EU AI Act: Deutsche Rentenversicherung Bund wirkt im EU-Beratungsgremium mit
Datum: 14.07.2026
Die Deutsche Rentenversicherung Bund bringt künftig ihre Expertise in das Advisory Forum zum europäischen AI Act ein und unterstützt damit die Europäische Kommission bei der Umsetzung des Gesetzes zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in Europa. Die Berufung in das Gremium erfolgte über die Deutsche Sozialversicherung Europavertretung, die die Interessen der deutschen Sozialversicherung auf EU-Ebene wahrnimmt.
Als eine der größten Sozialversicherungseinrichtungen Europas verfügt die Deutsche Rentenversicherung Bund über umfassende Erfahrungen in sozialer Sicherung und digitaler Verwaltung. Diese Expertise bringt sie nun in das europäische Gremium, dem sogenannten Advisory Forum, ein. Das Advisory Forum berät die Europäische Kommission und das AI Board – bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der EU-Mitgliedstaaten - bei der Umsetzung und Durchsetzung des EU AI Act. Bei dem EU AI Act handelt es sich um ein Gesetz, das den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Europa regeln soll. „Als gesetzliche Rentenversicherung tragen wir Verantwortung für Millionen von Menschen in Deutschland. Diese Perspektive werden wir auf europäischer Ebene einbringen und die digitale Zukunft Europas beim Einsatz Künstlicher Intelligenz aus der Sicht der öffentlichen Verwaltung mitgestalten und vorantreiben", erklärt Dr. Matthias Flügge, Direktor der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Verantwortung für ein digitales Europa
Der EU AI Act sieht die Einrichtung eines Advisory Forum vor. Das Beratergremium soll unabhängige fachliche Expertise bereitstellen, u.a. zu Fragen der Standardisierung, der konkreten Anwendung von Künstlicher Intelligenz oder der praktischen Umsetzung des Rechtsrahmens. Die 174 Mitglieder aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wurden aus über 700 Bewerbungen ausgewählt und für jeweils zwei Jahre berufen. Dr. Michael Tekieli, Leiter des KI-Labors der Deutschen Rentenversicherung Bund, wird die Deutsche Sozialversicherung Europavertretung in diesem hochrangigen Beratungsgremium vertreten. „Dies zeigt die Bedeutung der Deutschen Rentenversicherung Bund für ein soziales, verantwortungsvolles und praxistaugliches Europa“, erklärt Flügge. Wo Künstliche Intelligenz künftig stärker in Verwaltung, Versorgung und öffentliche Dienstleistungen hineinwirkt, braucht es nicht nur technologische Kompetenz, sondern auch den klaren Blick auf Rechtsstaatlichkeit, Transparenz und Akzeptanz der Menschen, die von solchen Systemen betroffen sind. „Gerade öffentliche Institutionen müssen ihre praktische Erfahrung einbringen, damit Künstliche Intelligenz in Europa nicht nur leistungsfähig, sondern auch nachvollziehbar, fair und vertrauenswürdig gestaltet wird. Die Deutsche Rentenversicherung Bund will dazu beitragen, dass der technologische Fortschritt den Sozialstaat stärkt und das Vertrauen in öffentliche Institutionen festigt", unterstreicht Flügge.
KI bei der DRV Bund: systematisch, nachhaltig und verantwortungsvoll
Beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz verfolgt die Deutsche Rentenversicherung Bund einen systematischen und nachhaltigen Ansatz. Eine umfassende KI-Strategie legt die Grundlage für den effektiven und langfristigen Aufbau von KI entlang zentraler Handlungsfelder: Daten, Infrastruktur, Kultur, Regulatorik und Organisation. Ein eigenes KI-Labor mit spezialisierten Fachkräften sowie ein interdisziplinär besetztes KI-Board zur Steuerung von Einsatz und Weiterentwicklung ergänzen dieses strategische Fundament. „Themen wie Automatisierung von Verwaltungsverfahren, Entscheidungsunterstützung, Transparenz gegenüber Bürgerinnen und Bürgern, Datenschutz und Nichtdiskriminierung sind für einen Sozialversicherungsträger wie die Deutsche Rentenversicherung Bund von zentraler Bedeutung – und genau diese Praxiserfahrung wird sie in das Advisory Forum einbringen“, betont Flügge.