Neustart für die Gesundheit: Während der Reha rauchfrei werden
Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai informiert die DRV Bund, wie Rehabilitandinnen und Rehabilitanden bei der Raucherentwöhnung unterstützt werden können.
Datum: 29.05.2026
Beim Thema Rauchstopp denkt man nicht gerade als erstes an eine Reha. Dabei ist ein Rauchstopp während einer medizinischen Rehabilitation eine ideale Gelegenheit: Die Kliniken sind in der Regel rauchfrei und bieten mit gezielter Nikotinentwöhnung eine strukturierte Unterstützung an, um sich dauerhaft von der Nikotinabhängigkeit zu befreien. Wie ein Rauchstopp während der Rehabilitation gelingen kann, zeigt die Deutsche Rentenversicherung Bund anlässlich des diesjährigen Weltnichtrauchertages am 31. Mai.
Rund ein Fünftel der Menschen in Deutschland rauchen. Ihr Anteil ist damit im Vergleich zu 2021 nahezu unverändert, so die Ergebnisse des Mikrozensus, einer jährlichen Umfrage in deutschen Haushalten. Männer (22,4 Prozent) rauchen häufiger als Frauen (15,8 Prozent), am stärksten ist der Nikotinkonsum bei den 40- bis 44-Jährigen. Nach einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit nimmt das Rauchen unter Jugendlichen wieder zu, insbesondere in Form von E-Zigaretten: Demnach rauchten im Jahr 2025 fast zehn Prozent der Zwölf- bis Siebzehnjährigen. Parallel dazu sinkt die Zahl an Menschen, die in den vergangenen zwölf Monaten versucht hat, mit dem Rauchen aufzuhören.
Entwöhnungsbehandlung während der Reha
Nikotin, das auch in E-Zigaretten enthalten ist, verfügt über ein sehr hohes Suchtpotential. Zwei Drittel der Rauchenden sind psychisch und körperlich davon abhängig – mit weitreichenden Folgen für die Gesundheit. Mögliche Folgeerkrankungen können Lungenerkrankungen wie COPD oder Lungenkrebs sein, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Während einer medizinischen Rehabilitation werden in der Regel solche Folgeerkrankungen des Rauchens behandelt. Rehabilitandinnen und Rehabilitanden, die dauerhaft rauchfrei werden möchten, sollten die Zeit ihres Aufenthaltes daher auch nutzen, um an einem gezielten Entwöhnungsprogramm teilzunehmen. Die Reha-Zentren der Deutschen Rentenversicherung Bund bieten hierfür spezifische Beratung und medizinische Begleitung an. Mehrere Kliniken der Deutschen Rentenversicherung Bund sind zudem Teil des Programms „rauchfrei plus“. Sie sind entsprechend zertifiziert und haben eine gezielte Nikotinentwöhnung etabliert.
Ganzheitliche Hilfe: Von Nichtrauchertraining und Nikotinersatztherapie bis Nachbetreuung
Jede Reha beginnt mit einer umfassenden Diagnostik. Auch der Tabakkonsum wird hierbei erfasst. Wer sich für die Raucherentwöhnung entscheidet, erhält engmaschige Unterstützung durch das therapeutische Team und nimmt aktiv an einem Nichtrauchertraining teil. Eine vollständige Nikotinersatztherapie mit medikamentöser Unterstützung ist bei Bedarf ebenfalls möglich. Damit der Rauchstopp nachhaltig gelingt, vermitteln die Kliniken auf Wunsch außerdem eine Nachbetreuung im Anschluss an die Reha. Rauchende Beschäftigte können sich ebenfalls individuell beraten lassen und Hilfe zum Rauchstopp erhalten.
Fünf Tipps für einen erfolgreichen Rauchstopp:
- Klares Ziel setzen: Machen Sie sich bewusst, warum Sie mit dem Rauchen aufhören möchten.
- Konkreten Anfangszeitpunkt festlegen: Das „Schluss-Punkt-Prinzip“ ist aus wissenschaftlicher Perspektive die effektivste Methode
- Ablenkung suchen und Alternativen finden: Gesunde Snacks, Entspannung
- Sport: Regelmäßige körperliche Aktivität wirkt sich direkt positiv auf das Rauchverlangen und Entzugssymptome aus.
- Verhaltensänderung: Wenn das Aufhören immer wieder scheitert, kann psychologische Unterstützung und Beratung helfen, zum Beispiel in Selbsthilfegruppen oder professionell geführten Einzelgesprächen. Zusätzlich können Nikotinersatzpräparate wie Kaugummis, Sprays oder Pflaster unterstützen.
Quelle: Deutsche Herzstiftung
Reha: Wie lange dauert sie und wer trägt die Kosten?
Eine medizinische Rehabilitation soll Menschen möglichst dauerhaft wieder ins Berufsleben integrieren. In der Regel dauert sie drei Wochen und kann stationär oder ambulant erfolgen. Die Kosten für die Behandlung, Verpflegung und Unterkunft sowie die Hin- und Rückreise übernimmt die Deutsche Rentenversicherung.
Eine Reha beantragen: Einfach und schnell im Internet
Der Reha-Antrag kann hier auf unserer Internetseite direkt online gestellt werden. Ihm beizufügen ist eine medizinische Unterlage wie ein aktueller ärztlicher Befundbericht, ein fachärztliches Gutachten oder ein aktueller Krankenhausbericht.
Infos zum Behandlungsspektrum, zur Qualität und weiteren Merkmalen der einzelnen Kliniken gibt es auf der Website www.meine-rehabilitation.de. Dort finden Interessierte auch ein geeignetes Reha-Zentrum.