Nachrichten Herbst 2026
Denkmalgeschütztes Gebäude wird saniert
Als „vorbildliches Gebäude“ wurde die Hauptverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Hessen am Frankfurter Mainufer 1957 durch eine Ehrenurkunde der Hessischen Landesregierung ausgezeichnet. Der Bau steht seit 1986 unter Denkmalschutz.
Quelle: DRV Hessen
„Das denkmalgeschützte Gebäude hat identitätsstiftenden Charakter für das Stadtbild“, so Dr. Michael Stegmann, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Hessen. Doch nach 70 Jahren entspricht der Bau nicht mehr den heutigen technischen und ökologischen Standards und muss grundlegend saniert werden. „Ziel ist, das Haus in seinem Charakter zu erhalten und gleichzeitig den Anforderungen an die moderne Arbeitswelt anzupassen“, sagt Frank Packschies, Leiter Bau- und Immobilienmanagement der Deutschen Rentenversicherung Hessen.
Für die Zeit der Sanierung ziehen die Beschäftigten des hessischen Rentenversicherungsträgers übergangsweise auf die andere Seite des Mains, in ein Gebäude, das ebenfalls Bedeutung für die architektonische Geschichte Frankfurts hat: in das Cityhaus I, das erste Bürohochhaus Deutschlands.
Grundsteinlegung im Oktober 1955
1945 wurden die beiden damaligen Landesversicherungsanstalten Hessen in Darmstadt und Hessen-Nassau in Kassel zur Landesversicherungsanstalt (Groß-)Hessen zusammengeschlossen. Als gemeinsamer Sitz wurde Frankfurt am Main festgelegt. So steht es in der Urkunde zur Grundsteinlegung der Hauptverwaltung des hessischen Rentenversicherungsträgers. Aufgrund der Raumnot und der räumlichen Zersplitterung der verschiedenen Verwaltungsstellen in Frankfurt am Main entschieden Vertreterversammlung und Vorstand der (damaligen) Landesversicherungsanstalt Hessen, ein „zweckdienliches“ Gebäude für die Hauptverwaltung zu errichten.
Am 1. Juli 1954 wurde ein öffentlicher Wettbewerb über den Bau des Verwaltungsgebäudes ausgeschrieben, an dem über 60 Bauplanende
teilnahmen. Die Entscheidung fi el zugunsten des Wiesbadener Architekten Prof. Dr. Herbert Rimpl und seines Himbacher Kollegen Jean Wolf. Das passende Grundstück für den Neubau – ein knapp 10.500 Quadratmeter großes Gelände direkt am Frankfurter Mainufer – hatte man bereits 1952 von der Familie von Metzler und der Familie Oppenheim gekauft. Um Platz für das neue Gebäude zu schaffen, wurden die Überreste der im Krieg zerstörten Bankiersvilla beseitigt und zwei an der Städelstraße gelegene Häuser abgerissen. Die Bauarbeiten schritten schnell voran, so dass bereits am 13. Oktober 1955 das Richtfest und die Grundsteinlegung gefeiert wurden. Am 14. Dezember
1956 wurde das Bürohaus nach etwas mehr als einjähriger Bauzeit schließlich seiner Bestimmung übergeben. Christian Stock, Vorsitzender des Vorstands und späterer Ministerpräsident von Hessen, beendete seine Ansprache bei der Einweihung mit den Worten: „Möge dieses Haus, von Gott beschirmt und von der Vernunft der Menschen behütet, immer ein Hort der Hilfe und Gerechtigkeit sein.“
Nele Hübner, Unternehmenskommunikation
Alle Kontaktdaten des hessischen Rentenversicherungsträgers finden Sie unter www.deutsche-rentenversicherung-hessen.de
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Inhalt des Dossiers
- Hilfe in schweren Zeiten
- RV Fit
- Seitenwechsel
- BEM-Netzwerktreffen stärkt Austausch und Praxiswissen
- Selbstständig oder nicht?
- Das Tandem fährt weiter
- Denkmalgeschütztes Gebäude wird saniert
- Beratung aus der Nachbarschaft