Anträge, Zugänge und Rentenbestand

Unser Auftrag

Die Hauptaufgabe der Deutschen Rentenversicherung Westfalen ist die Zahlung von Renten. Die Höhe einer Rente hängt hauptsächlich von den persönlichen Versicherungszeiten und den eingezahlten Beiträgen ab. Je nach persönlichem Versicherungsverlauf sind verschiedene Altersrenten möglich. Auch wer seinen Ruhestand im Ausland verbringt, erhält im Regelfall seine Rente dorthin. Menschen, deren Erwerbsfähigkeit nach einem Unfall oder einer Krankheit gemindert ist, sind durch unsere Leistungen abgesichert. Stirbt eine Versicherte oder ein Versicherter, können die Hinterbliebenen eine Witwen- beziehungsweise Witwerrente beantragen. In bestimmten Fällen kann auch ein Anspruch auf Erziehungsrente bestehen. Kinder können Waisenrenten erhalten. Wir kümmern uns aber nicht nur um neue Anträge, sondern pflegen ebenso unseren Bestand. Die Aufgaben sind vielfältig: So berücksichtigen wir das anzurechnende Einkommen auf Versicherten- und Hinterbliebenenrenten, Forderungen werden aufgerechnet und verrechnet, wir überwachen den Anspruch auf Waisenrente, prüfen, ob befristete Renten weiter gewährt werden können oder stellen Rentenbezugsmitteilungen zur Vorlage beim Finanzamt aus. Und dies sind nur einige Aufgaben, die wir während eines Rentenbezugs erledigen.

Anträge und Erledigungen

Rentenanträge und Erledigungen 2016-2025

Zahlen zur Grafik

JahrEingängeErledigungen
201689.21290.857
201788.64287.466
201887.88786.554
201991.89889.696
202091.76492.549
202194.69293.292
202295.05095.498
2023101.180102.730
2024100.59699.450
2025102.073101.853

Im Jahr 2025 gingen bei der Deutschen Rentenversicherung Westfalen 102.073 Rentenanträge ein. Darunter waren 94.168 Neuanträge und 7.905 Anträge zur Änderung der Leistungsart (sogenannte „Umwandlungsanträge“). Insgesamt wurden 101.853 Rentenantragsverfahren erledigt. Bewilligt werden konnten 84.798 Renten. Das entspricht einer Bewilligungsquote von 83,3 Prozent. 

Bewilligungsquote 2016-2025

Zahlen zur Grafik

JahrBewilligungen in %
201683,14
201782,44
201884,00
201984,09
202083,65
202184,94
202285,95
202385,11
202483,60
202583,26

Durchschnittliches Zugangsalter 2000-2025

Zahlen zur Grafik

JahrAltersrenten MännerAltersrenten Frauen
200062,1363,73
200563,7264,52
201063,5663,82
201564,0365,81
201664,1564,88
201764,3064,85
201864,3564,92
201964,4765,50
202064,6065,11
202164,6465,08
202264,7365,11
202364,8465,18
202464,7965,14
202564,8765,18

JahrEM-Renten MännerEM-Renten Frauen
200052,0250,36
200550,2149,47
201050,7749,81
201551,3750,26
201651,4550,15
201751,6849,44
201851,1449,12
201951,3749,56
202051,6049,70
202152,7350,40
202253,0051,07
202353,2251,17
202455,0952,94
202554,8252,79

Rentenbestand

Unser Rentenbestand ist im Vergleich zum Jahr 2024 um 2.590 Renten gestiegen. Der Anstieg der Altersrenten um 8.492 Fälle konnte den Rückgang bei den Erwerbsminderungsrenten (- 2.106) und den Hinterbliebenenrenten (- 3.796) gut ausgleichen. Zum 31. Dezember 2025 betrug er 1.209.586 Renten. Insgesamt zahlen wir damit etwa 9,3 Prozent aller Renten der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung.

Rentenbestand 2016-2025

Grafik: Durchschnittliches Zugangsalter 2015 - 2025

Zahlen zur Grafik

JahrRentenbestand
20161.239.349
20171.230.991
20181.221.604
20191.214.881
20201.212.968
20211.210.361
20221.205.086
20231.205.076
20241.206.996
20251.209.586

Damit zählt die Deutsche Rentenversicherung Westfalen weiter zu den größten Regionalträgern der Deutschen Rentenversicherung. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 75.768 Rentenzugänge (2024: 76.411) registriert. Davon entfielen auf Renten wegen Erwerbsminderung 8.228 (2024: 7.789), auf Altersrenten 46.813 (2024: 47.764) und auf die Renten wegen Todes 20.727 (2024: 20.857).

Verteilung Rentenbestand 2025

Grafik: Verteilung Rentenbestand 2025

Zahlen zur Grafik

RentenartBestandZugänge in 2025
Regelalterrente392.74518.410
Altersrente besonders langjährig144.65114.348
Altersrente langjährig102.3079.257
Altersrente schwerbehindert91.4644.798
Altersrente arbeitslos39.4640
Altersrente Frauen61.1760
Altersrenten gesamt831.80746.813
volle Erwerbsminderung/-unfähigkeit86.1687.611
teilweise Erwerbsminderung/-unfähigkeit1.969617
Renten verminderte Erwerbsfähigkeit gesamt88.1378.228
Erziehungsrente34942
Versichertenrenten gesamt920.29355.083
Große Witwerrente/Witwenrente272.78482
Kleine Witwerrente/Witwenrente14217.635
Halbwaisenrente16.0602.932
Vollwaisenrente30736
Hinterbliebenenrenten gesamt289.29320.685
Renten insgesamt1.209.58675.768

Erfolgreich umgesetzt: Zuschläge für Erwerbsminderungsrenten

Die Regelungen für die Berechnung einer Erwerbsminderungsrente wurden in der Vergangenheit wiederholt angepasst. Deutliche Verbesserungen gab es insbesondere ab Juli 2014 und ab Januar 2019. Profitiert haben damals nur Neurentnerinnen und Neurentner. Menschen, die zu diesen Zeitpunkten bereits eine Erwerbsminderungsrente erhielten, wurden nicht erreicht. Ziel des Erwerbsminderungsrenten-Bestandsverbesserungsgesetzes, beschlossen im April 2024, ist es daher, auch für sie die Erwerbsminderungsrenten zu erhöhen. Seit Juli 2024 werden gesetzliche Verbesserungen von uns umgesetzt. Knapp 160.000 Bezieherinnen und Bezieher einer Erwerbsminderungsrente oder einer sich daran anschließenden Alters- oder Hinterbliebenenrente erhielten Ende 2025 einen solchen Zuschlag zu ihrer Rente.  

Die wichtigsten Informationen zum Zuschlag selbst und den Änderungen ab Dezember 2025 haben wir für Sie in einer Infografik zum Herunterladen zusammengestellt.

Auschnitt der Infografik Verbesserungen EM-Renten Quelle: drv

Infografik herunter­laden

Diese Informationen sind Bestandteil des digitalen Jahresberichts für das Jahr 2025. Der Bericht ist am 15. Juli 2026 erschienen.