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Traumjob dank Rehabilitation

Früherer Baggerfahrer nutzte im Berufsförderungswerk Dortmund seine zweite Chance

Früherer Baggerfahrer nutzte im BFW Dortmund seine zweite ChanceQuelle:Berufsförderungswerk Dortmund Traumjob dank Rehabilitation

Es geht immer weiter, das war Alexander Geduhn klar. Allerdings hätte der dreifache Familienvater niemals gedacht, dass er durch sein Unglück direkt in seinem Traumjob landen würde. Glück im Unglück – so etwas passiert doch nur anderen, dachte er.

Es war wie ein Schlag ins Gesicht, als der Arzt vor gut vier Jahren zu Alexander Geduhn sagte: „Also nach so einem Unfall und mit diesem kaputten Rücken, da können Sie Ihren Beruf vergessen." Im Straßenbau hat Alexander Geduhn gearbeitet. Erst stand er am Presslufthammer, nach einem Unfall saß er auf dem Bagger. Er hatte sich auf kochend heißem Asphalt die Füße verbrannt. Seine Schuhe mit Stahlsohle waren ihm zum Verhängnis geworden. Für ihn blieb im Straßenbau danach nur noch das Baggerfahren. Doch auch das ging mit seinem angeschlagenen Rücken nicht lange gut. „Ich musste mein Leben komplett auf links krempeln", erinnert sich Alexander Geduhn. Er war damals gerade Mitte 30. Über seinen Rehabilitationsfachberater erfuhr der Siegerländer vom Berufsförderungswerk in Dortmund. Hier gibt es für jeden, ob Unfall oder chronische Krankheit, eine zweite Chance im Arbeitsleben. Berufliche Rehabilitation wird hier angeboten, in ganz unterschiedlichen Qualifizierungsmaßnahmen. Für Alexander Geduhn bot sich plötzlich die Chance noch mal ganz neu zu starten. Er wurde im BFW Dortmund nach seinen Neigungen und seinen Wünschen gefragt. Da musste Alexander Geduhn nicht lange überlegen: Kfz-Mechatroniker, das war für den Hobby-Autoschrauber schon immer genau der Wunschberuf.

Zwei Jahre dauerte seine Qualifizierung im Berufsförderungswerk Dortmund. Alexander Geduhn büffelte die Theorie und lernte alles über den Kfz-Bereich. Das Beste in dieser Zeit war sein Praktikum. „Da hab ich noch mal Glück gehabt", erzählt Alexander Geduhn, „ich konnte bei Mazda Lohmann in Kreuztal arbeiten." Das Familienunternehmen war begeistert von der Einsatzbereitschaft des heute 38-Jährigen. Auch sein zweites Praktikum konnte er hier machen und als er schließlich seine Prüfung im Berufsförderungswerk mit Auszeichnung bestand, war für die Lohmanns klar: Den können wir nicht ziehen lassen. Juniorchefin Katja Lohmann: „Eigentlich waren wir komplett. Aber weil Alexander Geduhn so schnell und gut arbeitet, konnten wir mehr Aufträge annehmen. Er ist ein super Problemlöser. Wir haben umstrukturiert, um ihn halten zu können."

Seit mehr als einem Jahr arbeitet Alexander Geduhn jetzt in seinem Traumjob, ganz in der Nähe seiner Heimatstadt. Er ist sich sicher: Bei allem, was ihm zugestoßen ist, hätte es nicht besser laufen können.