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Modell "Vorsorgekonto" der DRV Baden-Württemberg

Private Altersvorsorge sollte einfach, transparent und kostengünstig sein

Foto: Ein junges, verliebtes Paar blickt in die Kamera

Die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg hat ein verbraucherfreundliches Altersvorsorgeprodukt, das sogenannte "Vorsorgekonto", in die Diskussion zur Vermeidung von Altersarmut eingebracht. Dieses soll die Palette der heutigen Riester-Produkte der Banken, Bausparkassen und Versicherungen erweitern und Sparern die Möglichkeit geben, unter dem Dach der gesetzlichen Rentenversicherung und mit staatlicher Förderung ein Vorsorgevermögen aufzubauen. Im Fall der Erwerbsminderung oder beim Eintritt in die Altersrente sollen Sparer außerdem damit entweder die Abschläge ausgleichen können, die bei früherem Eintritt in die gesetzlichen Rente anfallen, oder aus dem angesparten Kapital eine Rente zusätzlich zur gesetzlichen Rente erhalten.

Achtung Für die Einführung dieses "Vorsorgekontos" bedarf es jedoch der Gesetzgebungskompetenz des Bundes. Ein Gesetzgebungsverfahren, das die konkrete Einführung eines "Vorsorgekontos" beinhaltet, ist derzeit leider nicht anhängig. Dies zu ändern, dafür macht sich die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg stark.

Fünf gute Gründe sprechen für das "Vorsorgekonto"

Das "Vorsorgekonto" ist kostengünstig. Die Deutsche Rentenversicherung würde als Non-Profit-Organisation Risiko-, Zins- oder Kostengewinne nicht einbehalten, sondern vollständig den Verträgen der Sparer gutschreiben. Auch Abschlussgebühren und Provisionen, die das Vorsorgekapital schmälern, würden nicht anfallen. Über die gesamte Dauer der Ansparphase hinweg betrachtet resultiert allein daraus ein nicht zu unterschätzender Zinseszinseffekt.

Das "Vorsorgekonto" bietet Sicherheit. Genauso wie Sparer das von der gesetzlichen Rentenversicherung gewohnt sind, werden Sparbeiträge und Riesterzulagen nach denselben gesetzlichen Bestimmungen angelegt, die das Sozialgesetzbuch für die Anlage der Nachhaltigkeitsrücklage der gesetzlichen Rentenversicherung vorsieht. Das bedeutet: Wertschwankungen sind ausgeschlossen, die Gelder werden quasi mündelsicher und nur bei solchen Institutionen angelegt, hinter denen Sicherungseinrichtungen stehen, die für die Einlagen der Sparer garantieren. Diejenigen Vorkehrungen also, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass die gesetzliche Rentenversicherung die Finanzkrise unbeschadet überstanden hat, würden damit auch für das "Vorsorgekonto" gelten.

Das "Vorsorgekonto" bietet absolute Transparenz. Die Deutsche Rentenversicherung unterliegt einer umfassenden staatlichen Aufsicht und wird vom Bundesrechnungshof über ihr gesamtes, gesetzlich bestimmtes Aufgabenspektrum hinweg geprüft. Wer sich für das "Vorsorgekonto" entscheidet, weiß damit jederzeit genau Bescheid, was mit seinen Beiträgen und Zulagen geschieht.

Das "Vorsorgekonto" kombiniert Elemente der Altersicherung miteinander. Staatlich gefördertes Riestersparen soll künftig auch unter dem Dach einer staatlich kontrollierten Organisation möglich sein. Das über einen längeren Ansparzeitraum angesammelte Kapital soll insbesondere zum Ausgleich von Abschlägen in der gesetzlichen Rentenversicherung verwendet werden dürfen. Einen solchen "Rückkauf" von Rentenabschlägen kennt das Sozialgesetzbuch auch heute schon. Das "Vorsorgekonto" möchte den Handlungsspielraum der Menschen erweitern, beispielsweise auch wenn es darum geht, den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand flexibler als bisher zu gestalten.

Das "Vorsorgekonto" sorgt dafür, dass zusammenwächst, was zusammengehört. Die gesetzliche Rentenversicherung steht nicht nur für eine Absicherung im Alter oder im Fall der Erwerbsminderung ein. Sie verfolgt – ohne zusätzliche Kosten und ohne individuelle Gesundheitsprüfung – daneben den Grundsatz "Rehabilitation vor Rente" und schafft damit die Voraussetzungen dafür, dass die Menschen tatsächlich länger, in Zukunft möglichst bis zum Alter von 67 Jahren, arbeiten können. Vor dem Hintergrund der bekannten demografischen Entwicklung mit all ihren Folgen wird dem mehr und mehr Bedeutung zukommen.

Fazit

Es geht um eine einfache, kostengünstige, sichere, transparente und systemnahe Alternative für ein Riestersparen unter dem Dach der gesetzlichen Rentenversicherung. Die inzwischen mehrjährigen Erfahrungen mit unserem Altersvorsorge-Beratungsmodell PROSA ("Pro Sicherheit im Alter") haben uns überzeugt: Vor allem die Menschen würde ein solches Angebot ihrer gesetzlichen Rentenversicherung annehmen, die seit nunmehr über zehn Jahren von den privaten Produktanbietern nicht erreicht werden konnten.

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