Nachrichten Sommer 2026

Bits und Bots

Vertreterversammlung diskutiert neue Wege bei Digitalisierung und Rehabilitation

Die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Hessen kam am 17. April zu ihrer Frühjahrssitzung in Kassel zusammen. Dienststellenleiterin Valeska Bechthold begrüßte das Rentenparlament im denkmalgeschützten Gebäude des Sozialversicherungsträgers in Nordhessen. Inhaltliche Schwerpunkte der Sitzung waren die Digitalisierung und aktuelle Themen aus dem Bereich Rehabilitation.

Investitionen in Hardware und IT

Unter anderem beschloss die Vertreterversammlung unter Leitung ihres Vorsitzenden Manfred Schmidt, die digitale Antragstellung für die hessischen Versichertenältesten offiziell zum Standardverfahren zu machen. „Digitale Prozesse entlasten die Sachbearbeitung, verkürzen die Laufzeiten und sorgen dafür, dass Versicherte ihre Bescheide schneller erhalten“, so Dr. Stefan Hoehl, alternierender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Hessen. Daher habe der Vorstand befürwortet, die Versichertenältesten als ehrenamtliche Beraterinnen und Berater mit leistungsstarker Hardware auszustatten, um ihnen die Arbeit mit eAnträgen zu erleichtern. Außerdem habe der Vorstand entschieden, rund vier Millionen Euro in die Informationstechnik des Rentenversicherungsträgers zu investieren, insbesondere in Netzwerk, Firewall und Software Robotic.

Sitzungssaal mit Menschen Quelle: DRV Hessen

Zusammenspiel im System der sozialen Sicherung

Jürgen Bothner, stellvertretender Vorsitzender der Vertreterversammlung, berichtete aus zwei gemeinsamen Sitzungen der Rehabilitationsausschüsse von Vertreterversammlung und Vorstand. Die Reha-Sachbearbeitung gehe mit der Teilautomatisierung von Geschäftsprozessen neue Wege. „So genannte Bots unterstützen bei monotonen Teilaufgaben, um die Anliegen der Versicherten einfacher und schneller bearbeiten zu können und den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden zu erleichtern – unter Beachtung höchster Sicherheits- und Compliance-Standards“, sagte Bothner.

Des Weiteren stand in den Reha-Ausschüssen die Umsetzung des vom Gesetzgeber geforderten neuen Vergütungssystems für medizinische Reha-Leistungen zum 1. Januar 2026 im Fokus; außerdem das Thema Vernetzung im System der sozialen Sicherung, um Teilhabe noch besser umzusetzen. Die Deutsche Rentenversicherung Hessen habe beispielsweise ihre Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) mit Sitz in Frankfurt am Main intensiviert, so Bothner. Auf Ebene der Geschäftsführungen gebe es regelmäßige Erfahrungsaustausche. Thomas Hild-Füllenbach, Mitglied der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Hessen, nahm im April als Nachrichten der Deutschen Rentenversicherung Hessen 17 Sommer 2026 Experte bei einer Podiumsdiskussion der BAR-Dialog-Veranstaltung „Reha trifft Pflege“ in Kassel teil. Bei der Regionalen Netzwerkveranstaltung der BAR für Reha-Träger am 17. Juni in Frankfurt ist die Deutsche Rentenversicherung Hessen Gastgeberin.

Abschließend referierten Marion Hornischer von der Abteilung Rehabilitation und Klinikmanagement und Dirk Kolander vom Bereich Zentrales Klinikmanagement über aktuelle Entwicklungen beim Wunsch- und Wahlrecht in der medizinischen Rehabilitation und bei der Klinikgruppe der Deutschen Rentenversicherung Hessen.

Die Vertreterversammlung ist das oberste Selbstverwaltungsorgan der Deutschen Rentenversicherung Hessen. Ihr gehören je 15 Vertreterinnen und Vertreter der Versicherten und der Arbeitgeber an. Sie beschließt unter anderem die Satzung, wählt den Vorstand und verabschiedet den Haushaltsplan. Weitere Informationen zur Selbstverwaltung unter: www.deutsche-rentenversicherung-hessen.de

Tina Full-Euler, Unternehmenskommunikation

Inhalt des Dossiers

  1. Kompass in stürmischen Zeiten
  2. Stark zu fünft
  3. Waisenrente für Volljährige
  4. Renten steigen höher als erwartet
  5. Das Rentenmobil tourt durch Hessen
  6. Vorsicht, falsche Rentenversicherung!
  7. Bits und Bots
  8. Neuste Technik für Versichertenälteste
  9. Mitspracherecht kommt an