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Rentenanträge auf hohem Niveau

Erscheinungsdatum: 18.05.2018

  • Vertreterversammlung: Erster Direktor Thomas Keck stellt Verwaltungsbericht 2017 vor
  • Gastvortrag: Präsident des Bundessozialgerichts Prof. Dr. Rainer Schlegel referiert über „Sozialrecht 4.0“

Die Anzahl der Rentenanträge, die bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Westfalen gestellt wurden, verblieb auch in 2017 mit 88.642 Anträgen auf einem hohen Niveau. Dies berichtete der Erste Direktor des regionalen Rentenversicherungsträgers, Thomas Keck, bei der Vorstellung des Verwaltungsberichtes 2017 vor der Vertreterversammlung der DRV Westfalen. Die Vertreterversammlung ist das Parlament des Rentenversicherungsträgers und besteht aus je 15 Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber. Die Vertreterversammlung tagte heute (18. Mai) in der Klinik Norderney, die eine der fünf eigenen Reha-Kliniken der DRV Westfalen ist. Die DRV Westfalen ist mit rund 4 Millionen Versicherten für gut die Hälfte der Rentenversicherten in Westfalen zuständig

Zwar gingen die Antragszahlen im Jahresvergleich minimal um 0,6 Prozent zurück. Dieser Rückgang betraf jedoch nicht die Altersrenten, sondern die Erwerbsminderungs- sowie die Hinterbliebenenrenten, wie Keck darlegte. Der Bestand aller Renten, die von der DRV Westfalen gezahlt werden, lag zum Jahreswechsel bei exakt 1.230.991 Renten.

Ein hohes Niveau verzeichnet die DRV Westfalen zudem in der Nachfrage nach Rehabilitation. So hat sich die Gesamtzahl an Anträgen auf Leistungen zur Rehabilitation in 2017 um 1,3 Prozent auf 132.101 Anträge erhöht. „Die Zunahme der Anträge ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Antragszahlen bei den Leistungen zur medizinischen Rehabilitation wegen onkologischen Erkrankungen und den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zurückzuführen“, erläuterte der Erste Direktor.

Ein immer wichtigeres und intensives Arbeitsfeld der DRV Westfalen ist nach Angaben von Thomas Keck der Bereich von Auskunft und Beratung für die Versicherten. Westfalenweit unterhält der Regionalträger neun Auskunfts- und Beratungsstellen; hinzu kommen Sprechtage in vielen anderen Kommunen dieses Landesteils. „Das Angebot einer persönlichen Beratung haben im vergangenen Jahr 210.216 Kunden genutzt. Darüber hinaus erhielten 37.663 Kunden eine telefonische Beratung. In 5.608 Fällen erfolgte die Beratung schriftlich bzw. per E-Mail“, listete Keck die beeindruckende Bilanz auf. Einen besonderen Stellenwert nahmen in 2017 die „Abschlagsfreie Rente mit 63“, die Fragen im Zusammenhang mit der sogenannten Flexirente, die Ausgleichszahlungen zum Ausgleich einer Rentenminderung und die Zahlung freiwilliger Beiträge ein.

Neben dem detaillierten Rückblick gab es bei der Vertreterversammlung auch einen umfangreichen Ausblick auf die anstehenden Herausforderungen für das System der Sozialversicherungen. Als prominenter Gastredner skizzierte der Präsident des Bundessozialgerichts, Prof. Dr. Rainer Schlegel, die Konsequenzen für das Sozialrecht durch die Veränderungen in der Arbeitswelt durch neue Technik, wie der fortschreitenden Digitalisierung, und andere Arbeits- und Erwerbsformen. Unter dem Stichwort „Sozialrecht 4.0“ beleuchtete er den möglichen Wandel von der Arbeitnehmer- zur Erwerbstätigenversicherung. Denn eine Abgrenzung zwischen abhängiger Beschäftigung und selbständiger Tätigkeit werde seit etwa der 1990er Jahre in einigen Bereichen zunehmend schwieriger. Das Abgrenzungserfordernis bleibe aber bestehen, so Prof. Dr. Schlegel. In seinem Vortrag ging er detailliert auf diese Herausforderungen für die Prüfung und Entscheidungsfindung in der Sozialgerichtsbarkeit ein.

Erster Direktor Thomas Keck

Vertreterversammlung: Erster Direktor Thomas Keck stellt Verwaltungsbericht 2017 vor

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Deutsche Rentenversicherung Westfalen

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Präsident des Bundessozialgerichts, Prof. Dr. Rainer Schlegel

Gastvortrag: Präsident des Bundessozialgerichts Prof. Dr. Rainer Schlegel referiert über „Sozialrecht 4.0“

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Deutsche Rentenversicherung Westfalen

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