen und Antworten rund um das Thema "Corona und Reha" zusammengefasst.

Nehmen Reha-Kliniken wieder Rehabilitanden auf?

Die Deutschen Rentenversicherung Bund hat am 7. Mai 2020 empfohlen, generell wieder Rehabilitanden aufzunehmen, und dringend empfohlen, dabei bestimmte Hygienevorschriften einzuhalten. Die Entscheidung über die Öffnung einer Reha-Klinik trifft die jeweilige Klinikleitung. In einigen Regionen gelten weiterhin behördliche Aufnahmebeschränkungen. Sie sollten sich bitte über die aktuelle Aufnahmesituation direkt bei der jeweiligen Reha-Klinik informieren.

In welchen Fällen werden Rehabilitanden nach Hause geschickt?

Weisen die Rehabilitanden selbst oder andere Rehabilitanden Krankheitssymptome auf, entscheidet die Einrichtungsleitung in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden über die Fortsetzung der Rehabilitation.

Was geschieht, wenn in der Reha-Klinik für einzelne Rehabilitanden Quarantäne angeordnet wird? Was geschieht, wenn für die gesamte Reha-Klinik Quarantäne angeordnet wird? Werden die Rehabilitanden nach Hause geschickt? Müssen die Rehabilitanden in der Reha-Klinik bleiben? Werden weiterhin Rehabilitationen durchgeführt?

Diese Entscheidung obliegt den örtlichen Gesundheitsbehörden bzw. den Landesbehörden.

Dürfen Rehabilitanden Besuch empfangen? Gerade unbegleitete Kinder und Jugendliche während der Kinderrehabilitation sind hiervon betroffen.

Derzeit ist grundsätzlich von Besuchen abzusehen. Diese wurden teilweise bereits behördlich untersagt.

Die Entscheidung über die Zulässigkeit von Besuchen liegt allein bei den Einrichtungsleitungen bzw. den zuständigen Behörden.

Welche Regelungen gelten für die Reha-Nachsorge (IRENA, T-RENA, PsyRENA, Tele-Nachsorge) sowie Reha-Sport und Funktionstraining?

Jede Teilnahme ist freiwillig. Nicht wahrgenommene Termine bzw. der Abbruch der Nachsorgeleistung haben keine Auswirkungen auf spätere Reha- oder Rentenverfahren.

Es wird dringend empfohlen, die Gruppenangebote zunächst auszusetzen. In Einzelfällen ist bei T-RENA und Psy-RENA eine Umwidmung von Gruppen- in Einzeltherapie möglich. Dies liegt in der Eigenverantwortung der Anbieter: Diese müssen prüfen, ob sie ein Einzel-Angebot ermöglichen können. Bei angefangenen Gruppenleistungen können die übrigen Termine "halbiert" und als Einzelleistungen abgerechnet werden.

Bei Psy-RENA entfällt jedoch bei einem Wechsel von Gruppe auf Einzelleistung das Abschlussgespräch. Noch nicht begonnene Gruppenleistungen können konzept-entsprechend als Einzelleistung durchgeführt werden.

Bei T-RENA gibt es auch im Ausnahmefall kein zusätzliches Einweisungstraining.

Damit derzeit nicht mögliche Leistungen ggf. zeitnah nachgeholt werden können, werden die Fristen für Beginn, Abschluss und Unterbrechung für die kommenden Monate aufgehoben. Aktuell wird von einer bis zu 3-monatigen Fristverlängerung der jeweils geregelten Fristen ausgegangen.

Zugelassene Tele-Nachsorge kann selbstverständlich weitergeführt werden.

Ausfallhonorare können mangels Rechtsgrundlage durch die Rentenversicherung nicht gezahlt werden.

Aktuelle Informationen zum Umgang mit Nachsorgeempfehlungen auf www.nachderreha.de.

Ab sofort bis zunächst 30.09.2020 ist eine telematische Durchführung von Rehabilitationssport und Funktionstraining möglich. Voraussetzung für eine Online-Durchführung ist, dass sowohl Leistungserbringer als auch Teilnehmer diese Durchführungsform nutzen können und wollen. Die Aufklärungspflicht liegt bei den Leistungserbringern. Die telematische Form der Durchführung ist für Herzgruppen sowie sturzgefährdete Teilnehmer nicht möglich.

Welche Besonderheiten gilt es im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen zu beachten? Kann das Nahtlosverfahren beibehalten werden?

In vielen Regionen wurden im Zuge der Corona-Pandemie Allgemeinverfügungen erlassen, die es Rehabilitationseinrichtungen bis auf weiteres untersagen, neue Rehabilitanden aufzunehmen und Rehabilitanden, die bereits vor Ort sind, zum Verlassen der Einrichtungen aufzufordern. Ausgenommen von diesem Verbot der Leistungserbringung sind in der Regel AHB-Leistungen  und Reha-Leistungen für Abhängigkeitskranke (sog. Nahtlosverfahren).

Dies gilt auch für weitere Leistungen der medizinischen Rehabilitation im (unmittelbaren) Anschluss an eine Entgiftung sowie Adaptionen im direkten Anschluss an eine stationäre Rehabilitation Abhängigkeitskranker, wenn die Verlegung medizinisch oder existenziell (Wohnungslosigkeit) zwingend erforderlich ist.

Für die Fortführung von Leistungen der ambulanten Rehabilitation Abhängigkeitskranker wird empfohlen, bis vorerst 19.04.2020 diese Leistungen telefonisch im Rahmen von therapeutischen Einzelgesprächen zu erbringen. Es gilt der Kostensatz der ambulanten Rehabilitation Abhängigkeitskranker.

Kann aufgrund der aktuellen Lage die ganztägig ambulante Rehabilitation Abhängigkeitskranker nicht (mehr) in der Rehabilitationseinrichtung durchgeführt werden, so wird (zur Sicherung des Rehabilitationserfolges) empfohlen, die Leistungen in angepasster Form, zum Beispiel über regelmäßige telefonische Kontakte, fortzuführen. Die vereinbarten Vergütungssätze und das Übergangsgeld für den bewilligten Zeitraum werden unverändert weitergezahlt, wenn eine Überbrückung unter den vorgenannten Voraussetzungen erfolgt.

Zur Sicherung des Rehabilitationserfolgs wird zudem empfohlen, eine beantragte Suchtnachsorge telefonisch im Rahmen von Einzelgesprächen aufzunehmen bzw. fortzuführen. Hier gilt der Kostensatz der Suchtnachsorge.

Auch die Nutzung digitaler Kontaktmöglichkeiten ist grundsätzlich bei den vorgenannten Leistungsformen sowie bei der Suchtnachsorge möglich, wenn die datenschutzrechtlichen Bestimmungen erfüllt werden. Bei dieser Form von Kontakt wäre auch weiterhin eine Leistungserbringung in Gruppenform möglich.