Vorsicht bei Renten-Anträgen im Netz: Deutsche Rentenversicherung Nord warnt vor Abzocke
Datum: 21.01.2026
Es scheint so einfach: Eine schnelle Suche im Internet und schon ist ein Dienstleister gefunden. Wer im Netz nach "Rentenauskunft", "Mütterrente beantragen" oder "Versicherungsnummernachweis" sucht, landet oft bei privaten Dienstleistern. Sie reichen Anträge weiter - und stellen dafür eine Rechnung. Viele Versicherte wissen nicht, dass sie denselben Antrag direkt bei der Deutschen Rentenversicherung ohne Gebühren stellen können.
"Tappen Sie nicht in diese Kostenfalle. Das spart Geld, Zeit und vermeidet Ärger", sagt Sebastian Bollig von der DRV Nord aus Lübeck. "Unsere Online-Services sind leicht zu finden, selbsterklärend und gebührenfrei." Auf der Webseite der Deutschen Rentenversicherung können Versicherte sowie Rentnerinnen und Rentner zahlreiche Anliegen direkt erledigen - ohne Umweg und ohne Kosten.
Dazu zählen unter anderem:
- Antrag auf Kindererziehungszeiten (V0800) - das ist die sogenannte Mütterrente
- Rentenauskunft
- Renteninformation
- Versicherungsnummernachweis
- Rentenbezugsmitteilung
Diese und andere unserer Dienstleistungen finden Sie bei den Online-Services der Deutschen Rentenversicherung.
Hinweis:
Das Vorgehen der gewerblichen Dienstleister ist nicht verboten. Diese Dienste dürfen gegen Gebühr angeboten werden. Der Anbieter muss allerdings klar herausstellen, dass er nicht als Behörde oder im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung handelt, sondern ein privates Unternehmen ist.
Erklärvideos zum Thema
Welche Funktion hat Ihre Sozialversicherungsnummer, was hat diese mit dem Versicherungsnummernachweis zu tun und wie können Sie den Versicherungsnummernachweis unkompliziert und kostenfrei bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen – das wird in diesem Video erläutert:
Was hat es mit dem Antrag auf Kinderziehungszeiten (V0800), der für die sogenannte "Mütterrente" erforderlich ist, auf sich? Hier finden Sie die Erklärung:
Neuer Online-Service der DRV Nord zur Betriebsprüfung
Über unser Kontaktformular können uns nun nicht nur Versicherte sondern auch Arbeitgebende anschreiben und Unterlagen einreichen
Datum: 15.01.2026
Rund um das Thema Betriebsprüfung gibt es auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung Nord einen neuen Online-Service.
Unter www.drv-nord.de/kontaktformular können nun nicht nur Versicherte in Kontakt mit der DRV Nord treten und Unterlagen hochladen. Auch für Arbeitgebende oder Mitarbeitende einer Abrechnungsstelle steht dort ein eigenes Kontaktformular bereit, um schnell und datenschutzkonform Kontakt zum Betriebsprüfdienst des für Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern zuständigen Sozialversicherungsträgers aufzunehmen, etwa bei Rückfragen oder um fehlende Nachweise einzureichen.
Dazu wählen Arbeitgebende über das Kontaktformular den zuständigen Prüfbezirk aus einer Liste von landesweit elf Stellen aus. Wird als Auswahl „Unbekannt“ angeklickt, übernimmt die DRV Nord anhand der ausgefüllten Daten die Zuordnung zum zuständigen Prüfteam. Unterlagen bis zu einer Dateigröße von 20 Megabyte können direkt online hochgeladen werden.
Die Träger der Rentenversicherung prüfen Arbeitgebende im gesetzlichen Auftrag und regelmäßigen Turnus, ob diese unter anderem ihre Meldepflichten und sonstigen Pflichten im Zusammenhang mit dem Gesamtsozialversicherungsbeitrag ordnungsgemäß erfüllen. In den meisten Fällen läuft die Betriebsprüfung bereits elektronisch unterstützt ab.
Behördenzentrum Lübeck: DRV Nord und Hansestadt unterzeichnen Mietvertrag
Datum: 06.01.2026
Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Nord und die Hansestadt Lübeck haben heute den Mietvertrag für die Nutzung von Büroflächen im Gebäude Ziegelstraße 150 unterzeichnet. Mit der Vereinbarung schaffen beide Partner die Grundlage für das künftige Behördenzentrum Lübeck.
Die DRV Nord vermietet rund 6.000 Quadratmeter Bürofläche an die Hansestadt. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit von 30 Jahren. Die notwendigen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen will die DRV Nord bis Ende 2027 abschließen. Ziel ist ein schrittweiser Einzug der städtischen Mitarbeitenden ab Sommer 2027.
„Mit der Hansestadt Lübeck haben wir den idealen Mieter gefunden und eine Win-Win-Situation geschaffen für die Stadt, ihre Bürger und die Deutsche Rentenversicherung Nord. Das Behördenzentrum Lübeck ist für alle Beteiligten eine gute Lösung. Wir erhalten ein denkmalgeschütztes Gebäude und schaffen gleichzeitig moderne Arbeitsplätze - für die Stadt und für uns“, sagt Volker Reitstätter, Geschäftsführer der DRV Nord.
„Dieses Leuchtturmprojekt bedeutet einerseits massive Kosteneinsparungen für die Hansestadt sowie eine effizientere Nutzung von Behördenflächen. Andererseits bringt der Umzug eine erhebliche Aufwertung der Arbeitsstätte für die Mitarbeitenden mit sich. Neben den frisch modernisierten, lichtdurchfluteten Büroräumen ist selbstverständlich eine Mitnutzung der Kantine, der Cafeteria, als auch der Sporthalle der Deutschen Rentenversicherung Nord möglich“, sagt Bürgermeister Jan Lindenau.
Das Gebäude in der Ziegelstraße wurde 1997 nach Plänen des renommierten Architekten Stefan Behnisch errichtet und steht seit Juni 2023 unter Denkmalschutz. Mit der Vermietung nutzt die DRV Nord ihre Flächen wirtschaftlich und nachhaltig. Gleichzeitig bleibt das prägende Gebäude erhalten und wird künftig stärker belebt.
„Solche Vorhaben gelingen nur durch gute Zusammenarbeit“, betont Reitstätter. „Viele Kolleginnen und Kollegen der DRV Nord haben dieses Projekt vorbereitet, geplant und begleitet. Dafür danke ich allen Beteiligten.“
Im Rahmen der Modernisierung erneuert die DRV Nord unter anderem Bodenbeläge und Wandflächen und verbessert die Raumakustik in größeren Büros. Für die Hansestadt entsteht im Erdgeschoss zusätzlich eine neue Infotheke mit Wartebereich. Die vorhandene Infrastruktur des Standorts, etwa Kantine und Cafeteria, kann künftig gemeinsam genutzt werden.
Mit dem Behördenzentrum Lübeck bündeln die DRV Nord und die Hansestadt Lübeck Angebote an einem zentralen Standort. Bürgerinnen und Bürger erhalten dort künftig sowohl Leistungen der Stadtverwaltung als auch umfassende Beratungsangebote der gesetzlichen Rentenversicherung zu Altersvorsorge, Rente, Rehabilitation und Prävention unter einem Dach.
Rentnerinnen und Rentner im Norden länger in Rente
Datum: 05.01.2026
Aktuelle Zahlen zur Rentenbezugsdauer:
Männer und Frauen im Norden beziehen ihre gesetzliche Altersrente immer länger wie aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Nord zeigen.
Die folgenden Mitteilungen zeigen die Werte für 2024 in den einzelnen Bundesländern unseres Zuständigkeitsbereichs.
Hamburg
Hamburgerinnen und Hamburger beziehen ihre gesetzliche Altersrente immer länger. Aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Nord zeigen: Wer bis 2024 in Rente war, erhielt im Schnitt 21,5 Jahre lang eine Altersrente.
Frauen bezogen ihre Rente dabei deutlich länger als Männer. Im Jahr 2024 lag die durchschnittliche Rentenbezugsdauer für Frauen bei 23,3 Jahren, für Männer bei 19,4 Jahren. Fünf Jahre zuvor waren es noch insgesamt 21,0 Jahre - 23,1 Jahre für Frauen und 18,7 Jahre für Männer. Der Trend ist klar: Die Rentenbezugsdauer wächst.
Gleichzeitig verschiebt sich der Rentenbeginn nach hinten. Während Hamburgerinnen und Hamburger 2019 im Durchschnitt mit 64,6 Jahren in den Ruhestand gingen, lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter 2024 bei 65,0 Jahren. Männer begannen ihre Altersrente im Schnitt mit 65,1 Jahren, Frauen mit 65,0 Jahren.
Ende 2024 zahlte die Deutsche Rentenversicherung in Hamburg rund 306.000 Altersrenten aus. Bundesweit erhalten etwa 18,9 Millionen Menschen eine gesetzliche Altersrente.
Mecklenburg-Vorpommern
Männer und Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern beziehen ihre gesetzliche Altersrente immer länger. Aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Nord zeigen: Wer bis 2024 in Rente war, erhielt im Schnitt 22,9 Jahre lang eine Altersrente.
Frauen bezogen ihre Rente dabei deutlich länger als Männer. Im Jahr 2024 lag die durchschnittliche Rentenbezugsdauer für Frauen bei 25,7 Jahren, für Männer bei 19,9 Jahren. Fünf Jahre zuvor waren es noch insgesamt 22,5 Jahre - 25,5 Jahre für Frauen und 19,2 Jahre für Männer. Der Trend ist klar: Die Rentenbezugsdauer wächst.
Gleichzeitig verschiebt sich der Rentenbeginn nach hinten. Während Männer und Frauen aus dem Nordosten 2019 im Durchschnitt mit 63,7 Jahren in den Ruhestand gingen, lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter 2024 bei 64,3 Jahren. Männer begannen ihre Altersrente im Schnitt mit 64,4 Jahren, Frauen mit 64,1 Jahren.
Ende 2024 zahlte die Deutsche Rentenversicherung in Mecklenburg-Vorpommern rund 446.000 Altersrenten aus. Bundesweit erhalten etwa 18,9 Millionen Menschen eine gesetzliche Altersrente.
Schleswig-Holstein
Männer und Frauen aus Schleswig-Holstein beziehen ihre gesetzliche Altersrente immer länger. Aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Nord zeigen: Wer bis 2024 in Rente war, erhielt im Schnitt 21,3 Jahre lang eine Altersrente.
Frauen bezogen ihre Rente dabei deutlich länger als Männer. Im Jahr 2024 lag die durchschnittliche Rentenbezugsdauer für Frauen bei 22,7 Jahren, für Männer bei 19,7 Jahren. Fünf Jahre zuvor waren es noch insgesamt 20,8 Jahre - 22,4 Jahre für Frauen und 19,0 Jahre für Männer. Der Trend ist klar: Die Rentenbezugsdauer wächst.
Gleichzeitig verschiebt sich der Rentenbeginn nach hinten. Während Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner 2019 im Durchschnitt mit 64,4 Jahren in den Ruhestand gingen, lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter 2024 bei 64,8 Jahren. Männer begannen ihre Altersrente im Schnitt mit 64,8 Jahren, Frauen mit 64,7 Jahren.
Ende 2024 zahlte die Deutsche Rentenversicherung in Schleswig-Holstein rund 638.000 Altersrenten aus. Bundesweit erhalten etwa 18,9 Millionen Menschen eine gesetzliche Altersrente.






