Immer mehr Rentnerinnen und Rentner im Norden erhalten Grundrente
Frauen hatten 2025 häufiger Anspruch auf Grundrente als Männer
Datum: 01.09.2026
So viele Rentnerinnen und Rentner bezogen im letzten Jahr Grundrente
Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein verzeichneten im letzten Jahr einen Anstieg bei den Rentnerinnen und Rentern, die eine Grundrente erhielten. Dabei profitierten Frauen 2025 erneut häufiger von der Grundrente als Männer.
Bundesweit erhielten 2025 rund 1,5 Millionen Rentnerinnen und Rentner einen Grundrentenzuschlag. Die durchschnittliche Höhe des Zuschlags lag bei 101,63 Euro. Folgende Zahlen zeigten sich für die Bundesländer im Zuständigkeitsbereich der Deutschen Rentenversicherung Nord.
Mecklenburg-Vorpommern
Mehr als 47.000 Rentnerinnen und Rentner aus Mecklenburg-Vorpommern erhalten Grundrente
Ende 2025 erhielten 47.369 Rentnerinnen und Rentner aus Mecklenburg-Vorpommern Grundrente. Das waren 2.757 Personen mehr als im Vorjahr - ein Anstieg um 6,2 Prozent. "Die Rente wurde durch den Zuschlag im Durchschnitt um 86,89 Euro pro Monat angehoben", sagte Sebastian Bollig von der Deutschen Rentenversicherung Nord.
Während 29.294 Frauen (2024: 27.352) Anspruch auf den Zuschlag hatten, erhielten ihn lediglich 18.075 Männer (2024: 17.260).
Hamburg
Rund 17.600 Hamburger erhalten Grundrente
Ende 2025 erhielten 17.625 Rentnerinnen und Rentner aus Hamburg Grundrente. Das waren 1.167 Personen mehr als im Vorjahr - ein Anstieg um 7,1 Prozent. "Die Rente wurde durch den Zuschlag im Durchschnitt um 109,57 Euro pro Monat angehoben", sagte Sebastian Bollig von der Deutschen Rentenversicherung Nord.
Während 13.268 Frauen (2024: 12.318) Anspruch auf den Zuschlag hatten, erhielten ihn lediglich 4.355 (2024: 4.140) Männer.
Schleswig-Holstein
Mehr als 47.000 Schleswig-Holsteiner erhalten Grundrente
Ende 2025 erhielten 47.077 Rentnerinnen und Rentner aus Schleswig-Holstein Grundrente. Das waren 3.793 Personen mehr als im Vorjahr - ein Anstieg um 8,8 Prozent. "Die Rente wurde durch den Zuschlag im Durchschnitt um 110,68 Euro pro Monat angehoben", sagte Sebastian Bollig von der Deutschen Rentenversicherung Nord.
Während 37.970 Frauen (2024: 34.740) Anspruch auf den Zuschlag hatten, erhielten ihn lediglich 9.107 Männer (2024: 8.544).
Telefonische Erreichbarkeit am 23. September eingeschränkt
Datum: 15.07.2026
Am 23. September 2026 sind die Mitarbeitenden unseres Kundenservicecenters aus betrieblichen Gründen nicht erreichbar.
Unsere Zentrale unter der Telefonnummer 0451 4850 ist nicht besetzt. Für allgemeine Fragen steht Ihnen aber das kostenfreie Servicetelefon unter 0800 1000 480 22 bereit.
Viele Anliegen können Sie zudem auch selbst über unsere Online-Services erledigen. Dazu zählen Antragstellungen, das Anfordern von Versicherungsverläufen oder das Ändern von Bankverbindungen oder Adresse. Auch die Möglichkeit, Unterlagen online einzureichen besteht. Mehr dazu finden Sie hier.
Ab Juli 4,24 Prozent mehr gesetzliche Rente
Wann genau das Geld eingeht, hängt davon ab, wann der Ruhestand begonnen hat
Datum: 24.06.2026
Ab dem 1. Juli steigt die gesetzliche Rente um 4,24 Prozent. Doch das Plus landet nicht bei allen Rentnerinnen und Rentnern gleichzeitig auf dem Konto. Wann genau das Geld eingeht, hängt davon ab, wann der Ruhestand begonnen hat.
Konkret heißt das: Wer seit April 2004 oder später Rente bezieht, bekommt das Geld am Monatsende - die erste erhöhte Zahlung kommt also Ende Juli. Bei einem Rentenbeginn vor April 2004 überweist die Deutsche Rentenversicherung das Geld vorab. In diesen Fällen trifft die höhere Rente schon Ende Juni ein. Eine Antrag ist für das Rentenplus nicht nötig - die Anpassung läuft automatisch.
Die Erhöhung gilt bundesweit, also sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland. Mit 4,24 Prozent fällt sie erneut deutlich höher aus als die aktuelle Teuerungsrate. Laut Statistischem Bundesamt lag die Inflation im Mai bei 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der Renten Service der Deutschen Post verschickt seit Mitte Juni die Rentenanpassungsmitteilungen. In diesen Schreiben steht auch der konkrete Auszahlungszeitpunkt. Bis spätestens Ende Juli sollten alle Rentnerinnen und Rentner die Mitteilung im Briefkasten haben.
Gesetzliche Rente bleibt Fundament der Alterssicherung
Datum: 22.06.2026
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Nord (DRV Nord) bekennt sich klar zur gesetzlichen Rentenversicherung als tragende Säule der Alterssicherung in Deutschland. "Die gesetzliche Rentenversicherung hat sich über Generationen hinweg als stabil, solidarisch und verlässlich erwiesen. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist sie ein Anker für Vertrauen", sagte der Vorsitzende des Vorstandes der DRV Nord, Matthias Maurer, am 19. Juni auf der Vertreterversammlung der DRV Nord in Reinbek. Zugleich sieht Maurer angesichts des demografischen Wandels Handlungsbedarf für eine langfristig tragfähige und generationengerechte Weiterentwicklung des Rentensystems.
Die Vertreterversammlung beschäftigte sich mit den aktuellen rentenpolitischen Entwicklungen auf Bundesebene. Dazu zählen die Stabilisierung des Rentenniveaus, die geplante Ausweitung kapitalgedeckter Elemente sowie Maßnahmen zur Stärkung der Erwerbsbeteiligung. Aus Sicht Maurers reicht es jedoch nicht aus, einzelne Stellschrauben zu verändern. Notwendig sei vielmehr ein umfassender Reformansatz, der die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte in ihrer Gesamtheit berücksichtigt.
"Der demografische Wandel stellt unser Rentensystem vor enorme Herausforderungen. Deshalb braucht es eine ehrliche und ausgewogene Reformdebatte. Einzelmaßnahmen reichen nicht aus", betonte Maurer. Neben einer höheren Erwerbsbeteiligung müssten dabei auch Fragen der Produktivität, der qualifizierten Zuwanderung, der Lebensarbeitszeit sowie der Einbeziehung weiterer Personengruppen in die Alterssicherung diskutiert werden.
Besonders wichtig sei dabei die Verlässlichkeit politischer Entscheidungen. "Vertrauen ist die wichtigste Währung der Rentenversicherung. Vertrauen darauf, dass eingezahlte Beiträge auch künftig zu verlässlichen Leistungen führen und politische Entscheidungen langfristig sowie generationengerecht getroffen werden", betonte Maurer. Er erwartete von der Rentenkommission konkrete und tragfähige Vorschläge für die Zukunft, welche die Politik aufgreifen müsse.
Diesem Appell schloss sich Volker Reitstätter, Geschäftsführer der DRV Nord, an. "Es ist zu wünschen, dass die Verantwortlichen die Debatte sachlich und klar führen und nichts vertagen, was heute entschieden werden kann", sagte Reitstätter. "Die Rentenversicherung verdient eine Diskussion, die nicht von kurzfristigen oder gar parteiinternen Interessen geprägt ist, sondern vom Blick auf die langfristige Stabilität unseres Gemeinwesens."
Neben den rentenpolitischen Entwicklungen befasste sich die Vertreterversammlung der DRV Nord auch mit der strategischen Weiterentwicklung der Organisation. Themen waren unter anderem die Personalentwicklung und die Fachkräftesicherung.
Quelle: DRV Nord
Matthias Maurer bei der Vertreterversammlung am 19. Juni 2026 in Reinbek