Ausbildung und Studium
Wir bilden aus
Hoch qualifizierte Beschäftigte sind für uns existenziell wichtig. An der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen – Abteilung Münster – und in der Hauptverwaltung in Münster werden in einer dreijährigen Studienzeit die Studierenden zum Bachelor of Laws (LL.B.) und Bachelor of Arts (Verwaltungsinformatik) ausgebildet. Daneben bilden wir in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Berufskollegs Sozialversicherungsfachangestellte, Bauzeichnerinnen und Bauzeichner sowie Kaufleute für Digitalisierungsmanagement aus. Ganz neu startete im September 2024 unser Bachelorstudiengang Betriebsprüfung. Ein besonderer Fokus des Studiums liegt auf den Bereichen Sozialversicherungs- und Steuerrecht.
Aus- und Fortbildung - Stand: 31.12.2025
| Summe | 269 |
| Studierende Bachelor of Laws, Studiengang Rentenversicherung | 123 |
| Studierende Bachelor of Laws, Studiengang Betriebsprüfdienst | 10 |
| Studierende Bachelor of Arts, Studiengang Verwaltungsinformatik | 5 |
| Sozialversicherungsfachangestellte | 84 |
| davon berufsbegleitende Ausbildung | 17 |
| Bauzeichnerin, Bauzeichner | 2 |
| Kaufmann für Digitalisierungsmanagement | 1 |
| Fortzubildende der gehobenen Funktionsebene | 27 |
Ein erfolgreicher erster Studiengang
Paula Terkuhlen und Thilo Saenger sind die ersten, die das Bachelorstudium Verwaltungsinformatik in der Deutschen Rentenversicherung Westfalen absolvierten und im Sommer 2025 erfolgreich abschlossen. Von insgesamt 24 Prüfungsleistungen schaffte Paula Terkuhlen 11-mal eine 1,0 und 10-mal die Note 1,3. Für Christian Schöppner war ihre Graduierungsfeier nach 37 Dienstjahren einer der letzten Festakte als Direktor der Deutschen Rentenversicherung Westfalen. Er freute sich über die Festanstellung der beiden Talente und gab ihnen bei der Überreichung der Urkunden mit: „Man kann es hier sehr gut aushalten.“
Von der Theorie in die Praxis
Studierende im Außendienst
Samira Öffler startete 2024 als eine der ersten fünf Studierenden der Deutschen Rentenversicherung Westfalen in unserem neuen Bachelor-of-Laws-Studiengang Schwerpunkt Betriebsprüfdienst. Dieses duale Studium an der Hochschule des Bundes dauert drei Jahre und ist in Trimester gegliedert. Die ersten vier Monate fanden in Berlin statt. Danach ging es für die angehenden Betriebsprüferinnen und Betriebsprüfer der Deutschen Rentenversicherungen Westfalen und Bund nach Bochum in Nordrhein-Westfalen, wo sie die restliche Studienzeit verbringen werden. Im Sommer 2025 stand die erste Praxisphase auf dem Studienplan. Samira Öffler war für vier Monate im Regionalbüro des Betriebsprüfdienstes in Bielefeld. Die Nachwuchskraft wurde dort einem festen Prüfteam zugeordnet, mit dem sie auch in den Außendienst fuhr.
Wohin geht es im Außendienst?
In unserem gemeinsamen digitalen Kalender kann ich einsehen, wann ich zu einer Betriebsprüfung vor Ort mitgenommen werde und wohin es gehen wird. Bei einer Betriebsprüfung im Außendienst fahren wir nicht nur zu großen, sondern auch zu kleineren Betrieben. Manche Prüfungen finden gelegentlich direkt in einem Steuerberatungsbüro statt, wenn die Unterlagen dorthin gegeben wurden.
Bearbeiten Sie auch eigene Fälle?
Kleine Betriebe mit wenigen Beschäftigten schicken die Unterlagen häufig digital zu. Solche Fälle bekomme ich zur Übung. Im Regionalbüro in Bielefeld setze ich mich mit dem zuständigen Betriebsprüfer zusammen, der meine Ergebnisse geprüft hat und mir dann erläutert, was ich beachten muss. Beim Sichten und Bearbeiten aufwendigerer Fälle werde ich mit einbezogen. Hier schauen wir gemeinsam, was zu tun ist, und was ich übernehmen kann.
Wird alles digital geprüft?
Vieles schon. In manchen Betrieben gibt es durchaus noch dicke Ordner mit Papierunterlagen, die von uns durchgesehen werden müssen. So ganz papierlos sind wir da in Deutschland doch noch nicht. Die Pflicht zur elektronisch unterstützten Betriebsprüfung, kurz euBP, kommt 2027. Mal schauen, wie das läuft.
Was ist Ihnen bisher bei Betriebsprüfungen aufgefallen?
Es ist nicht immer so, dass die Betriebe zu wenig Sozialabgaben leisten. Manch einer hat seine Beschäftigten auch aus Unwissenheit falsch zugeordnet und somit zu viel bezahlt. Oftmals wurde eine neue Rechtsprechung nicht berücksichtigt, da heißt es dann ‚Das haben wir hier gar nicht mitbekommen‘. Das kann ich gut nachvollziehen. Sie stellen ihr Programm daraufhin um und alles läuft korrekt. Die Fehler sind mal gravierend, und mal klein. Das ist völlig unterschiedlich.
Was haben Sie in der Praxisphase gelernt?
Die gelernte Theorie direkt 1:1 in die Praxis umzusetzen, ist nicht immer möglich. Da musste ich schon genauer hinsehen. Ich werde aber immer sicherer und habe verstanden, auf welche Feinheiten ich achten muss.
Diese Informationen sind Bestandteil des digitalen Jahresberichts für das Jahr 2025. Der Bericht ist am 15. Juli 2026 erschienen.