Vorbild für gesunde Klinikverpflegung
Datum: 28.08.2026
Dr. Andreas Philippi, Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, besichtigte gemeinsam mit Andree Nienkemper, Kaufmännischer Direktor des Reha-Zentrums Bad Pyrmont und Brigitte Gross, verantwortliche Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund für den Bereich Rehabilitation in Berlin, die Küche und den Speisesaal des Rehazentrums, nebst Essensausgabe und Ernährungsberatung.
Im Fokus des Minister-Besuchs stand die gesundheitsfördernde und nachhaltige Klinikverpflegung. Rund 30 Gäste begleiteten den Termin. Darunter Jan Miede, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover und der neu gewählte Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund, Klaus Overdiek.
Der Besuch des „Leuchtturmprojektes“ fand auf Initiative des Ernährungsrates Niedersachsen e. V. statt. Dieser setzt sich für eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Klinikverpflegung ein sowie deren landesweiten Ausbau. Entscheidende Kriterien für eine Einstufung der Klinik Weser als „Klinik mit vorbildlichem Verpflegungskonzept“ sind unter anderem eine eigene Frischeküche, die DGE-Zertifizierung und die Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten. Die Klinik Weser gehört in Niedersachsen zu den wenigen Einrichtungen, die diese Kriterien in besonderem Maße erfüllen. „Die Klinik Weser zeigt beispielhaft, wie eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Verpflegung in Reha-Einrichtungen aussehen kann. Damit hat sie einen Vorbildcharakter auch für weitere Einrichtungen in Niedersachsen. Denn gute Ernährung kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und den Heilungsprozess beschleunigen“, betonte Philippi am Rande seines Besuchs. Das in der Klinik Weser zubereitete Essen wird auch an die Kooperationsstandorte Kliniken Brunswiek und Friedrichshöhe der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover in Bad Pyrmont, verteilt.
Frischeküche als Grundlage
„Wir hatten bereits vor der Zertifizierung Erfahrungen mit gesunder Ernährung durch unsere eigene Frischeküche gesammelt, auf die wir aufbauen konnten. Der herausfordernde Prozess zur DGE-Zertifizierung hat sich dennoch gelohnt, heute bekommen wir viel positives Feedback unserer Rehabilitanden – über soziale Medien, Bewertungsportale und interne Befragungen“, erläuterte Nienkemper.
Das Reha-Zentrum Bad Pyrmont ist eine Kooperation der Therapiezentren Brunswiek und Friedrichshöhe (DRV Braunschweig-Hannover) und der Klinik Weser (DRV Bund). Die Einrichtung ist spezialisiert auf Orthopädie, Anschlussheilbehandlungen, verhaltensorientierte Rehabilitation und psychosomatische Medizin. Dafür stehen im Reha-Zentrum Bad Pyrmont insgesamt 575 Plätze für stationäre und ambulante Behandlungen zur
Verfügung. Eines der ersten Projekte zu Beginn der Kooperation im Jahr 2006 war die gemeinsame Speisenversorgung. Dafür wurde 2007 die Zentralküche in die Klinik Weser verlegt. In der Küche bereiten 20 Mitarbeitende und fünf Auszubildende täglich rund 600 Mahlzeiten zu.
Das besondere Ziel: Rehabilitandinnen und Rehabilitanden wie auch Beschäftigten gesunde und ausgewogene Mahlzeiten anzubieten. Mit einer inspirierenden und qualitativ hochwertigen Ernährung sollten sich Körpergefühl und Wohlbefinden verbessern und positiv auf die seelische Verfassung auswirken. Das Essen soll als kulinarisches Erlebnis einen neuen Stellenwert bekommen und eine gesunde Lebensweise anregen, die nach dem Aufenthalt in der Reha-Einrichtung auch in den Alltag zuhause integriert werden kann.
Hier auch die vollständige Pressemeldung der Deutschen Rentenversicherung Bund zu dem Besuch des Ministers im Rehazentrum.