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Aktuelle Situation in den Reha-Kliniken

Fragen und Antworten zum Thema "Corona und Reha"

An dieser Stelle haben wir für Sie häufig gestellte Fragen und Antworten rund um das Thema "Corona und Reha" zusammengefasst.

Nehmen Reha-Kliniken trotz der Corona-Pandemie Rehabilitanden auf?

Die Reha-Kliniken stehen für die Durchführung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation zur Verfügung und nehmen Rehabilitanden auf. In einigen Regionen gelten besondere Regelungen. Bitte informieren Sie sich über die aktuelle Aufnahmesituation direkt bei der jeweiligen Reha-Klinik. Gleiches gilt, wenn Sie Fragen zum Ablauf der Rehabilitation und zu den Vorkehrungen haben, welche die Reha-Klinik zu Ihrem Schutz vor einer Corona-Infektion getroffen hat.

In welchen Fällen werden Rehabilitanden nach Hause geschickt?

Weisen die Rehabilitanden selbst oder andere Rehabilitanden Krankheitssymptome auf, entscheidet die Einrichtungsleitung in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden über die Fortsetzung der Rehabilitation.

Was geschieht, wenn in der Reha-Klinik für einzelne Rehabilitanden Quarantäne angeordnet wird? Was geschieht, wenn für die gesamte Reha-Klinik Quarantäne angeordnet wird? Werden die Rehabilitanden nach Hause geschickt? Müssen die Rehabilitanden in der Reha-Klinik bleiben? Werden weiterhin Rehabilitationen durchgeführt?

Diese Entscheidung obliegt den örtlichen Gesundheitsbehörden bzw. den Landesbehörden.

Dürfen Rehabilitanden Besuch empfangen? Gerade unbegleitete Kinder und Jugendliche während der Kinderrehabilitation sind hiervon betroffen.

Derzeit sollte grundsätzlich von Besuchen abgesehen werden. Teilweise wurden diese behördlich untersagt. Die Entscheidung über die Zulässigkeit von Besuchen liegt vorrangig bei den Einrichtungsleitungen bzw. den zuständigen Behörden.

Welche Regelungen gelten für die Reha-Nachsorge (IRENA, T-RENA, PsyRENA, Tele-Nachsorge) sowie Reha-Sport und Funktionstraining?

Jede Teilnahme ist freiwillig. Nicht wahrgenommene Termine bzw. der Abbruch der Nachsorgeleistung haben keine Auswirkungen auf spätere Reha- oder Rentenverfahren.

Für die Durchführung von Gruppenangeboten bei Nachsorgeleistungen sowie beim Reha-Sport/Funktionstraining gelten die jeweiligen Vorgaben und Auflagen der zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes der Länder.

Für Versicherte, die ihre medizinische Reha-Leistung bis 31. Dezember 2020 abgeschlossen haben, verlängern sich coronabedingt die geregelten Fristen für den Beginn und Abschluss der Reha-Nachsorge um maximal drei Monate.

Für Versicherte, deren medizinische Reha-Leistung zwischen dem 1. Januar und 30. Juni 2021 endet, verlängern sich die bestehenden Fristen für Beginn und Abschluss der Leistung um bis zu drei Monate.

Weiterhin bis zum 30. Juni 2021 ist eine telematische Durchführung von Rehabilitationssport und Funktionstraining möglich. Voraussetzung für eine Online-Durchführung ist, dass sowohl Leistungserbringer als auch Teilnehmer*innen diese Durchführungsform nutzen können und wollen. Die Aufklärungspflicht liegt bei den Leistungserbringern. Die telematische Form der Durchführung ist für Herzgruppen sowie sturzgefährdete Teilnehmer nicht möglich.

In Einzelfällen ist befristet bis 30. Juni 2021 bei T-RENA und Psy-RENA eine Umwidmung von Gruppen- in Einzeltherapie möglich. Dies liegt in der Eigenverantwortung der Anbieter, die prüfen müssen, ob sie ein Einzel-Angebot ermöglichen können. Bei angefangenen Gruppenleistungen können die übrigen Termine "halbiert" und als Einzelleistungen abgerechnet werden. Bei Psy-RENA entfällt jedoch bei einem Wechsel von Gruppe auf Einzelleistung das zusätzliche Abschlussgespräch. Noch nicht begonnene Gruppenleistungen können konzept-entsprechend als Einzelleistung durchgeführt werden. Ein zusätzliches Einweisungstraining gibt es jedoch auch im Ausnahmefall nicht.

Zugelassene Tele-Nachsorge kann selbstverständlich weitergeführt werden.

Ausfallhonorare können mangels Rechtsgrundlage durch die Rentenversicherung nicht gezahlt werden.

Aktuelle Informationen zum Umgang mit Nachsorgeempfehlungen finden Sie auf www.nachderreha.de.

Welche Besonderheiten gilt es im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen zu beachten? Kann das Nahtlosverfahren beibehalten werden?

Reha-Leistungen für Abhängigkeitskranke (im sog. Nahtlosverfahren) können unter Beachtung behördlicher Auflagen und unter Einhaltung spezifischer Hygienekonzepte durchgeführt werden.

Dies gilt auch für weitere Leistungen der medizinischen Rehabilitation im (unmittelbaren) Anschluss an eine Entgiftung sowie Adaptionen im direkten Anschluss an eine stationäre Rehabilitation Abhängigkeitskranker, wenn die Verlegung medizinisch oder existenziell (Wohnungslosigkeit) zwingend erforderlich ist.

Für die Fortführung von Leistungen der ambulanten Rehabilitation Abhängigkeitskranker wird empfohlen, diese Leistungen telefonisch im Rahmen von therapeutischen Einzelgesprächen zu erbringen. Es gilt der Kostensatz der ambulanten Rehabilitation Abhängigkeitskranker.

Kann aufgrund der aktuellen Lage die ganztägig ambulante Rehabilitation Abhängigkeitskranker nicht (mehr) in der Rehabilitationseinrichtung durchgeführt werden, so wird (zur Sicherung des Rehabilitationserfolges) empfohlen, die Leistungen in angepasster Form, zum Beispiel über regelmäßige telefonische Kontakte, fortzuführen. Die vereinbarten Vergütungssätze und das Übergangsgeld für den bewilligten Zeitraum werden unverändert weitergezahlt, wenn eine Überbrückung unter den vorgenannten Voraussetzungen erfolgt.

Zur Sicherung des Rehabilitationserfolgs wird zudem empfohlen, eine beantragte Suchtnachsorge telefonisch im Rahmen von Einzelgesprächen aufzunehmen bzw. fortzuführen. Hier gilt der Kostensatz der Face-to-Face-Suchtnachsorge.

Auch die Nutzung digitaler Kontaktmöglichkeiten ist grundsätzlich bei den vorgenannten Leistungsformen sowie bei der Suchtnachsorge möglich, wenn die datenschutzrechtlichen Bestimmungen erfüllt werden. Bei dieser Form von Kontakt wäre auch weiterhin eine Leistungserbringung in Gruppenform möglich.

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