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Beschäftigte in Behindertenwerkstätten: Abgesichert mit einer Erwerbsminderungsrente

Datum: 29.08.2013

Sie verkaufen Selbstgebackenes, reparieren Fahrräder oder übersetzen komplizierte Texte in eine verständliche Sprache: Viele Menschen, die mit schweren körperlichen Einschränkungen zur Welt gekommen sind, arbeiten in Behindertenwerkstätten und bieten dort erstklassige Produkte und Dienstleistungen an. Wenn für sie 20 Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt wurden, können sie eine Rente wegen voller Erwerbsminderung erhalten. Allein die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover zahlt derzeit mehr als 9.200 solcher Renten an Menschen mit schweren körperlichen oder geistigen Behinderungen, teilte der niedersächsische Rentenversicherer jetzt mit.

Wer von Geburt an oder seit seiner Kindheit mit schweren Behinderungen lebt, ist manchmal schon lange vor dem Berufsleben voll erwerbsgemindert. Den Betroffenen bietet der allgemeine Arbeitsmarkt kaum Möglichkeiten, für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen. Dennoch sind viele Menschen trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen sozialversicherungspflichtig beschäftigt: etwa in anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen oder Blindenwerkstätten.

Ihr Einsatz zahlt sich aus, sobald für sie 20 Jahre Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung geflossen sind – ob Pflicht- oder freiwillige Beiträge. Dann können sie eine volle Erwerbsminderungsrente von der Deutschen Rentenversicherung erhalten. Dabei spielt es keine Rolle, wie hoch ihr tatsächliches Einkommen in der Einrichtung war. Denn die zumeist geringen Gehälter werden in der Rentenversicherung so aufgestockt, als hätten die Beschäftigten fast 80 Prozent des durchschnittlichen Verdienstes aller Versicherten erhalten. Und schließlich wird so getan, als hätten die Menschen bis zum 60. Lebensjahr gearbeitet. So erhält ein Erwerbsminderungsrentner nach 20 Beitragsjahren brutto im Schnitt knapp 800 Euro im Monat.

Die volle Erwerbsminderungsrente für Menschen mit schweren Behinderungen gibt es seit mittlerweile 38 Jahren. Wer eine solche Rente erhält, braucht dafür aber nicht automatisch seine Beschäftigung aufzugeben, sodass die zum Teil noch jungen Frührentner im sozialen Umfeld ihres Arbeitgebers bleiben können.

Weitere Informationen gibt es in den Beratungszentren der Deutschen Rentenversicherung, am kostenlosen Servicetelefon unter 0800 1000 480 10 sowie im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-braunschweig-hannover.de.

Nr. 22 /13