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Umgang mit Absagen, Verschiebungen, Verlängerungen, Abbruch, Ersatz-Reha wegen Corona, späterer Antritt Prävention

Fragen und Antworten zum Thema "Corona und Reha"

An dieser Stelle haben wir für Sie häufig gestellte Fragen und Antworten rund um das Thema "Corona und Reha" zusammengefasst.

Wie beantrage ich eine erneute Rehabilitation, wenn meine Rehabilitation vorzeitig beendet wurde?

Beim Abbruch einer Rehabilitation wegen Corona auf Wunsch des Rehabilitanden oder durch die Einrichtung selbst beziehungsweise durch Dritte besteht die Möglichkeit, die Rehabilitation zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen, zu wiederholen oder neu zu beantragen (sogenannte Ersatz-Reha).

Für die Beantragung einer erneuten Leistung zur medizinischen Rehabilitation hat die Deutsche Rentenversicherung einen Kurzantrag (Formular G0101) zur bundesweiten Verwendung entwickelt, der den Reha-Kliniken vorliegt. Die Reha-Kliniken wurden gebeten, diesen Kurzantrag an die Rehabilitanden auszuhändigen, sofern die Notwendigkeit einer erneuten, vollständigen Durchführung der vorzeitig beendeten Rehabilitation gesehen wird. Der Kurzantrag soll auch Rehabilitanden zur Verfügung gestellt werden, die ihre Leistung zur medizinischen Rehabilitation wegen der Betreuung ihrer Kinder abbrechen und eine erneute, vollständige Rehabilitation benötigen.
Falls die Rehabilitation zu einem späteren Zeitpunkt nur fortgesetzt werden soll, teilt die Rehabilitationseinrichtung uns dies mit.

Für Leistungen zur Kinderrehabilitation steht ein extra Kurzantrag zur Verfügung (Formular G0201). Dieses Formular liegt den Kinderrehabilitationskliniken vor und kann ebenfalls verwendet werden, wenn eine Rehabilitation für Kinder- und Jugendliche abgebrochen wurde und die Rehabilitationseinrichtung aus diesem Grund eine erneute Leistung für die betroffenen Kinder und Jugendliche befürwortet.

Wie wird mit Anträgen auf Verschiebung der Rehabilitation umgegangen? Welche Fristen sind hier zu beachten? Wo wird der Antrag auf Verschiebung gestellt?

Über Anträge auf Verschiebung der Rehabilitation entscheidet der zuständige Rentenversicherungsträger. Grundsätzlich sollten in der aktuellen Situation Versicherte eine Reha-Leistung vom vorgesehenen Beginn bis zum regulären Ende durchführen können. Die Reha-Kliniken verfügen über Hygienekonzepte, die den Infektionsschutz bei der Behandlung und beim Aufenthalt in der Klinik gewährleisten. Mit dem Bewilligungsschreiben informieren die Träger der Deutschen Rentenversicherung die Rehabilitanden über die Rahmenbedingungen der Rehabilitation.

Den Wünschen von Rehabilitanden nach Verschiebung des Reha-Beginns wird jedoch nach Möglichkeit entsprochen. Dies gilt jedoch nicht gleichermaßen für Anschlussrehabilitationen (AHB), da diese aus medizinischen Gründen möglichst bald nach Abschluss der Akutbehandlung angetreten werden sollten.

In Fällen, in denen die Krankenkasse oder die Agentur für Arbeit zur Antragstellung aufgefordert hat, hat der Versicherte seine Krankenkasse oder die Agentur für Arbeit vor der Verschiebung der Rehabilitation einzuschalten.

In welchen Fällen werden Rehabilitanden nach Hause geschickt?

Weisen die Rehabilitanden selbst oder andere Rehabilitanden Krankheitssymptome auf, entscheidet die Einrichtungsleitung in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden über die Fortsetzung der Rehabilitation.

Bekommen Rehabilitanden eine Verlängerung der Rehabilitation, wenn aus organisatorischen Gründen nicht alle Anwendungen während der dreiwöchigen Reha durchgeführt werden konnten?

Die Entscheidung erfolgt individuell in Abhängigkeit vom Erreichen der Reha-Ziele.

Ist auch eine eigenmächtige Abreise ohne Absprache mit der Reha-Klinik möglich?

Eine eigenmotivierte Abreise ist möglich, wenn der Rehabilitand dies wünscht und sich hierfür entscheidet. Die Reha-Klinik ist jedoch in jedem Fall zwingend zu informieren.

Wie werden Absagen geregelt? Wer sagt wem in welcher Form ab? Können Versicherte aus reiner Vorsichtsmaßnahme ihren Reha-Antritt absagen? Oder wird eine pauschale Terminverschiebung mit offenem Beginn geregelt?

Hier sind unterschiedliche Szenarien denkbar: Versicherte sagen von sich aus ab oder die Reha-Einrichtung wendet sich an die Versicherten. Grundsätzlich sind pauschale Terminverschiebungen von Seiten der Reha-Klinik nicht angedacht, in Einzelfällen ist es unter Umständen aber dennoch nicht vermeidbar. Hier nimmt dann die Reha-Klinik entsprechend Kontakt mit den betroffenen Versicherten auf.  

Grundsätzlich sollten in der aktuellen Situation Versicherte eine Reha-Leistung vom vorgesehenen Beginn bis zum regulären Ende durchführen können. Die Reha-Kliniken verfügen über Hygienekonzepte, die den Infektionsschutz bei der Behandlung und beim Aufenthalt in der Klinik gewährleisten. Die Hinweise zum jeweiligen Hygienekonzept sind in der Regel auch auf der Internetseite der Reha-Klinik abrufbar. Zudem informieren die Träger der Deutschen Rentenversicherung mit dem Bewilligungsbescheid die Rehabilitanden über die Rahmenbedingungen der Rehabilitation.

Viele Präventionseinrichtungen nehmen derzeit keine Präventionsteilnehmer*innen auf. Bis wann kann eine von der Rentenversicherung bewilligte Präventionsleistung angetreten werden?

Die Zusage der Rentenversicherung für eine Präventionsleistung gilt generell 12 Monate ab dem Datum des Bewilligungsbescheides. Sollten Sie also in diesen Tagen die Nachricht der Rentenversicherung erhalten, dass Sie eine Präventionsleistung antreten dürfen, und/oder ist dies aktuell nicht möglich, weil die Präventionseinrichtung wegen der Corona-Pandemie einen Aufnahmestopp verhängt hat, sollte angesichts dieser langen Geltungsdauer noch genügend Zeit bis zum Antritt der Leistung verbleiben. Sollte es dennoch Schwierigkeiten geben, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem zuständigen Rentenversicherungsträger auf.

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