Föderalismus statt Zentralisierung: Deutsche Rentenversicherung Nordbayern setzt auf regionale Selbstverwaltung
Gezielte Weiterentwicklung statt Zentralisierung
Datum: 27.10.2026
Die Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern spricht sich gegen eine Zusammenführung der Träger der DRV in einer bundeseinheitlich gesteuerten Organisation aus. Sie plädiert dafür, die Organisation zu modernisieren – jedoch mit föderalen Strukturen und der demokratischen Mitwirkung der Selbstverwaltung.
Damit wendet sich die DRV Nordbayern gegen ein sogenanntes „Zielbild“ für die DRV, über das Table Briefings berichtet hat. Das Zielbild sieht neben einer Zentralisierung der DRV nach dem Vorbild der Bundesagentur für Arbeit den Abbau regionaler Strukturen der Selbstverwaltung vor.
Vertrauen braucht Verankerung in der Region
Der amtierende Vorstandsvorsitzende der DRV Nordbayern, Patrick Püttner, erklärt: „Für eine Modernisierung der Strukturen sind wir offen. Jedoch sollten wir in Ruhe analysieren, wo Effizienzgewinne zu erwarten sind und wo bisherige Strukturen mehr Agilität und Innovation versprechen. Reformen sind nur dann zielführend, wenn sie messbare Erfolge liefern. Die fachliche Umsetzung der kommenden Rentenreform sollte Vorrang vor einer Organisationsreform haben, um Umsetzungsrisiken zu minimieren“.
Für den alternierenden Vorstandsvorsitzenden der DRV Nordbayern, Herrn Stephan Doll, geht mit einer voreiligen Zentralisierung die Nähe zu den Menschen verloren. „Die Rentenversicherung lebt vom Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Dieses entsteht nicht in einer anonymen Zentralbehörde, sondern durch verlässliche Ansprechpartner vor Ort und einer demokratischen Mitbestimmung durch die Beitragszahlenden der Region. Die Selbstverwaltung der DRV Nordbayern setzt sich für guten Service, Ausbildungs- und Arbeitsplätze und Investitionen in unserer Region ein, die neue Rotmainklinik ist ein hervorragendes Beispiel“.
Die Selbstverwaltung der DRV Nordbayern plädiert für notwendige Modernisierungen, warnt aber vor übereilten Weichenstellungen. Sie fordert stattdessen eine Reform mit Augenmaß, die die Demokratie an der Basis stärkt, anstatt sie abzubauen.
Hintergrund:
Die Deutsche Rentenversicherung Nordbayern betreut rund 1,7 Millionen Versicherte und 868.000 Rentnerinnen und Rentner. Mit ihren Auskunfts- und Beratungsstellen sowie eigenen Rehabilitationskliniken bietet sie einen umfangreichen Service und hochqualifizierte Reha-Leistungen. Sie ist Verbindungsstelle für Brasilien, Portugal, die Republik Moldau, Rumänien und die Türkei.
Sie begleitet ihre Versicherten ein Arbeitsleben lang – von der Ausbildung bis zur Rente. Aktuelle Stellenangebote, Informationen und Einblicke zu dieser verantwortungsvollen Aufgabe als Teil des Sozialsystems unter: www.drv-nordbayern-karriere.de und bei Instagram @drv_nordbayern
Weitere Informationen zur DRV Nordbayern und deren Klinikverbund: