Medizinische Rehabilitation

Unsere stationär oder ganztägig ambulant erbrachten Leistungen zur medizinischen Rehabilitation tragen insbesondere bei Versicherten mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen dazu bei, die Erwerbsfähigkeit zu sichern oder wiederherzustellen. Die Zahl der Anträge auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation wegen allgemeiner Erkrankungen ging um 4,2 Prozent auf knapp 70.000 Anträge zurück. Der Rückgang ist auf den demografischen Wandel zurückzuführen. Der Anteil an Anträgen auf Anschlussrehabilitation (AHB) lag bei 29 Prozent.

Entwicklung der Anträge


Grafik: Rehabilitationsanträge Entwicklung der Erledigungen und Bewilligungen



Zahlen zur Grafik

Gesamt82.41681.95282.19284.30872.185
Medizinische Reha20162017201820192020
Normale medizinische Reha-Leistungen für Versicherte64.12763.97564.27867.28657.772

davon Anschlussrehabilitation (AHB)

19.22619.50819.72320.16118.568
medizinische Reha bei Abhängigkeitserkrankungen6.1225.7775.5714.8024.396
Krebsnachbehandlungen für Versicherte8.6738.7858.8088.9017.285
Medizinische Leistungen für nicht versicherte Erwachsene4795987450
Medizinische Leistungen für Kinder, einschließlich Krebsnachbehandlungen2.2172.2162.2192.1601.745
Sonstige Leistungen gemäß § 31 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI40301
Leistungen zur Prävention gemäß § 14 SGB VI, früher Sonstige Leistungen gemäß § 31 Abs. 1 Nr. 2 SGB VI55020
Leistungen zur sozialen Teilhabe00001
Auftragsheilbehandlungen1.2211.0991.2151.083935

Gesamt73.90379.38589.45690.96188.701
Medizinische Reha20212022202320242025
Normale medizinische Reha-Leistungen für Versicherte59.95664.74572.96772.64769.615

davon Anschlussrehabilitation (AHB)

18.90418.84319.93820.51420.256
medizinische Reha bei Abhängigkeitserkrankungen4.2184.1194.6204.5044.518
Krebsnachbehandlungen für Versicherte6.9567.6978.6228.7108.904
Medizinische Leistungen für nicht versicherte Erwachsene5150564425
Medizinische Leistungen für Kinder, einschließlich Krebsnachbehandlungen1.8591.8862.2592.2672.393
Sonstige Leistungen gemäß § 31 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI001251
Leistungen zur Prävention gemäß § 14 SGB VI, früher Sonstige Leistungen gemäß § 31 Abs. 1 Nr. 2 SGB VI1001.9732.380
Leistungen zur sozialen Teilhabe02436
Auftragsheilbehandlungen862886916808859

Entwicklung durchgeführter Leistungen

Im Vergleich zu 2024 stiegen die durchgeführten medizinischen Leistungen um 6,5 Prozent auf 62.215 Fälle.


Grafik: Entwicklung Durchgeführter Leistungen allgemeine medizinische Rehabilitation

Zahlen zur Grafik

Durchgeführte Leistungen zur medizinischen Rehabilitation

Gesamt56.69057.10656.81057.57249.051
Antragsart20162017201820192020
Normale medizinische Reha-Leistungen für Versicherte42.82942.79942.69743.21237.531
Medizinische Reha bei Abhängigkeitserkrankungen4.3964.3564.2103.9253.471
Krebsnachbehandlungen7.2377.4887.3227.7355.777
Medizinische Leistungen für nicht versicherte Erwachsene3476716431
Kinder-Reha, einschließlich Krebsnachbehandlungen1.1471.2531.2661.238844
Sonstige Leistungen gemäß § 31 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI747287
Prävention*121243325515362
Auftragsheilbehandlungen919887919876748

Gesamt51.38753.83659.45061.21160.925
Antragsart20212022202320242025
Normale medizinische Reha-Leistungen für Versicherte39.60741.34945.38246.22845.698
Medizinische Reha bei Abhängigkeitserkrankungen3.4293.3473.3913.5542.799
Krebsnachbehandlungen5.5015.9196.2886.3376.862
Medizinische Leistungen für nicht versicherte Erwachsene3634323019
Kinder-Reha, einschließlich Krebsnachbehandlungen1.0821.1041.2511.2771.291
Sonstige Leistungen gemäß § 31 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI413456515469359
Prävention*6449561.8832.7333.334
Auftragsheilbehandlungen675671708583563

*Prävention = Startphase + ambulante Trainingsphase + Auffrischungsphase

Ambulante Durchführungen

Gesamt13.01212.830
Antragsart20242025
Normale medizinische Reha-Leistungen für Versicherte9.0778.622
Medizinische Reha bei Abhängigkeitserkrankungen549483
Krebsnachbehandlungen386419
Medizinische Leistungen für nicht versicherte Erwachsene22
Kinder-Reha, einschließlich Krebsnachbehandlungen2525
Sonstige Leistungen gemäß § 31 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI482359
Prävention*2.4052.851
Auftragsheilbehandlungen8669

*Prävention = Startphase + ambulante Trainingsphase + Auffrischungsphase

Stationäre Durchführungen

Gesamt48.53548.171
Antragsart20242025
Normale medizinische Reha-Leistungen für Versicherte37.56637.122
Medizinische Reha bei Abhängigkeitserkrankungen2.5512.346
Krebsnachbehandlungen6.3126.443
Medizinische Leistungen für nicht versicherte Erwachsene3517
Kinder-Reha, einschließlich Krebsnachbehandlungen1.2821.266
Sonstige Leistungen gemäß § 31 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI00
Prävention*291483
Auftragsheilbehandlungen498494

*Prävention = Startphase + ambulante Trainingsphase + Auffrischungsphase

Rehabilitation eine Frage des Alters?

Die Altersstruktur unserer Rehabilitandinnen und Rehabilitanden folgt der demografischen Entwicklung. Der 10-Jahresvergleich zeigt eine deutliche Verschiebung in den Altersgruppen. Unsere Rehabilitandinnen und Rehabilitanden werden im Durchschnitt immer älter. Augenfällig ist der Anstieg in der Altersgruppe der 60- bis unter 65-Jährigen. Die bewilligten Rehabilitationsmaßnahmen in dieser Altersgruppe haben sich im Vergleich zu 2015 nahezu verdoppelt und gehen einher mit einer steigenden Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


Grafik: Altersstruktur

Zahlen zur Grafik

Leistungen zur medizinischen Rehabilitation20152025
Gesamt69.57371.816
 unter 35 Jahren 8.1116.939
 35 bis unter 40 Jahre 3.7123.644
 40 bis unter 45 Jahre 6.5005.523
 45 bis unter 50 Jahre 11.0067.208
 50 bis unter 55 Jahre 14.33510.241
 55 bis unter 60 Jahre 14.30817.488
 60 bis unter 65 Jahre 8.55116.732
 65 Jahre und älter 3.0504.041

(Alter bei Antragstellung)

Orthopädie besonders gefragt

Die meisten medizinischen Rehabilitationen wurden aufgrund orthopädischer Erkrankungen durchgeführt. Ihr Anteil liegt für Männer bei rund 39 Prozent und bei Frauen bei rund 41 Prozent. Bei Frauen liegen die Leistungen wegen psychischer Erkrankungen bei knapp 22 Prozent, bei Männern dagegen nur bei 13 Prozent. Umgekehrt verhält es sich bei kardiologischen Erkrankungen: Männer 11 Prozent, Frauen 4 Prozent.

Grafik: Indikationen der durchgeführten medizinischen Rehamaßnahmen

Zahlen zur Grafik

Indikationen der durchgeführten medizinischen Reha der DRV Westfalen 2025

Anzahl männlich(%)Anzahl weiblich(%)Anzahl gesamt(%)
Orthopädie14.09438,98.78040,622.87439,5
Psychosomatik /
Psychotherapie
4.58512,64.64121,59.22615,9
Hämatologie und inter­nistische Onkologie3.84910,62.67312,46.52211,3
Kardiologie4.11611,37933,74.9098,5
übrige Erkrankungen
2.6567,31.8618,64.5177,8
Neurologie
2.6657,31.3256,13.9906,9
Abhängigkeits­erkrankungen2.9688,26703,13.6386,3
Lungen- und Bronchial­heilkunde
1.3373,78634,02.2003,8
Gesamt
36.270100,021.606100,057.876100,0

Nachsorge: Damit die Reha nachhaltig wirkt

Nach der Rehabilitation festigen Nachsorge- und ergänzende Leistungen erreichte Erfolge. Die neuen Verhaltensweisen, die in der Reha erlernt wurden, werden gefestigt und in den Alltag übertragen. Unsere Nachsorgeleistungen passen in den Berufs- und Schulalltag und finden in Wohnortnähe statt. Die Anzahl bewilligter Nachsorgeleistungen ist in allen angebotenen Nachsorgeprogrammen in den vergangenen fünf Jahren gestiegen.

Leistungen2019202020212022202320242025
IRENA2.5282.4442.9803.3603.8274.5064.415
T-RENA4.2815.8459.1159.35711.29613.64213.940
Psy-RENA9529911.0551.0991.3801.6631.831
Nachsorge für Kinder und Jugendliche001911316854
Gesamt7.7619.28013.16913.82716.53419.87920.240

Daneben bewilligten wir ergänzende Leistungen in Form von Funktionstraining und Rehabilitationssport:

Leistungen202020212022202320242025
Funktionstraining307313372279204143
Rehabilitationssport4.4874.2504.9645.6245.3054.377
Gesamt4.7944.5635.3365.9035.5094.520

Rehabilitation für Abhängigkeitskranke

Zu unserem Rehabilitationsangebot gehören auch Entwöhnungsbehandlungen bei Suchterkrankungen, egal, ob es sich dabei um Alkohol, Drogen oder Medikamente handelt. Für die Rehabilitation von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen ist die Westfälische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (WAG) zuständig. Mitglieder dieser Arbeitsgemeinschaft sind neben der Deutschen Rentenversicherung Westfalen die gesetzlichen Krankenkassen beziehungsweise -verbände in Westfalen-Lippe und die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forst- und Gartenbau. Die WAG entscheidet im Auftrag ihrer Mitglieder über die Anträge auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker und überwacht deren Durchführung in qualifizierten Rehabilitationseinrichtungen. Die Bearbeitung der Anträge der WAG übernimmt die Deutsche Rentenversicherung Westfalen.

Im Jahr 2025 wurden 6.008 Anträge zur medizinischen Rehabilitation wegen Abhängigkeitserkrankungen bewilligt. Im Vergleich zum Vorjahr (5.994 Anträge) ist die Anzahl der Bewilligungen um 0,2 Prozent gestiegen. Unter einer Adaptionsleistung versteht man die Vorbereitung der oder des Versicherten auf die Rückkehr in ein selbstständiges (Arbeits-)Leben. Im Vergleich von 2024 zu 2025 sind die Bewilligungen dieser Leistungen um 5,7 Prozent gestiegen. Die Nachsorgeleistung umfasst die Unterstützung und Begleitung der Versicherten nach Abschluss der medizinischen Rehabilitation wegen Abhängigkeitserkrankung, um den Behandlungserfolg zu sichern. Im Vergleich zum Vorjahr sind diese um 4,0 Prozent von 699 auf 671 Bewilligungen gesunken. Im Jahr 2025 sind die Bewilligungen, die zu Lasten der anderen Abkommenspartner (Krankenversicherung und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forst- und Gartenbau) erteilt wurden, im Vergleich zu 2024 um 0,7 Prozent von 16,3 Prozent auf 17,0 Prozent gestiegen.

Diese Informationen sind Bestandteil des digitalen Jahresberichts für das Jahr 2025. Der Bericht ist am 15. Juli 2026 erschienen.