Deutsche Rentenversicherung

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Gesetzliche Rente ist auch in Krisenzeiten stabil

Datum: 22.06.2020

Für die Öffentlichkeit live ins Foyer der Hauptverwaltung übertragen, für die Mitarbeitenden live an den Arbeitsplatz gestreamt: Die Corona-Pandemie gab der heute in Speyer stattgefundenen Vertreterversammlung einen neuen Rahmen. Im großen Sitzungssaal konnte das Parlament des rheinland-pfälzischen Rentenversicherungsträgers unter Leitung von Dietmar Wenderoth von der Arbeitgeberseite mit gebührendem Abstand tagen. Vier Vertreter waren per Videokonferenz zugeschaltet.

Auch in Corona-Zeiten stabile Finanzen

Dank einer Ende 2019 gut gefüllten Nachhaltigkeitsrücklage von über 40 Milliarden Euro ist die Deutsche Rentenversicherung bisher gut durch die Corona-Krise gekommen. „Wir werden aber am Jahresende 2020 die Folgen der Krise bei den Beitragseinnahmen spüren“, informierte Vorstandsvorsitzender Dietmar Muscheid (Versichertenseite) die Delegierten mit Blick auf die bundesweiten Finanzen. Obwohl die Zahl der Bezieher von Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld I gestiegen ist, rechnet die Rentenversicherung derzeit mit einem moderaten Defizit im einstelligen Milliardenbereich. Zugute kommt der größten Säule der Alterssicherung hier, dass sie weiterhin Beiträge aus 80 Prozent des ausgefallenen Bruttolohns erhält. Das stabilisiert die gesetzliche Rentenversicherung bei Turbulenzen am Arbeitsmarkt.

Spürbares Rentenplus

Die Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können sich freuen: Zum 1. Juli steigen die Renten in den alten Bundesländern mit 3,45 Prozent deutlich. Sie profitieren von der guten wirtschaftlichen Entwicklung der Jahre 2018 und 2019. "Die Rentenanpassung stärkt spürbar die Kaufkraft der Rentnerinnen und Rentner und die Wirtschaft braucht jetzt Impulse auf der Nachfrageseite“, so Muscheid.

Zwischen Boom und Corona

Im Kerngeschäft der DRV Rheinland-Pfalz hat sich der Boom des letzten Jahres bis zum Beginn der Corona-Pandemie im März fortgesetzt. Mit einem Plus von 5,5 Prozent fiel der Anstieg bei den Reha-Anträgen besonders stark aus, gefolgt von der Beratung mit 2,5 Prozent und den Rentenanträgen von 1,1 Prozent. Gab es bei den Reha-Antägen ab März einen Einbruch, war die Beratung auch während des Lockdowns weiterhin gut gefragt. An den Servicetelefonen standen die Berater Rede und Antwort und führten auch durch die elektronischen Anträge. „Von der Videoberatung bis zu den Online-Services wollen wir unsere digitalen Angebote weiter ausbauen“, so Matthias Förster für die Geschäftsleitung.

Auch in den vier Reha-Kliniken der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz lief der Betrieb während Corona weiter. Geschäftsführerin Saskia Wollny: „Wir haben unsere Kliniken bewusst offen gehalten, auch um die Akutkrankenhäuser zu entlasten“ Mit einer auf 70 Prozent reduzierten Belegung können die Patienten gut und sicher versorgt werden.

Rentenkommission bestätigt bisherigen rentenpolitischen Kurs

Mit einem klaren Bekenntnis zum umlagefinanzierten Rentensystem bestätigte Ende März die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission den bisherigen rentenpolitischen Kurs. Darüber hinaus schlägt sie beispielsweise vor, die 2019 eingeführten Haltelinien für Beitragssatz und Rentenniveau beizubehalten und Prävention und Rehabilitation weiter zu verbessern. Zu einer weiteren Anhebung der Altersgrenzen hat sich die Rentenkommission nicht geäußert. Sie empfiehlt, diese Frage ab 2026 zu entscheiden.