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Erwerbsminderungsrente bei Bergleuten

Nicht erwerbsfähig - trotzdem versorgt

Foto: Drei BergleuteAnspruch auf eine Rente für Bergleute haben Sie, wenn Sie im Bergbau vermindert berufsfähig sind.

Die Anspruchsvoraussetzungen

Bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze haben Sie Anspruch auf Rente für Bergleute, wenn Sie

  • im Bergbau vermindert berufsfähig sind. Das heißt, wenn Sie wegen Krankheit oder Behinderung nicht in der Lage sind, Ihre bisherige knappschaftliche Beschäftigung als Hauptberuf oder eine andere wirtschaftlich gleichwertige Beschäftigung, die gleichwertige Kenntnisse und Fähigkeiten erfordert, auszuüben;
  • in den fünf Jahren vor Ihrer verminderten Berufsfähigkeit im Bergbau drei Jahre knappschaftliche Pflichtbeitragszeiten vorweisen können und
  • vor Ihrer verminderten Berufsfähigkeit im Bergbau die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren in der knappschaftlichen Rentenversicherung erfüllt haben.

Achtung Eine Rente für Bergleute erhalten Sie nicht, wenn Sie eine wirtschaftlich und qualitativ gleichwertige Beschäftigung oder selbstständige Tätigkeit außerhalb des Bergbaus ausüben.

Sonderregelung für ab 50-Jährige

Bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze haben Sie Anspruch auf eine Rente für Bergleute, wenn

  • Sie das 50. Lebensjahr vollendet haben,
  • im Vergleich zu der von Ihnen bisher ausgeübten knappschaftlichen Beschäftigung als Hauptberuf nicht mehr einer wirtschaftlich gleichwertigen Beschäftigung nachgehen oder selbstständig tätig sind und
  • die Wartezeit von 25 Jahren erfüllt haben.

Auf diese Wartezeit werden Ihnen Beitragszeiten angerechnet, die aus einer Beschäftigung mit ständigen Arbeiten unter Tage resultieren.

Die Wartezeit haben Sie außerdem erfüllt, wenn Sie

  • bei den 25 Jahren gegebenenfalls knappschaftliche Ersatzzeiten vorweisen können
    oder
  • 25 Jahre mit knappschaftlichen Beitragszeiten allein oder zusammen mit knappschaftlichen Ersatzzeiten haben und vor dem 1. Januar 1969 mindestens 15 Jahre Hauerarbeiten geleistet haben oder die erforderlichen 25 Jahre mit Beitragszeiten wegen einer Beschäftigung unter Tage allein oder zusammen mit knappschaftlichen Ersatzzeiten erfüllen.

Dabei werden Ihnen folgende Zeiten angerechnet:

  • auf je zwei volle Kalendermonate mit Hauerarbeiten kommen jeweils drei Wartezeitmonate und
  • auf je drei volle Kalendermonate, in denen Sie vor dem 1. Januar 1968 unter Tage mit anderen als Hauerarbeiten beschäftigt waren, je zwei Monate oder
  • die Zeit der vor dem 1. Januar 1968 verrichteten Arbeiten unter Tage, wenn Sie damals Hauerarbeiten verrichtet haben und diese wegen einer im Bergbau verminderten Berufsfähigkeit aufgeben mussten.

Höhe der Rente für Bergleute

Die Rente für Bergleute wird ausschließlich aus knappschaftlichen Versicherungszeiten berechnet.
Nehmen Sie die Rente vor Ihrem 63. Geburtstag in Anspruch, müssen Sie Abschläge in Kauf nehmen: 0,3 Prozent für jeden Monat, den Sie vorzeitig in Rente gehen, höchstens jedoch 3,6 Prozent.

Hinzuverdienstgrenzen bei einer Rente für Bergleute
Neben Ihrer Rente für Bergleute können Sie noch hinzuverdienen. Dabei gelten dynamische Hinzuverdienstgrenzen, die im Regelfall individuell berechnet werden. Sie richten sich nach den letzten drei Kalenderjahren, bevor die verminderte Berufsfähigkeit eingetreten ist oder – wenn Sie das 50. Lebensjahr vollendet und langjährig unter Tage gearbeitet haben – bevor Sie die besonderen Voraussetzungen erfüllt haben.
Je nach Höhe Ihres Hinzuverdienstes wird die Rente für Bergleute

  • in voller Höhe,
  • in Höhe von zwei Dritteln oder
  • in Höhe von einem Drittel gezahlt.

Die Höhe Ihrer individuellen Hinzuverdienstgrenzen teilt Ihnen die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See im Rentenbescheid mit.

Achtung Die Hinzuverdienstgrenzen ändern sich regelmäßig zum 1. Januar eines jeden Jahres und darüber hinaus zum 1. Juli jeden Jahres, wenn der Hinzuverdienst in den neuen Bundesländern erzielt wird. Sie dürfen Ihre individuelle Hinzuverdienstgrenze zweimal pro Kalenderjahr bis zum Doppelten überschreiten. Davon profitieren Sie beispielsweise, wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber Urlaubs- oder Weihnachtsgeld zahlt oder Überstunden vergütet.

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