Tag der Selbstverwaltung am 18. Mai

Versicherte engagieren sich ehrenamtlich im Gesundheitswesen und in der Rentenversicherung

Datum: 13.05.2026

Viele Versicherte engagieren sich ehrenamtlich in den Gremien der gesetzlichen Krankenkassen und der gesetzlichen Rentenversicherung. Gemeinsam mit Vertretern der Arbeitgeber gestalten sie dort wichtige Entscheidungen mit und sorgen als soziale Selbstverwaltung dafür, dass die Sozialversicherung praxisnah und im Interesse der Beitragszahler gestaltet wird. Darauf machen die Ersatzkassen (TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk und HEK) und die Deutsche Rentenversicherung Bund anlässlich des Tages der Selbstverwaltung am 18. Mai aufmerksam. Die Ehrenamtlichen sind selbst Versicherte und kennen aus eigenem Erleben die Interessen und Probleme der Versicherten und Rentner. Ihr Tätigkeitsfeld ist groß: In den Verwaltungsräten der Krankenkassen, den Vertreterversammlungen der Rentenversicherung, den Widerspruchsausschüssen, den Verwaltungsräten beim Medizinischen Dienst sowie als Versichertenberater der Rentenversicherung setzen sie sich für die Belange der Versicherten und Rentner ein.

„Solidarität und soziale Gerechtigkeit leiten das Engagement der Ehrenamtlichen in der Sozialen Selbstverwaltung“, betont Uwe Klemens, Vorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek). „Für diese starken Überzeugungen bringen sie viel eigene Zeit und Fachkompetenz ein, um gesundheitliche Versorgung und Services mitzugestalten. Sie sind dabei eine wichtige Ergänzung und Korrektiv der hauptamtlichen Verwaltung.“

„Die soziale Selbstverwaltung ist das Fundament, auf dem Vertrauen und Gerechtigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung stehen“, erklärt Rüdiger Herrmann, Vorsitzender der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund. „Menschen, die sich hier ehrenamtlich engagieren, bringen nicht nur Zeit ein, sondern Verantwortungsbewusstsein und den festen Willen, die Interessen von Millionen Versicherten und Rentnern fair zu vertreten. In einer komplexen Welt sorgt dieses Engagement dafür, dass Entscheidungen nah an den Menschen bleiben – unabhängig, ausgewogen und getragen von echter Mitwirkung.“

Die Ersatzkassen und die Deutsche Rentenversicherung Bund begrüßen die Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, beim ersten deutschlandweiten Ehrentag zum Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai 2026 das gemeinsame Tun in den Mittelpunkt zu stellen. Gemeinsames Gestalten bringt die Menschen zusammen, so Klemens und Herrmann, stärkt das Gemeinwohl und festigt die Demokratie. Ehrenamtliches Engagement wie in der Sozialen Selbstverwaltung ist dabei ein elementarer Bestandteil.

Arbeitsfelder der Sozialen Selbstverwaltung

Die Verwaltungsräte bei den Krankenkassen und die Vertretersammlungen bei der gesetzlichen Rentenversicherung sind die wichtigsten Entscheidungsgremien der Sozialversicherungsträger. Diese ehrenamtlichen Sozialparlamente werden bei den Sozialwahlen von den beitragszahlenden Versicherten und Rentnern gewählt. Sie sind an maßgeblichen Grundsatzentscheidungen beteiligt, kontrollieren den Haushalt, und wählen den Vorstand. Auch über Bonusprogramme und Leistungen entscheiden sie mit. In den Widerspruchsausschüssen prüfen ehrenamtliche Versicherten- und Arbeitgebervertreter Widersprüche von Versicherten gegen Leistungsentscheidungen der jeweiligen Krankenkasse oder der Rentenversicherung.

Daneben engagieren sich Ehrenamtliche der Krankenkassen in den Verwaltungsräten beim Medizinischen Dienst in den Ländern und beim Bund. Die Medizinischen Dienste führen Begutachtungen zur Pflegebedürftigkeit durch, prüfen die Qualität von Pflegeeinrichtungen und geben den Krankenkassen aus sozialmedizinischer Sicht Empfehlungen zur medizinisch-pflegerischen Versorgung. Für die gesetzliche Rentenversicherung leisten die ehrenamtlichen Versichertenberater einen wichtigen Beitrag: Bundesweit unterstützen und beraten sie Menschen aus der Nachbarschaft bei der Rentenantragsstellung, nehmen Anträge zur Klärung des persönlichen Versicherungskontos auf und informieren anhand der Versicherungsverläufe zu Möglichkeiten des persönlichen Rentenbeginns sowie zu vielen anderen Angelegenheiten der gesetzlichen Rentenversicherung.

„Mitreden!“: Informationsinitiative zur Sozialen Selbstverwaltung

Mit der Initiative „Mitreden!“ informieren die Deutsche Rentenversicherung Bund und der Verband der Ersatzkassen gemeinsam über die Soziale Selbstverwaltung: Wie Soziale Selbstverwaltung funktioniert, welche Menschen dahinterstehen und wie Versicherte mitentscheiden können, was bei Rente und Gesundheit passiert. Weitere Informationen finden Sie auf www.sozialwahl.de sowie bei Instagram und LinkedIn.

Kontakt

Una Großmann 
Deutsche Rentenversicherung Bund 
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 
Kommunikation Ruhrstraße 2 
10709 Berlin 
E-Mail: pressestelle@drv-bund.de

Michaela Gottfried
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Askanischer Platz 1
10963 Berlin
E-Mail: presse@vdek.com