Knapp 36 Prozent der Neurentnerinnen und Neurentner in Mitteldeutschland nehmen Abschläge in Kauf
Datum: 18.06.2026
In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben im vergangenen Jahr 101.298 Frauen und Männer erstmals eine Altersrente der gesetzlichen Rentenversicherung bezogen (Sachsen: 46.965, Sachsen-Anhalt: 28.080, Thüringen: 26253). Die meisten von ihnen entschieden sich für die sogenannte Rente für langjährige Versicherte (36.189 Menschen). Diese Form der Altersrente kann nach einer Versicherungszeit von mindestens 35 Jahren in Anspruch genommen werden. Allerdings müssen Versicherte je nach Geburtsjahrgang unterschiedlich hohe Abschläge in Kauf nehmen. In Sachsen entschieden sich dafür 16.645 Menschen, in Sachsen-Anhalt waren es 10.909, in Thüringen 8.635 Frauen und Männer.
2025 erhielten Neurentnerinnen und Neurentner eine Altersrente in Höhe von durchschnittlich 1.272 Euro1 monatlich (Sachsen: 1.280 Euro, Sachsen-Anhalt: 1.272 Euro, Thüringen: 1.257 Euro). Frauen und Männer, die sich für die Rente für langjährige Versicherte entschieden, bekamen durchschnittlich 1.260 Euro im Monat und damit rund 12 Euro weniger (Sachsen: 1.282 Euro, Sachsen-Anhalt: 1.250 Euro, Thüringen: 1.226 Euro).
Eine Rente für besonders langjährig Versicherte erhielten 33.741Menschen (Sachsen: 15.617, Sachsen-Anhalt: 9.173, Thüringen: 8.951). Bei dieser Altersrente müssen Versicherte bei Rentenbeginn eine Versicherungszeit von 45 Jahren erfüllen. Wann sie konkret in Rente gehen können, hängt von ihrem Geburtsjahr ab.
Die Zahl der Menschen, die bis zur Regelaltersgrenze im Beruf bleiben, lag 2025 bei 24.711 Versicherten und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,86 Prozent gesunken.
Ein wesentlicher Grund dafür ist die schrittweise Anhebung der regulären Altersgrenze. Während die Altersgrenze 2024 für den Geburtsjahrgang 1958 noch um einen Monat angehoben wurde, stieg sie 2025 für den dann relevanten Jahrgang 1959 erstmals um zwei Monate auf 66 Jahre und zwei Monate an. Durch diesen zusätzlichen Monat erreichen statistisch gesehen weniger Personen im Kalenderjahr die Altersgrenze. Die Altersgrenze, ab der man die Regelaltersrente nutzen kann, steigt seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre. Wer 1964 oder später geboren wurde, muss bis 67 arbeiten.
In Altersrente gingen die Menschen in Mitteldeutschland 2025 im Durchschnitt mit 64,21 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr ist das durchschnittliche Alter bei Rentenbeginn damit konstant geblieben (2024: 64,20 Jahre).