Deutsche Rentenversicherung

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Entgeltersatzleistungen (Übergangsgeld, Krankengeld)

Fragen und Antworten zum Thema "Corona und Reha"

An dieser Stelle haben wir für Sie häufig gestellte Fragen und Antworten rund um das Thema "Corona und Reha" zusammengefasst.

Wer trägt die Kosten für die aufgrund von Corona abgebrochene Rehabilitation?

Die Kosten, die bis zum Abbruch der Rehabilitation entstehen, werden wie üblich mit dem zuständigen Rentenversicherungsträger abgerechnet. Die Rehabilitanden selbst erhalten bis zum Abbruch der Rehabilitation Übergangsgeld. Haben sie vor der Rehabilitation von einem anderen Leistungsträger Geldleistungen (z.B. Krankengeld) erhalten, sollten sie sich umgehend an diesen Leistungsträger wenden.

Gibt es Absprachen mit den Krankenkassen bezüglich der Weiterzahlung/schnellen Wiederaufnahme der Krankengeldzahlungen, wenn die Rehabilitation wegen Corona nicht angetreten werden darf/kann?

Nein, aktuell nicht. Die Deutsche Rentenversicherung befindet sich allerdings mit den Krankenkassen und der Bundesagentur für Arbeit im Austausch, um eine Klärung herbeizuführen.

Wird im Falle einer verhängten Quarantäne vor Ort in der Reha-Klinik das Übergangsgeld weitergezahlt?

Werden einzelne Versicherte von Gesundheitsbehörden unter Quarantäne gestellt, ist die Leistung zur medizinischen Rehabilitation beendet. Ebenso wird verfahren, wenn eine Einrichtung auf Anordnung der Gesundheitsbehörden geschlossen wird. Die Pflegekosten werden bis zu zwei Wochen weitergezahlt, wenn der Versicherte in der Einrichtung unter Quarantäne steht. Das Übergangsgeld wird mit Ende der Leistung zur medizinischen Rehabilitation eingestellt. Versicherte sollten sich bitte umgehend, ggf. telefonisch, mit der Stelle in Verbindung setzen, von der sie vor der Reha-Leistung unterhaltssichernde Leistungen erhalten haben (Arbeitsagentur, Job-Center, Krankenkasse). Der Arbeitgeber des Versicherten kommt nach § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG) 6 Wochen für den Verdienstausfall auf. Vom Beginn der 7. Woche an wird die Entschädigung in Höhe des Krankengeldes gezahlt. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Stelle erstattet.

Bekommen Versicherte weiterhin Übergangsgeld, wenn die Bildungseinrichtung ihrer beruflichen Bildungsmaßnahme (Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben) den Präsenzbetrieb eingestellt hat?

Das Übergangsgeld wird regulär weitergezahlt. Nach Möglichkeit sollte die Bildungsmaßnahme auf anderen Wegen ohne Präsenz weiterlaufen, beispielsweise über elektronische Medien, wie E-Mail, Online-Plattformen oder Eigenstudium. Sollte eine Weiterführung ohne Präsenz nicht möglich sein und muss die Maßnahme unterbrochen werden, wird das Übergangsgeld ebenfalls weitergezahlt (Zwischen-Übergangsgeld).

Wird Übergangsgeld weitergezahlt, wenn Versicherte an beruflichen Bildungsmaßnahmen nicht teilnehmen können, weil eine Kinderbetreuung wegen der Schließung von Betreuungseinrichtungen fehlt?

Das Übergangsgeld wird für längstens 10 Ausbildungstage pro Jahr weitergezahlt. Voraussetzung hierfür ist, dass keine anderweitige Betreuungsmöglichkeit zur Verfügung steht.

Wie lange wird Übergangsgeld weitergezahlt, wenn eine ambulante Rehabilitation unterbrochen werden muss, weil eine Kinderbetreuung wegen der Schließung von Betreuungseinrichtungen fehlt?

Eine Weiterzahlung des Übergangsgeldes ist bis zu 10 Arbeitstage möglich. Voraussetzung hierfür ist, dass keine anderweitige Betreuungsmöglichkeit zur Verfügung steht.

Kann nach Abschluss einer Leistung zur Rehabilitation weiterhin eine stufenweise Wiedereingliederung eingeleitet werden?

Ja, die bisherigen Regelungen gelten unverändert weiter. Alle Beteiligten müssen der Einleitung zustimmen, der Beginn muss innerhalb von 4 Wochen möglich sein.

Eine bereits begonnene stufenweise Wiedereingliederung kann bis zu 7 Tage unterbrochen werden. Das gilt auch, wenn der Arbeitgeber wegen Corona vorübergehend geschlossen bleibt. Dauert die Unterbrechung länger als 7 Tage an, gilt die stufenweise Wiedereingliederung mit dem letzten Teilnahmetag als beendet. Bei fortbestehender Arbeitsunfähigkeit ist dann die Krankenkasse zuständig.

Wird das Übergangsgeld weitergezahlt, wenn eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) das Eingangsverfahren / den Berufsbildungsbereich bzw. eine Rehabilitations­einrichtung für psychisch kranke Menschen (RPK) wegen Corona schließt?

Das Übergangsgeld wird in gleicher Höhe weitergezahlt, wenn die Leistung unterbrochen und voraussichtlich wieder aufgenommen wird.

Welche Besonderheiten gilt es im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen zu beachten? Kann das Nahtlosverfahren beibehalten werden?

In vielen Regionen wurden im Zuge der Corona-Pandemie Allgemeinverfügungen erlassen, die es Rehabilitationseinrichtungen bis auf weiteres untersagen, neue Rehabilitanden aufzunehmen und Rehabilitanden, die bereits vor Ort sind, zum Verlassen der Einrichtungen aufzufordern. Ausgenommen von diesem Verbot der Leistungserbringung sind in der Regel AHB-Leistungen  und Reha-Leistungen für Abhängigkeitskranke (sog. Nahtlosverfahren).

Dies gilt auch für weitere Leistungen der medizinischen Rehabilitation im (unmittelbaren) Anschluss an eine Entgiftung sowie Adaptionen im direkten Anschluss an eine stationäre Rehabilitation Abhängigkeitskranker, wenn die Verlegung medizinisch oder existenziell (Wohnungslosigkeit) zwingend erforderlich ist.

Für die Fortführung von Leistungen der ambulanten Rehabilitation Abhängigkeitskranker wird empfohlen, diese Leistungen telefonisch im Rahmen von therapeutischen Einzelgesprächen zu erbringen. Es gilt der Kostensatz der ambulanten Rehabilitation Abhängigkeitskranker.

Kann aufgrund der aktuellen Lage die ganztägig ambulante Rehabilitation Abhängigkeitskranker nicht (mehr) in der Rehabilitationseinrichtung durchgeführt werden, so wird (zur Sicherung des Rehabilitationserfolges) empfohlen, die Leistungen in angepasster Form, zum Beispiel über regelmäßige telefonische Kontakte, fortzuführen. Die vereinbarten Vergütungssätze und das Übergangsgeld für den bewilligten Zeitraum werden unverändert weitergezahlt, wenn eine Überbrückung unter den vorgenannten Voraussetzungen erfolgt.

Zur Sicherung des Rehabilitationserfolgs wird zudem empfohlen, eine beantragte Suchtnachsorge telefonisch im Rahmen von Einzelgesprächen aufzunehmen bzw. fortzuführen. Hier gilt der Kostensatz der Suchtnachsorge.

Auch die Nutzung digitaler Kontaktmöglichkeiten ist grundsätzlich bei den vorgenannten Leistungsformen sowie bei der Suchtnachsorge möglich, wenn die datenschutzrechtlichen Bestimmungen erfüllt werden. Bei dieser Form von Kontakt wäre auch weiterhin eine Leistungserbringung in Gruppenform möglich.