Deutsche Rentenversicherung

Informationen für Ärzte, (Psycho-)Therapeuten und Fachkräfte aus dem Sozial- und Bildungswesen

rehapro Modellprojekt „KiZ – Kinder im Zentrum“

Was können Sie als Ärzte, (Psycho-)Therapeuten oder Fachkräfte aus dem Sozial- und Bildungswesen tun?

Sie als Arzt, (Psycho-)Therapeut oder Fachkraft aus dem Sozial- und Bildungswesen nehmen schon immer eine wichtige Rolle im Reha-Prozess ein und beson­ders im Modellprojekt KiZ. Sie haben regelmäßig Kontakt zu Kindern und Jugendlichen und können einen etwaigen Reha-Bedarf einschätzen. Dies würden wir gerne für das Projekt KiZ nutzen und Sie bitten, die jeweiligen Familien auf KiZ aufmerksam zu machen (z. B. mit dem Flyer für Eltern und Erziehungsberechtigte

Wer kann an KiZ teilnehmen?

Am rehapro Modellprojekt KiZ nehmen chronisch erkrankte Kinder und Jugendliche mit vorrangiger Erst- und Zweitdiagnose im Bereich psychischer und Verhaltensstörungen mit Komorbiditäten und Adiposi­tas bzw. ernährungsbezogenen Erkrankungen aus dem Re­gierungsbezirk Schwaben teil. Im Einzelfall werden auch chronisch kranke Kinder und Jugendliche mit anderen medizinischen Diagnosen aus Schwaben ins KiZ-Projekt aufgenommen.

Was ist das Besondere an KiZ?

Im Reha-Versorgungsprozess sollen insbesondere die Schnittstellen vor und nach der stationären Reha optimiert werden. KiZ setzt hier an und möchte das Kind oder den Jugendlichen und die Eltern kontinuierlich begleiten.

Die Rehalotsen unterstützen das Kind oder den Jugendlichen und die Eltern

  • bei der Antrag­stellung,
  • in der Vorbereitung auf die Reha,
  • während des Aufenthalts in der Reha-Klinik in enger Absprache mit dem dortigen KiZ-Team,
  • beim Übergang von der Reha-Klinik nach Hause,
  • bei einer möglichen ambulanten Nachsorge

in sämtlichen Reha-Ange­legenheiten und halten mit allen beteiligten Akteuren (Leistungserbringern, Ärzten, Reha-Klinik, ggf. Nachsorgeeinrichtung) Kontakt.

Wer sind die Rehalotsen?

Die Rehalotsen sind qualifizierte Fachkräfte ( u. a. aus den Disziplinen Sozialpädagogik, Erziehungswissenschaften, Ergotherapie), die beim Institut für Sozialmedizin in der Pädiatrie Augsburg e.V. (ISPA) zusätzlich eine zertifizierte Ausbildung zum Case Manager (m/w/d) (DGCC) absol­viert haben. Die Rehalotsen entwickeln durch aktive Aufklärungsarbeit und die Einbindung lokaler Akteure des Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesens ein Netzwerk, durch das Teilneh­mende für KiZ gewonnen und begleitet werden können.

Wenn Sie Fragen zur Teilhabebegleitung im Projekt KiZ haben, wenden Sie sich bitte an ISPA e.V. (Tel.: 0821 999 707 88).

Projektverlauf

  1. Familie erfährt von KiZ und kontaktiert Rehalotsin/Rehalotsen von ISPA e. V.

  2. Nach dem Beratungsgespräch mit dem Rehalotsen: Reha-Antrangstellung bei der DRV Schwaben/DRV Bund in Absprache mit ihrem (Kinder- und Jugend-)Arzt oder Therapeuten

  3. Nach der Reha-Bewilligung: Rehaantritt in einer der drei Reha-Kliniken der KJF Augsburg

  4. Sofern von der Reha-Klinik empfohlen: Wohnortnahe Versorgung