Gesetzliche Rente bleibt Fundament der Alterssicherung

Datum: 22.06.2026

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Nord (DRV Nord) bekennt sich klar zur gesetzlichen Rentenversicherung als tragende Säule der Alterssicherung in Deutschland. "Die gesetzliche Rentenversicherung hat sich über Generationen hinweg als stabil, solidarisch und verlässlich erwiesen. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist sie ein Anker für Vertrauen", sagte der Vorsitzende des Vorstandes der DRV Nord, Matthias Maurer, am 19. Juni auf der Vertreterversammlung der DRV Nord in Reinbek. Zugleich sieht Maurer angesichts des demografischen Wandels Handlungsbedarf für eine langfristig tragfähige und generationengerechte Weiterentwicklung des Rentensystems.

Die Vertreterversammlung beschäftigte sich mit den aktuellen rentenpolitischen Entwicklungen auf Bundesebene. Dazu zählen die Stabilisierung des Rentenniveaus, die geplante Ausweitung kapitalgedeckter Elemente sowie Maßnahmen zur Stärkung der Erwerbsbeteiligung. Aus Sicht Maurers reicht es jedoch nicht aus, einzelne Stellschrauben zu verändern. Notwendig sei vielmehr ein umfassender Reformansatz, der die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte in ihrer Gesamtheit berücksichtigt.

"Der demografische Wandel stellt unser Rentensystem vor enorme Herausforderungen. Deshalb braucht es eine ehrliche und ausgewogene Reformdebatte. Einzelmaßnahmen reichen nicht aus", betonte Maurer. Neben einer höheren Erwerbsbeteiligung müssten dabei auch Fragen der Produktivität, der qualifizierten Zuwanderung, der Lebensarbeitszeit sowie der Einbeziehung weiterer Personengruppen in die Alterssicherung diskutiert werden.

Besonders wichtig sei dabei die Verlässlichkeit politischer Entscheidungen. "Vertrauen ist die wichtigste Währung der Rentenversicherung. Vertrauen darauf, dass eingezahlte Beiträge auch künftig zu verlässlichen Leistungen führen und politische Entscheidungen langfristig sowie generationengerecht getroffen werden", betonte Maurer. Er erwartete von der Rentenkommission konkrete und tragfähige Vorschläge für die Zukunft, welche die Politik aufgreifen müsse.

Diesem Appell schloss sich Volker Reitstätter, Geschäftsführer der DRV Nord, an. "Es ist zu wünschen, dass die Verantwortlichen die Debatte sachlich und klar führen und nichts vertagen, was heute entschieden werden kann", sagte Reitstätter. "Die Rentenversicherung verdient eine Diskussion, die nicht von kurzfristigen oder gar parteiinternen Interessen geprägt ist, sondern vom Blick auf die langfristige Stabilität unseres Gemeinwesens." 

Neben den rentenpolitischen Entwicklungen befasste sich die Vertreterversammlung der DRV Nord auch mit der strategischen Weiterentwicklung der Organisation. Themen waren unter anderem die Personalentwicklung und die Fachkräftesicherung.

Auf dem Bild ist der Vorstandvorsitzende Matthias Maurer der DRV Nord zu sehen Quelle: DRV Nord Matthias Maurer bei der Vertreterversammlung am 19. Juni 2026 in Reinbek Matthias Maurer bei der Vertreterversammlung am 19. Juni 2026 in Reinbek

Internationale Beratungstage "Slowakei" am 23. und 24. Juni 2026

Datum: 11.06.2026

Sie sind oder waren in der Slowakei und/oder in Deutschland beschäftigt? Sicherlich stellen Sie sich viele Fragen über Ihre zukünftigen slowakischen oder deutschen Rentenleistungen:

  • Welches ist das gesetzliche Rentenalter?
  • Wie werden die Rentenbeträge errechnet?
  • Wie hoch sind die Beiträge?
  • Welcher Träger wird meine Beiträge berücksichtigen?

Um all Ihre Fragen zu beantworten, organisiert die DRV Nord zusammen mit der DRV Bayern-Süd und der DRV Bund vom 23. bis 24. Juni 2026 für Sie Internationale Beratungstage. Auch Experten des slowakischen Sozialversicherungsträgers Sociálna poisťovňa werden dabei sein.

Pracujete alebo ste pracovali na Slovensku a Nemecku? Odborníci v otázkach dôchodkového poistenia vám poradia.

Wo und wann?
(Miesto / termíny)

Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung
Friedrich-Ebert-Damm 245, 22159 Hamburg

am 23. und 24. Juni 2026

Dienstag, 10:00 – 17:00 Uhrutorok 10:00 – 17:00 hod
Mittwoch, 09:00 – 16:00 Uhrstreda 09:00 – 16:00 hod

Terminvereinbarung
(Dohodnutie termínu)

Per E-Mail an: beratungsstelle@drv-nord.de

Vergessen Sie bitte Ihre Versicherungsunterlagen und Ihren Personalausweis oder Reisepass nicht.

Nezabudnite si prosím svoje doklady o poistení a občiansky preukaz alebo cestovný pas.

Acht Ansprechstellen für Menschen mit Behinderungen zu Themen der Teilhabe und Reha

Datum: 08.06.2026

Die Deutsche Rentenversicherung Nord (DRV Nord) hat acht Ansprechstellen für Menschen mit Behinderung eingerichtet. Behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen finden dort seit 1. März 2018 kompetente Fachleute, die in einem persönlichen Gespräch über mögliche Leistungen der Eingliederungshilfe informieren.

Ziel ist, bereits vor Eintritt einer chronischen Erkrankung oder Behinderung durch geeignete präventive Maßnahmen die Erwerbsfähigkeit zu erhalten. Bei den Ansprechstellen können Reha-Anträge eingereicht werden, die unabhängig davon, ob die Rentenversicherung oder ein anderer Sozialversicherungsträger zuständig ist, umfassend geprüft und bearbeitet werden. Wir unterstützen damit eine verbesserte übergreifende Zusammenarbeit der Sozialversicherungsträger und anderer Beratungsangebote, so dass Bürger für ihre Anliegen möglichst nur einen Ansprechpartner brauchen.

Die acht Ansprechstellen der DRV Nord befinden sich in den Auskunfts- und Beratungsstellen in Greifswald, Schwerin, Rostock, Neubrandenburg, Lübeck, Kiel sowie den beiden Auskunfts- und Beratungsstellen in Hamburg am Friedrich-Ebert-Damm und Millerntorplatz.

Hier finden Sie die Ansprechstellen der DRV Nord:

In Schleswig-Holstein:

  • Auskunfts- und Beratungsstelle Lübeck, Ziegelstr. 150, 23556 Lübeck
  • Auskunfts- und Beratungsstelle Kiel, Herzog-Friedrich-Str. 44, 24103 Kiel

In Hamburg:

  • Auskunfts- und Beratungsstelle Hamburg Friedrich-Ebert-Damm, Friedrich-Ebert-Damm 245, 22159 Hamburg
  • Auskunfts- und Beratungsstelle Hamburg Millerntorplatz, Millerntorplatz 1,20359 Hamburg

In Mecklenburg-Vorpommern:

  • Auskunfts- und Beratungsstelle Greifswald, Pappelallee 1, 17489 Greifswald
  • Auskunfts- und Beratungsstelle Neubrandenburg, Platanenstr. 43, 17033 Neubrandenburg
  • Auskunfts- und Beratungsstelle Rostock, Blücherstr. 27b, 18055 Rostock
  • Auskunfts- und Beratungsstelle Schwerin, Lübecker Str. 142, 19059 Schwerin

Kontaktdaten

Ansprechstellen der DRV Nord

Babyboomer erreichen Rentenalter

Viele neue Rentnerinnen und Rentner im Norden

Datum: 02.06.2026

Die Zahlen der Rentenzugänge für 2025 sind da

2025 erreichten viele der sogenannten "Babyboomer" das Rentenalter. Die Deutsche Rentenversicherung Nord zählte ähnlich wie im Jahr zuvor viele neue Rentnerinnen und Rentner.

Wie sich das in den einzelnen Bundesländern unseres Zuständigkeitsbereich ausgewirkt hat, zeigen die folgenden Zeilen.

Hamburg

Knapp 15.500 neue Rentnerinnen und Rentner in Hamburg

2025 haben 15.428 Versicherte aus Hamburg erstmals eine Altersrente der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Dies sind rund 400 Personen weniger als im Vorjahr (2024: 15.833), teilte die Deutsche Rentenversicherung Nord mit. Die meisten der in Rente wechselnden Versicherten bekamen eine Regelaltersrente, insgesamt waren es im letzten Jahr 8.075 (2024: 8.415). Sie arbeiteten also unabhängig von ihren Versicherungsjahren mindestens bis zum Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters. Das Rentenalter für die Regelaltersrente liegt zurzeit - für den Geburtsjahrgang 1960 - bei 66 Jahren und vier Monaten. Bis 2031 steigt die Regelaltersgrenze schrittweise auf 67 Jahre.

3.044 Männer und Frauen aus Hamburg erhielten im letzten Jahr erstmals eine abschlagsfreie Altersrente nach 45 Versicherungsjahren - die sogenannte Rente mit 63. 2024 waren es mit 3.139 Personen knapp 100 Versicherte mehr, die erstmals diese Rente bekommen hatten.

Eine Altersrente für langjährig Versicherte haben im letzten Jahr 3.373 Personen erhalten (2024: 3.413). Diese Rente wird frühestens ab Erreichen des 63. Lebensjahres gezahlt. Dafür erforderlich ist eine Versicherungszeit von mindestens 35 Jahren. Zudem gibt es Abzüge: Pro Monat des vorzeitigen Rentenbezugs werden 0,3 Prozent des Betrags abgezogen.

Die restlichen Rentenzugänge im Jahr 2025 entfielen auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen mit 936 Personen (2024: 916).

Ende 2025 wurden in Hamburg zusammengenommen rund 300.000 Altersrenten durch die Deutsche Rentenversicherung ausgezahlt. Bundesweit bekommen circa 18,9 Millionen Personen eine gesetzliche Altersrente.

Mecklenburg-Vorpommern

Mehr als 20.500 neue Rentnerinnen und Rentner in Mecklenburg-Vorpommern

2025 haben 20.506 Versicherte aus Mecklenburg-Vorpommern erstmals eine Altersrente der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Im Vorjahr waren es mit 20.564 Personen etwas mehr, teilte die Deutsche Rentenversicherung Nord mit. 
Davon bekamen 5.449 Versicherte eine Regelaltersrente (2024: 5.603). Sie arbeiteten also unabhängig von ihren Versicherungsjahren mindestens bis zum Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters. Das Rentenalter für die Regelaltersrente liegt zurzeit - für den Geburtsjahrgang 1960 - bei 66 Jahren und vier Monaten. Bis 2031 steigt die Regelaltersgrenze schrittweise auf 67 Jahre.

Mehr Neu-Ruheständler nutzten jedoch die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren - die sogenannte Rente für besonders langjährig Versicherte. In Mecklenburg-Vorpommern erhielten 6.476 Versicherte - das ist ein Anteil von knapp einem Drittel - im letzten Jahr diese Form der Altersrente (2024: 6.648). 

Die meisten Versicherten aus dem Nordosten entschieden sich 2025 für eine Altersrente für langjährig Versicherte. Diese haben im letzten Jahr 7.004 Männer und Frauen erhalten (2024: 6.713). Diese Rente wird frühestens mit Erreichen des 63. Lebensjahres gezahlt. Dafür erforderlich ist eine Versicherungszeit von mindestens 35 Jahren. Zudem gibt es Abzüge: Pro Monat des vorzeitigen Rentenbezugs werden 0,3 Prozent des Betrags abgezogen. 

Mecklenburg-Vorpommern liegt damit im Trend der ostdeutschen Bundesländer, wo besonders viele Menschen die Möglichkeiten wählten, vorzeitig in Rente zu gehen. In den westdeutschen Bundesländern bezieht der größte Teil der neuen Rentnerinnen und Rentner dagegen eine Regelaltersrente.

Die restlichen Rentenzugänge entfielen auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen mit 1.577 Fällen (2024: 1.600 Personen).

2025 wurden in Mecklenburg-Vorpommern zusammengenommen mehr als 446.000 Altersrenten durch die Deutsche Rentenversicherung ausgezahlt. Bundesweit bekommen circa 18,9 Millionen Personen eine gesetzliche Altersrente.

Schleswig-Holstein

Mehr als 31.000 neue Rentnerinnen und Rentner in Schleswig-Holstein

2025 haben 31.147 Versicherte aus Schleswig-Holstein erstmals eine Altersrente der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Dies sind etwas weniger als im Vorjahr (2024: 31.408), teilte die Deutsche Rentenversicherung Nord mit. Die meisten der in Rente wechselnden Versicherten bekamen eine Regelaltersrente, insgesamt waren es im letzten Jahr 12.838 (2024: 13.673). Sie arbeiteten also unabhängig von ihren Versicherungsjahren bis zum Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters. Das Rentenalter für die Regelaltersrente liegt zurzeit - für den Geburtsjahrgang 1960 - bei 66 Jahren und vier Monaten. Bis 2031 steigt die Regelaltersgrenze schrittweise auf 67 Jahre.

8.680 Versicherte aus Schleswig-Holstein erhielten im letzten Jahr erstmals eine abschlagsfreie Altersrente nach 45 Versicherungsjahren - die sogenannte Rente mit 63. Im Vorjahr waren es 8.763 Personen, die erstmals diese Rente bekommen hatten.

Erneut stark angestiegen ist die Zahl der Personen, die erstmals eine Altersrente für langjährig Versicherte erhalten haben. Dies waren im letzten Jahr 7.655 Männer und Frauen - 563 Personen mehr als 2024. Diese Rente wird frühestens ab Erreichen des 63. Lebensjahres gezahlt. Dafür erforderlich ist eine Versicherungszeit von mindestens 35 Jahren. Zudem gibt es Abzüge: Pro Monat des vorzeitigen Rentenbezugs werden 0,3 Prozent des Betrags abgezogen.

Die restlichen Rentenzugänge entfielen auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen mit 2.027 Fällen (2024: 1.880).

Ende 2025 wurden in Schleswig-Holstein zusammengenommen rund 642.000 Altersrenten durch die Deutsche Rentenversicherung ausgezahlt. Bundesweit bekommen knapp 18,9 Millionen Personen eine gesetzliche Altersrente.