Fairsorgt in der Reha? 35. Reha-Kolloquium in Leipzig
Wie Chancengleichheit in der Reha verbessert werden kann
Datum: 05.03.2026
Unter dem Motto „Fairsorgt in der Reha? Vielfalt leben – Chancengleichheit schaffen“ tagt das 35. Reha-Kolloquium in diesem Jahr vom 24. bis 26. März 2026 in Leipzig. Der größte rehabilitationswissenschaftliche Kongress im deutschsprachigen Raum präsentiert jährlich neueste Erkenntnisse aus Reha-Forschung und -Praxis.
Zum 35. Reha-Kolloquium werden rund 2.000 Teilnehmende erwartet. In mehr als 300 Beiträgen präsentieren Expertinnen und Experten aus Reha-Forschung und
-Praxis, Medizin, Wissenschaft, Politik und Verwaltung neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Schwerpunktthema „Fairsorgt in der Reha? Vielfalt leben – Chancengleichheit schaffen“. Veranstaltet wird der Kongress von der Deutschen Rentenversicherung Bund, der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland und der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften.
„Das Reha-Kolloquium ist die zentrale Plattform für den Austausch zwischen Reha-Wissenschaft und Praxis. Es ist ein entscheidender Baustein für die Gestaltung der zukünftigen Rehabilitation und die Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben“, betont Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund. Nicola Wenderoth, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland ergänzt: „Nach 16 Jahren findet das Reha-Kolloquium endlich wieder in unserer Region statt. Als Mitausrichterin freuen wir uns, die Expertinnen und Experten im März in der Messestadt Leipzig begrüßen zu können.“
Das Reha-Kolloquium tagt vom 24. bis 26. März 2026 hier:
Leipzig Messe: Congress Center Leipzig (CCL)
Seehausener Allee 1, 04356 Leipzig
Medienvertreterinnen und -vertreter können sich per E-Mail an
pressestelle@drv-bund.de oder presse@drv-md.de
akkreditieren und erhalten damit kostenfreien Zutritt zum Reha-Kolloquium.
„Aktuelle Analysen der Deutschen Rentenversicherung belegen den messbaren volkswirtschaftlichen Nutzen von Rehabilitation. Ein in die Rehabilitation der Rentenversicherung investierter Euro kann einen volkswirtschaftlichen Nutzen von bis zu 5 Euro entfalten“, sagt Roßbach. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass der Nutzen rehabilitativer Leistungen je nach Bedarfslage unterschiedlich ausfällt. Hier setzt die Diskussion um faire und passgenaue Rehabilitation an. „Die wissenschaftlich fundierte Weiterentwicklung von Teilhabeleistungen ist wichtig, um den Versicherten auch künftig das bestmögliche Versorgungsangebot unterbreiten zu können“, weiß Kristin Ristow, Abteilungsleiterin Reha-Strategie und Sozialmedizinischer Dienst bei der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland.
Mehr als 300 wissenschaftliche Vorträge und Diskussionsformate
Ein zentraler inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf den sozialen Einflussfaktoren von Gesundheit und Teilhabe, die beispielsweise Prof. Dr. Nico Dragano von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf in seiner Keynote „Gesundheitliche Ungleichheit in der Erwerbsbevölkerung“ am Mittwoch (11 Uhr/Saal 1) einordnet. Vorträge zum Pilotprojekt „RV Proaktiv“, einem neuen Ansatz der Deutschen Rentenversicherung, bei dem proaktiv auf die Versicherten zugegangen wird, beleuchten konkrete Ansätze zum Umgang mit gesundheitlicher Ungleichheit und zeigen, wie der Zugang zu Rehabilitation weiterentwickelt werden kann. Erfahrungen mit dem Fallmanagement der Deutschen Rentenversicherung zeigen, wie individuelle Bedarfslagen koordiniert aufgegriffen und Leistungen zielgerichtet zusammengeführt werden können.
Weitere ausgewählte Programmpunkte:
- Podiumsdiskussion „Fairsorgt in der Reha?“ zu Zugängen, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten im Versorgungssystem mit Prof. Dr. Nico Dragano, Brigitte Gross, Direktorin bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gülcan Miyanyedi, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation und Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes (Mittwoch, 11:30 Uhr/Saal 1)
- Keynote „Geschlechtersensible Rehabilitation, ja bitte!" von Prof. Dr. Ute Seeland, Otto-von-Guericke-Universität, (Dienstag, 11 Uhr/Saal 1)
- „Versorgungslücken schließen: Gesundheitliche Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen“: Keynote von Prof. Dr. Birgit Prodinger von der Universität Augsburg am Donnerstag (11 Uhr/Saal 1).
Das vollständige Programm finden Sie online hier.
Insgesamt macht das 35. Reha-Kolloquium sichtbar, wie die Deutsche Rentenversicherung Wirksamkeit, Fairness und Weiterentwicklung der Rehabilitation zusammen denkt und aktiv gestaltet.