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Rentenanträge auf hohem Niveau

Erscheinungsdatum: 28.06.2019

Vertreterversammlung: Erster Direktor Thomas Keck stellt Verwaltungsbericht 2018 vor

Die Anzahl der Rentenanträge, die bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Westfalen gestellt wurden, verblieb auch in 2018 mit 87.887 Anträgen auf einem hohen Niveau. Dies berichtete der Erste Direktor des regionalen Rentenversicherungsträgers, Thomas Keck, bei der Vorstellung des Verwaltungsberichtes 2018 vor der Vertreterversammlung der DRV Westfalen. Die Vertreterversammlung ist das Parlament des Rentenversicherungsträgers und besteht aus je 15 Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber. Die Vertreterversammlung tagte heute (28. Juni) im Berufsförderungswerk Dortmund, dessen Träger u.a. die DRV Westfalen ist. Die DRV Westfalen ist mit rund 4 Millionen Versicherten für gut die Hälfte der Rentenversicherten in Westfalen zuständig.

Zwar gingen die Antragszahlen im Jahresvergleich um 0,9 Prozent zurück. Grund für den Rückgang der Antragszahlen im Bereich „Rente“ ist die gesunkene Zahl an Anträgen auf Rente wegen Erwerbsminderung. Der Bestand aller Renten, die von der DRV Westfalen gezahlt werden, lag zum Jahreswechsel bei exakt 1.221.604 Renten. Das sind 0,8 Prozent weniger als in 2017. „Aufgrund der demografischen Entwicklung und eines nach wie vor zunehmenden Versichertenbestandes ist davon auszugehen, dass der Rentenbestand künftig wieder zunehmen wird“, prognostizierte Keck vor der Vertreterversammlung.

Ein leichtes Plus verzeichnet die DRV Westfalen in der Nachfrage nach Rehabilitation. Die Gesamtzahl an Anträgen auf Leistungen zur Rehabilitation hat sich im Jahr 2018 um 0,5 Prozent auf 132.741 Anträge erhöht. Die Zunahme der Anträge ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Antragszahlen bei den Leistungen zur medizinischen Rehabilitation wegen allgemeiner Erkrankungen zurückzuführen.

Vor dem Hintergrund der Zunahme chronischer Erkrankungen, der Verlängerung der Lebensarbeitszeit und den steigenden Anforderungen im Beruf nimmt für die DRV Westfalen das Thema „Prävention“ zunehmend einen höheren Stellenwert ein. Bei den im Jahr 2018 gestellten 360 Anträgen auf Präventionsleistungen handelt es sich noch um eine geringe Anzahl. Aufgrund verschiedener Projekte, zum Beispiel Ü45-Gesundheits-Check, wird jedoch davon ausgegangen, dass die Zahl der Präventionsleistungen in den nächsten Jahren kontinuierlich ansteigen wird.

Ein wichtiges und intensives Arbeitsfeld der DRV Westfalen bleibt nach Angaben von Thomas Keck der Bereich von Auskunft und Beratung für die Versicherten. Westfalenweit unterhält der Regionalträger neun Auskunfts- und Beratungsstellen; hinzu kommen Sprechtage in vielen anderen Kommunen dieses Landesteils. „Das Angebot einer persönlichen Beratung haben im vergangenen Jahr 204.075 Kunden genutzt. Darüber hinaus erhielten 227.354 Kunden eine telefonische Beratung. In 4.686 Fällen erfolgte die Beratung schriftlich bzw. per E-Mail“, listete Keck auf.

Neben der Auskunft und Beratung unserer Versicherten berät die Deutsche Rentenversicherung Westfalen auch die Arbeitgeber im Rahmen von Betriebsprüfungen. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 32.393 Betriebsprüfungen durchgeführt. Die sich hierbei ergebenen Beitragsnachforderungen in allen Zweigen der Sozialversicherung betrugen 36 Millionen Euro. Daneben wurde bei 16.894 Arbeitgebern auch die rechtzeitige und vollständige Entrichtung der Künstlersozialabgabe überprüft. Hierbei ergab sich ein nachzuberechnender Betrag in Höhe von über 900.000 Euro für das Jahr 2018. Darüber hinaus wurden Entgeltdifferenzen in Höhe von gut 191 Millionen Euro bei den unfallversicherungsrelevanten Daten aufgedeckt.

Erster Direktor Thomas Keck

Vertreterversammlung: Erster Direktor Thomas Keck stellt Verwaltungsbericht 2018 vor

Quelle: 

Deutsche Rentenversicherung Westfalen

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