Schutz von Patienten und Beschäftigten hat Vorrang

Deutsche Rentenversicherung Bund muss Gebäude der „Rheumaklinik“ in Bad Aibling Ende April stilllegen.

Datum: 31.03.2026

Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund) stellt den klinischen Betrieb ihrer „Rheumaklinik“ in Bad Aibling Ende April 2026 ein. Diese Entscheidung ist die unmittelbare Folge einer nun abgeschlossenen, validen bautechnischen Bewertung der Gebäudesubstanz. Die Sicherheit für Patientinnen und Patienten und Beschäftigte steht an erster Stelle.

In den vergangenen Wochen haben sich Hinweise und Belege für schwerwiegende Mängel bei Gebäudetechnik, Dach und Brandschutz verdichtet. Nach umfassender Prüfung und den festgestellten akuten Mängeln ist dieser harte Schritt unumgänglich. Parallel dazu wurden die Optionen geprüft, um Sanierungen im laufenden Betrieb zu ermöglichen. Dies ist angesichts der nötigen Instandsetzungen nicht möglich. „Gesundheit und Sicherheit von Patientinnen, Patienten und Beschäftigten haben für uns absolute Priorität. Die fachliche Gewissheit über diese Mängel lässt uns keine andere Wahl, als den Betrieb ohne Verzug einzustellen“, erklärt Brigitte Gross, Direktorin der DRV Bund.

Standortsicherung und Mitarbeiterperspektive

Trotz der Stilllegung des Gebäudes bekennt sich die DRV Bund ausdrücklich zum Gesundheitsstandort Reha-Zentrum Bad Aibling. Die medizinische Versorgung wird künftig vollständig in der technisch funktionsfähigen Infrastruktur der Klinik „Wendelstein“ konzentriert. Sie bietet die notwendige Kapazität, um die Versorgungsqualität in der Region auf hohem Niveau fortzuführen. Die Patientinnen und Patienten aus der „Rheumaklinik“ werden dort aufgenommen und können ihre Behandlung beenden. Die Expertise der Kolleginnen und Kollegen in der Reha-Einrichtung ist hochgeschätzt und unverzichtbar. Ziel ist es, ihnen eine individuelle Perspektive am Standort zu ermöglichen.

Fragen und Antworten zur Stilllegung der „Rheumaklinik“ in Bad Aibling

Was ist der Grund für die kurzfristige Entscheidung zur Stilllegung?

In den vergangenen Wochen und Monaten haben sich nach intensiven und mehrstufigen fachlichen Prüfungen die Hinweise auf schwerwiegende Mängel bei der Gebäudetechnik, dem Dach und beim Brandschutz verdichtet. Auf Basis der nun vorliegenden fachlichen Gewissheit über diese akuten Defizite ist dieser harte Schritt unumgänglich geworden. Da die Betriebssicherheit unter diesen Umständen nicht mehr vollumfänglich garantiert werden kann, ist die Stilllegung des Gebäudes zu Ende April zum Schutz von Gesundheit und Unversehrtheit unserer Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitenden absolut prioritär und zwingend geboten.

Was passiert mit Patientinnen und Patienten, die aktuell in Behandlung sind oder eine Anreise geplant haben?

Laufende medizinische Reha-Leistungen werden ordnungsgemäß beendet oder in die technisch funktionsfähige Infrastruktur der Klinik „Wendelstein“ übergeleitet. Alle Anreisen werden gestoppt, wobei die betroffenen Personen zur Umbuchung aktiv kontaktiert werden.

Welche Auswirkungen hat die Stilllegung auf die Klinik „Wendelstein“?

Die medizinische Versorgung in den betroffenen Indikationen wird in gewohnter Qualität am Standort in der Klinik „Wendelstein“ fortgeführt. Überdies werden Kapazitäten in einem Ausweichquartier geprüft.

Warum werden die Mängel nicht im laufenden Betrieb behoben?

Angesichts der Größenordnung der notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen, die nach ersten Schätzungen im zweistelligen Millionenbereich liegen dürften, ist eine Sanierung derzeit nicht realistisch. Ein sicherer Betrieb während der mehrjährigen Bauzeit ist technisch nicht möglich und würde die vollständige Sperrung des Hauses erfordern.

Was geschieht mit den Mitarbeitenden der „Rheumaklinik“?

Die DRV Bund bekennt sich ausdrücklich zu ihren Beschäftigten am Standort Bad Aibling. Es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, für alle Mitarbeitenden Perspektiven und Einsatzmöglichkeiten zu schaffen. Alle Betroffenen werden in diesem Prozess eng begleitet, um individuelle Lösungen für ihre berufliche Zukunft zu finden.