Zahl der medizinischen Rehabilitationen steigt

Experten treffen sich im März zum Reha-Kolloquium in Leipzig

Datum: 09.01.2026

Die Deutsche Rentenversicherung hat 2024 mehr als 1 Millionen Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erbracht. Das geht aus dem Reha-Atlas 2025 hervor, der Ende vergangenen Jahres veröffentlicht wurde.

Orthopädie vor Onkologie und psychischen Erkrankungen

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben im gleichen Zeitraum 111.812 Männer und Frauen eine medizinische Rehabilitation abgeschlossen. Das sind knapp 7 Prozent mehr als 2023. Die meisten medizinischen Rehabilitationen werden aufgrund orthopädischer Erkrankungen durchgeführt. Ihr Anteil liegt für Frauen bei rund 39 Prozent und für Männer bei rund 38 Prozent. Der zweithäufigste Grund mit jeweils rund 18 Prozent sind hämatologische und onkologische Erkrankungen. Psychische Erkrankungen machen bei Frauen einen Anteil von rund 18 Prozent der abgeschlossenen Reha-Leistungen aus. Bei den Männern sind es rund 9 Prozent.

Fünf Personen machen Sport mit GymnastikbällenQuelle:Christoph Meyer

Durchschnittsalter der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden steigt

Die demografische Entwicklung und der spätere Rentenbeginn sorgen nicht nur dafür, dass sich die Anzahl der medizinischen Rehabilitationen erhöht, auch das Alter der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden steigt. Frauen, die 2024 eine medizinische Rehabilitation abgeschlossen haben, waren im Durschnitt 53,2 Jahre alt, Männer mit 52,5 Jahren etwas jünger. Zehn Jahre zuvor nahmen Frauen eine medizinische Rehabilitation mit durchschnittlich 51,4 Jahren in Anspruch, Männer mit 50,6 Jahren.

Stationäre Rehas am meisten gefragt

Stationäre Rehabilitationen bilden seit Jahrzehnten den Schwerpunkt der medizinischen Reha-Leistungen – so auch in Mitteldeutschland. 2024 wurden von 87.095 Personen entsprechende Leistungen abgeschlossen, das sind 83 Prozent. Doch der Anteil der ambulanten Rehas steigt – von knapp 13 Prozent in 2014 auf 17 Prozent im Jahr 2024.

Reha online beantragen und Wunscheinrichtung angeben

Versicherte können ihren Rehabilitationsantrag ganz bequem online stellen. Hier erhalten sie auch weitere Informationen sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Antragstellung. Im Antrag selbst können Versicherte ihre Wunscheinrichtung angeben. Das gilt sowohl für die stationäre als auch für die ambulante Reha. Bei der Auswahl der geeigneten Einrichtung hilft die Website meine-rehabilitation.de.

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Leipzig ist in diesem Jahr Veranstaltungsort des 35. Reha-Wissenschaftlichen Kolloquiums, dem größten wissenschaftlichen Reha-Kongress in Deutschland. Unter dem Motto „Fairsorgt in der Reha? Vielfalt leben – Chancengleichheit schaffen“ treffen sich vom 24. bis 26. März 2026 Expertinnen und Experten aus Forschung, Praxis, Politik und Verwaltung, um sich über aktuelle Forschungsergebnisse und innovative Konzepte zur wissenschaftlich fundierten Weiterentwicklung von Teilhabeleistungen auszutauschen. Weitere Informationen zum 35. Reha-Wissenschaftlichen Kolloquium finden Interessierte hier. Journalistinnen und Journalisten, die an der Veranstaltung teilnehmen möchten, können sich schon jetzt per Mail akkreditieren.