Deutsche Rentenversicherung

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„Abschlagsfreie Rente“ für besonders langjährig Versicherte ab 63 weiter sehr beliebt bei der Rentenversicherung in Berlin und Brandenburg

  • Rekordzahl an Bewilligungen 2020
  • Starke Unterschiede zwischen Berlin und Brandenburg
  • Deutliche Unterschiede auch zwischen den früheren Teilen Berlins
  • In Brandenburg sind Potsdam-Mittelmark und Spree-Neiße Spitze

Datum: 09.02.2021

Die Zahl der Bewilligungen der abschlagsfreien Rente ab 63 Lebensjahren hat bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) in Berlin und Brandenburg im vergangenen Jahr eine Rekordhöhe erreicht: Insgesamt 18.251 Versicherten bewilligten die Träger der DRV 2020 eine „Rente für besonders langjährig Versicherte“, wie diese Rentenart amtlich heißt. Etwa jede dritte Altersrente (32 Prozent), welche die DRV letztes Jahr Versicherten in der Region bewilligte, fiel in diese Kategorie. Regulär können Versicherte im laufenden Jahr mit 65 Jahren und zehn Monaten in Altersrente gehen.

„Die Corona-bedingte Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt mag eine Rolle bei den nochmals gestiegenen Zahlen bei der Rente ab 63 gespielt haben. Ob diese vorzeitige Rente jedoch sinnvoll ist, ist individuell und hängt von der persönlichen Lebensplanung ab. Die möglichen persönlichen Renteneintritts-Termine kann sich jede Versicherte und jeder Versicherter über den Rentenrechner auf unserer Internet-Seite anzeigen lassen. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Auskunfts- und Beratungsstellen beraten gern individuell, derzeit besonders bequem telefonisch oder per Videoberatung“, sagt Sylvia Dünn, Geschäftsführerin der DRV Berlin-Brandenburg.

In Brandenburg beliebter als in Berlin, im Ostteil der Hauptstadt beliebter als im Westteil

Augenfällig sind die Unterschiede innerhalb der Region. Im Land Brandenburg waren im letzten Jahr 39 Prozent aller Anträge auf Altersrente solche für die Rente ab 63. Deutliche Unterschiede gibt es auch innerhalb der früher geteilten Stadt Berlin. Im Osten der Hauptstadt hatten 34 Prozent der Versicherten, deren Antrag auf Altersrente bewilligt wurde, eine Rente ab 63 beantragt. Im Westteil waren es lediglich 18 Prozent. „Historisch bedingt sind die Erwerbsbiografien der Neurentner aus den beiden deutschen Staaten noch immer unterschiedlich“, verdeutlicht Sylvia Dünn. „Das gilt insbesondere für Frauen, die in den neuen Bundesländern viel öfter und auch über längere Zeiträume hinweg erwerbstätig waren“, so die Geschäftsführerin weiter.

Potsdam-Mittelmark und Spree-Neiße Brandenburgische Spitze

Im regionalen Vergleich für das Bundesland Brandenburg führt der Kreis Potsdam-Mittelmark die Statistik der absoluten Werte an: Dort wurden 2020 insgesamt 1.006 Anträge auf abschlagsfreie Rente ab 63 bewilligt. Die geringste Zahl an Bewilligungen hat insoweit die Stadt Frankfurt (Oder) mit 263 zu verzeichnen. Im Verhältnis der Bewilligungen abschlagsfreier Renten ab 63 zu allen bewilligten Altersrenten führt der Kreis Spree-Neiße mit 45 Prozent die regionale Statistik an. Den geringsten Anteil verzeichnet die DRV dagegen mit jeweils 35 Prozent in der Stadt Frankfurt (Oder) und dem Kreis Uckermark.

Seit 2016 wird auch bei der abschlagsfreien Rente das Renteneintrittsalter stufenweise erhöht. So liegt aktuell (2021) der frühestmögliche Beginn für die abschlagsfreie Rente für Versicherte des Jahrgangs 1958 bei 64 Jahren. In den folgenden Jahren steigt die Altersgrenze weiter an, und zwar jeweils um zwei Monate pro Geburtsjahrgang. Wer 1964 oder später geboren wurde, kann diese Rente dann erst ab dem 65. Geburtstag erhalten.