Vertreterversammlung in Bad Breisig

„Fels in der Brandung“

Datum: 30.06.2026

„Trotz des anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und einer spürbaren konjunkturellen Flaute in Deutschland erweist sich die gesetzliche Rentenversicherung als Fels in der Brandung“, betonte der Vorstandsvorsitzende Rolf Zimmermanns zu Beginn der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Rheinland. Die 30 Mitglieder des höchsten Selbstverwaltungsorgans trafen sich am Freitag (26. Juni) zu ihrer Sommersitzung in Bad Breisig.

In seiner Rede wies Zimmermanns auf die rentenpolitische Entwicklung zugunsten der Versicherten hin. „Zum 1. Juli 2026 steigen die gesetzlichen Renten bundesweit einheitlich um 4,24 Prozent. Der aktuelle Rentenwert erhöht sich damit von bisher 40,79 Euro auf 42,52 Euro.“ Dies sei ein deutliches und hochverdientes Plus für die Rentnerinnen und Rentner im Rheinland, welches spürbar über den ursprünglichen Prognosen liege. Die Erhöhung sei kein politisches Geschenk, sondern das direkte Resultat der Lohnentwicklung des vergangenen Jahres. „Sie zeigt eindrucksvoll: Das System funktioniert. Wenn die Löhne der Aktivitätsphase steigen, profitieren auch diejenigen, die dieses Land durch ihre jahrzehntelange Arbeit aufgebaut haben“, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Zimmermanns sprach zudem über die Absicht der Bundesregierung, die von der Alterssicherungskommission formulierten Empfehlungen zur Rentenreform zu übernehmen. Diese Empfehlungen seien aus Sicht der Regionalträger und aus Sicht der Selbstverwaltung überwiegend positiv zu bewerten, so Zimmermanns. Die Empfehlung der Kommission, die bewährte Selbstverwaltung auf ein Selbstverwaltungsorgan für die gesamte gesetzliche Rentenversicherung zu verschlanken, werde dahingegen vehement abgelehnt. „Dies ist ein direkter Angriff auf die demokratischen Grundlagen und die regionale Verankerung der gesetzlichen Rentenversicherung“, so Zimmermanns weiter. Die Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Rheinland befände sich im intensiven Dialog mit den Listenträgern und der Politik, um die Diskussionen zu begleiten und die Zukunft der Deutschen Rentenversicherung Rheinland aktiv zu gestalten, sagte Zimmermanns abschließend.

Holger Baumann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Rheinland, ging in seiner Rede auf eine aktuelle Kundinnen- und Kundenbefragung bezüglich der Tätigkeitsfelder „Betriebsprüfdienst“, „Auskunft und Beratung“, „Teilhabe“ und „Rente“ ein. Die Ergebnisse der repräsentativen und bundesweit durchgeführten Befragung hätten für den Düsseldorfer Rentenversicherer eine „hohe Zufriedenheit und ein wachsendes Vertrauen in die Altersvorsorge“ gezeigt, sagte Baumann.

Darüber hinaus sprach er Maßnahmen an, mit denen das Recruiting in den vergangenen Monaten zahlreiche Nachwuchskräfte für die Deutsche Rentenversicherung Rheinland gewinnen konnte. Dazu gehörten „eine hohe Präsenz an Schulen und auf Messen sowie gezielte Werbemaßnahmen, zum Beispiel in Form von Radiospots.“ Diese Aktivitäten zeigten deutlich Wirkung, so Baumann „Mit fast 2500 Bewerbungen verzeichnen wir einen historischen Höchststand – so viele Bewerbungen wie heute gab es noch nie.“

Bereits am Vortag hatten die Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter die Westerwaldklinik in Waldbreitbach besichtigt. Die Rehabilitationsklinik für Neurologie und neurologische Psychosomatik wird als GmbH geführt. Träger sind die Deutschen Rentenversicherungen Rheinland und Westfalen. Die Mitglieder der Vertreterversammlung zeigten sich sehr beeindruckt von den vielseitigen Möglichkeiten der rehabilitativen Versorgung.