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Leistungen zur medizinischen Rehabilitation für psychisch kranke Menschen (RPK, Psychiatrische Rehabilitation)

Psychische Erkrankungen und Behinderungen gehören zu den vordringlichen Gesundheitsproblemen der Bevölkerung. Nahezu jeder zehnte Bürger leidet im Laufe eines Jahres unter psychischen Störungen. Die Zahl von Frühberentungen aufgrund psychischer Erkrankungen steigt seit Jahren kontinuierlich an und kann nur über frühzeitige präventive, kurative und rehabilitative Maßnahmen beeinflussen werden.

Von den psychiatrisch behandlungsbedürftigen Bürgern werden jährlich rund zwei Millionen durch niedergelassene Nervenärzte und etwa 400.000 klinisch-stationär behandelt. Aus diesem Personenkreis benötigt ein Teil gezielte psychiatrische Rehabilitationsmaßnahmen.

Die Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen (RPK) bieten für Menschen mit Psychosen, Neurosen, schweren Depressionen und Persönlichkeitsstörungen ein längerfristig angelegten stationären und teilstationären Konzept. Sie integrieren medizinisch-psychiatrischer Therapie, beruflichen Vorbereitungs- und Trainingseinheiten und soziotherapeutischen Maßnahmen. Der Schwerpunkt liegt bei stabilisierenden, trainierenden und damit auch die Berufsförderung vorbereitenden Maßnahmen und psychosozialer Betreuung einschließlich Rehabilitationsberatung. RPK-Maßnahmen sind vor allem bei jüngeren Menschen mit Psychosen oder schweren Persönlichkeitsstörungen indiziert bei denen die Erkrankung zur dauerhaften Behinderung zu führen droht und die bereits mehrfache längere psychiatrische Erkrankung und Krankenhausaufenthalte hinter sich haben. Sie haben oft krankheitsbedingt noch keine Ausbildung absolviert und den Ablösungsprozess vom Elternhaus noch nicht vollzogen bzw. keine tragfähigen sozialen Beziehungen aufbauen können.Die Einrichtungen sind in der Regel städtisch angesiedelt; ihnen sind Werkstätten und/oder Betriebe des regionalen Wirtschaftsraumes angeschlossen. Im Einzugsbereich der Deutschen Rentenversicherung Westfalen befinden sich ca. 20 dieser Einrichtungen.

Diese Maßnahmen unterscheidet sich in Indikation und Behandlungsspektrum deutlich von der psychosomatischen Rehabilitation. Dort werden in einem Zeitraum von 4 bis 6 Wochen vorrangig psychotherapeutische Behandlungselemente eingesetzt. Hauptdiagnosegruppen sind hier Depressionen, Ängste, Anpassungsstörungen und Somatisierungsstörungen.

Ziel ist es, die körperlichen und seelischen Leiden mit der Lebensgeschichte und den persönlichen Erfahrungen in Verbindung zu bringen, um so die Krankheitsursachen aufzudecken und Verständnis für die Symptomatik zu vermitteln. Die psychosomatische Rehabilitation bietet Möglichkeiten zur Analyse des eigenen Verhaltens, zu Einsichtsvermittlung, zu Verhaltenseinübungen und den Übertragung des Gelernten in den Alltag. Angewandt wird Gruppentherapie, ergänzt durch Einzelgespräche. Die Psychotherapie wird durch aktive Bewegungstherapie, Entspannungstraining und Musik- oder Gestaltungstherapie unterstützt.

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