Längerer Bezug von Altersrenten im Norden
Wer in 2025 in Hamburg, Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern Altersrente bezogen hat, tat das länger als die Rentner*innen vor ihnen
Datum: 10.09.2026
Rentnerinnen und Rentner im Norden beziehen ihre gesetzliche Altersrente immer länger. Aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Nord zeigen: "Wer im Norden bis 2025 in Rente war, erhielt im Schnitt rund sechs bzw. sieben Monate länger Altersrente als vor fünf Jahren", sagt Sebastian Bollig, Pressesprecher der DRV Nord.
Der Trend ist klar: Die Rentenbezugsdauer wächst. Gleichzeitig verschiebt sich der Rentenbeginn nach hinten.
Folgende Zahlen zeigten sich für die Bundesländer im Zuständigkeitsbereich der DRV Nord:
Mecklenburg-Vorpommern
Wer in Mecklenburg-Vorpommern bis 2025 in Rente war, erhielt im Schnitt 23,2 Jahre lang eine Altersrente.
Frauen bezogen ihre Rente dabei deutlich länger als Männer. Im Jahr 2025 lag die durchschnittliche Rentenbezugsdauer für Frauen bei 25,9 Jahren, für Männer bei 20,1 Jahren. Fünf Jahre zuvor waren es insgesamt 22,7 Jahre - 25,5 Jahre für Frauen und 19,6 Jahre für Männer. Im Jahr 2010 lag die durchschnittliche Dauer des Rentenbezugs noch bei 20,5 Jahren (24,0 Jahre für Frauen und 16,2 Jahre für Männer).
Gleichzeitig verschiebt sich der Rentenbeginn nach hinten. Während Versicherte aus Mecklenburg-Vorpommern 2020 im Durchschnitt mit 63,7 Jahren in den Ruhestand gingen, lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter 2025 bei 64,3 Jahren. Männer begannen ihre Altersrente im Schnitt mit 64,4 Jahren, Frauen mit 64,1 Jahren.
Hamburg
Wer in Hamburg bis 2025 in Rente war, erhielt im Schnitt 21,9 Jahre lang eine Altersrente.
Frauen bezogen ihre Rente dabei deutlich länger als Männer. Im Jahr 2025 lag die durchschnittliche Rentenbezugsdauer für Frauen bei 23,6 Jahren, für Männer bei 19,8 Jahren. Fünf Jahre zuvor waren es insgesamt 21,4 Jahre - 23,4 Jahre für Frauen und 19,2 Jahre für Männer. Im Jahr 2010 lag die durchschnittliche Dauer des Rentenbezugs noch bei 20,2 Jahren (22,6 Jahre für Frauen und 17,4 Jahre für Männer).
Gleichzeitig verschiebt sich der Rentenbeginn nach hinten. Während Hamburgerinnen und Hamburger 2020 im Durchschnitt mit 64,5 Jahren in den Ruhestand gingen, lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter 2025 bei 65,1 Jahren. Männer begannen ihre Altersrente im Schnitt mit 65,1 Jahren, Frauen mit 65,0 Jahren.
Schleswig-Holstein
Rentnerinnen und Rentner profitieren länger von ihrer Rente
Wer in Schleswig-Holstein bis 2025 in Rente war, erhielt im Schnitt 21,6 Jahre lang eine Altersrente.
Frauen bezogen ihre Rente dabei deutlich länger als Männer. Im Jahr 2025 lag die durchschnittliche Rentenbezugsdauer für Frauen bei 22,9 Jahren, für Männer bei 20,0 Jahren. Fünf Jahre zuvor waren es insgesamt 21,0 Jahre - 22,6 Jahre für Frauen und 19,2 Jahre für Männer. Im Jahr 2010 lag die durchschnittliche Dauer des Rentenbezugs noch bei 19,6 Jahren (21,6 Jahre für Frauen und 17,3 Jahre für Männer).
Gleichzeitig verschiebt sich der Rentenbeginn nach hinten. Während Versicherte aus Schleswig-Holstein 2020 im Durchschnitt mit 64,2 Jahren in den Ruhestand gingen, lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter 2025 für Männer wie Frauen bei 64,8 Jahren.
Immer mehr Rentnerinnen und Rentner im Norden erhalten Grundrente
Frauen hatten 2025 häufiger Anspruch auf Grundrente als Männer
Datum: 01.09.2026
So viele Rentnerinnen und Rentner bezogen im letzten Jahr Grundrente
Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein verzeichneten im letzten Jahr einen Anstieg bei den Rentnerinnen und Rentern, die eine Grundrente erhielten. Dabei profitierten Frauen 2025 erneut häufiger von der Grundrente als Männer.
Bundesweit erhielten 2025 rund 1,5 Millionen Rentnerinnen und Rentner einen Grundrentenzuschlag. Die durchschnittliche Höhe des Zuschlags lag bei 101,63 Euro. Folgende Zahlen zeigten sich für die Bundesländer im Zuständigkeitsbereich der Deutschen Rentenversicherung Nord.
Mecklenburg-Vorpommern
Mehr als 47.000 Rentnerinnen und Rentner aus Mecklenburg-Vorpommern erhalten Grundrente
Ende 2025 erhielten 47.369 Rentnerinnen und Rentner aus Mecklenburg-Vorpommern Grundrente. Das waren 2.757 Personen mehr als im Vorjahr - ein Anstieg um 6,2 Prozent. "Die Rente wurde durch den Zuschlag im Durchschnitt um 86,89 Euro pro Monat angehoben", sagte Sebastian Bollig von der Deutschen Rentenversicherung Nord.
Während 29.294 Frauen (2024: 27.352) Anspruch auf den Zuschlag hatten, erhielten ihn lediglich 18.075 Männer (2024: 17.260).
Hamburg
Rund 17.600 Hamburger erhalten Grundrente
Ende 2025 erhielten 17.625 Rentnerinnen und Rentner aus Hamburg Grundrente. Das waren 1.167 Personen mehr als im Vorjahr - ein Anstieg um 7,1 Prozent. "Die Rente wurde durch den Zuschlag im Durchschnitt um 109,57 Euro pro Monat angehoben", sagte Sebastian Bollig von der Deutschen Rentenversicherung Nord.
Während 13.268 Frauen (2024: 12.318) Anspruch auf den Zuschlag hatten, erhielten ihn lediglich 4.355 (2024: 4.140) Männer.
Schleswig-Holstein
Mehr als 47.000 Schleswig-Holsteiner erhalten Grundrente
Ende 2025 erhielten 47.077 Rentnerinnen und Rentner aus Schleswig-Holstein Grundrente. Das waren 3.793 Personen mehr als im Vorjahr - ein Anstieg um 8,8 Prozent. "Die Rente wurde durch den Zuschlag im Durchschnitt um 110,68 Euro pro Monat angehoben", sagte Sebastian Bollig von der Deutschen Rentenversicherung Nord.
Während 37.970 Frauen (2024: 34.740) Anspruch auf den Zuschlag hatten, erhielten ihn lediglich 9.107 Männer (2024: 8.544).
Telefonische Erreichbarkeit am 23. September eingeschränkt
Datum: 15.07.2026
Am 23. September 2026 sind die Mitarbeitenden unseres Kundenservicecenters aus betrieblichen Gründen nicht erreichbar.
Unsere Zentrale unter der Telefonnummer 0451 4850 ist nicht besetzt. Für allgemeine Fragen steht Ihnen aber das kostenfreie Servicetelefon unter 0800 1000 480 22 bereit.
Viele Anliegen können Sie zudem auch selbst über unsere Online-Services erledigen. Dazu zählen Antragstellungen, das Anfordern von Versicherungsverläufen oder das Ändern von Bankverbindungen oder Adresse. Auch die Möglichkeit, Unterlagen online einzureichen besteht. Mehr dazu finden Sie hier.
Ab Juli 4,24 Prozent mehr gesetzliche Rente
Wann genau das Geld eingeht, hängt davon ab, wann der Ruhestand begonnen hat
Datum: 24.06.2026
Ab dem 1. Juli steigt die gesetzliche Rente um 4,24 Prozent. Doch das Plus landet nicht bei allen Rentnerinnen und Rentnern gleichzeitig auf dem Konto. Wann genau das Geld eingeht, hängt davon ab, wann der Ruhestand begonnen hat.
Konkret heißt das: Wer seit April 2004 oder später Rente bezieht, bekommt das Geld am Monatsende - die erste erhöhte Zahlung kommt also Ende Juli. Bei einem Rentenbeginn vor April 2004 überweist die Deutsche Rentenversicherung das Geld vorab. In diesen Fällen trifft die höhere Rente schon Ende Juni ein. Eine Antrag ist für das Rentenplus nicht nötig - die Anpassung läuft automatisch.
Die Erhöhung gilt bundesweit, also sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland. Mit 4,24 Prozent fällt sie erneut deutlich höher aus als die aktuelle Teuerungsrate. Laut Statistischem Bundesamt lag die Inflation im Mai bei 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der Renten Service der Deutschen Post verschickt seit Mitte Juni die Rentenanpassungsmitteilungen. In diesen Schreiben steht auch der konkrete Auszahlungszeitpunkt. Bis spätestens Ende Juli sollten alle Rentnerinnen und Rentner die Mitteilung im Briefkasten haben.