Deutsche Rentenversicherung

Passgenau für die Zukunft: Prozesse in der beruflichen Rehabilitation

Zukunftsfähige Leistungen und Prozesse für die berufliche Rehabilitation, die sowohl bedarfsgerecht zugeschnitten sind und die Anforderungen des Arbeitsmarktes widerspiegeln, erfordern der wissenschaftlichen Fundierung, Qualitätssicherung und kontinuierlichen evidenzbasierten Weiterentwicklung. Acht Träger der Deutschen Rentenversicherung haben mit dem Dezernat Reha-Wissenschaften der Deutschen Rentenversicherung Bund einen gemeinsamen Forschungsschwerpunkt „Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation“ ins Leben gerufen. Seit Oktober 2021 werden insgesamt zehn Forschungsprojekte aus vier Themenbereichen gefördert.

Wissenschaftliche Studien in vier thematischen Feldern

Zehn Forschungsprojekte aus vier Themenbereichen werden innerhalb des Schwerpunktes zwischen 2021 und 2026 gefördert. Die Projekte lassen sich thematisch zu Clustern bündeln, die sich teilweise überschneiden:

  1. „Zugangs- und Schnittstellenmanagement“: Die Projekte zielen darauf ab, die Zugangswege in die berufliche Rehabilitation, die Übergänge („Schnittstellen“) zwischen verschiedenen Rehabilitationsleistungen und die Wiedereingliederung am Arbeitsplatz zu optimieren. Es geht um eine bessere Erkennung der Problemlagen, Bedürfnisse und Erwartungen der Betroffenen sowie der Rahmenbedingungen, welche die Übergänge beeinflussen.
  2. „Komplexe und diskontinuierliche Fallgestaltungen“: Bei Rehabilitandinnen und Rehabilitanden mit schwereren gesundheitlichen Beeinträchtigungen bzw. ungünstigen persönlichen Rahmenbedingungen kommt es häufiger zu Schwierigkeiten und Unterbrechungen im Prozess der Rehabilitation. Die Projekte versuchen Hinweise zu gewinnen, wie in diesen Fällen die berufliche Wiedereingliederung besser gelingen kann.
  3. „Expertengestützte Begleitung beruflicher Rehabilitationsprozesse“: Die Projekte untersuchen die Rolle bestimmter Berufsgruppen und die Bedeutung der von ihnen erbrachten Leistungen für die berufliche Rehabilitat ion. Die Erkenntnisse sollen beispielsweise in Aus- und Weiterbildungskonzepte für die jeweiligen Berufsgruppen sowie in Handlungsempfehlungen für die Praxis einfließen.
  4. „Evaluation von Interventionen und Konzepten“: Im Rahmen der Projekte werden Maßnahmen bzw. Konzepte in der beruflichen Rehabilitation bewertet, neu- bzw. weiterentwickelt und hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit und Wirksamkeit wissenschaftlich überprüft.

Hintergrund: Teilhabe ermöglichen

Die Rehabilitation hat die Aufgabe, behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Bei der beruflichen Rehabilitation der Rentenversicherung geht es – ihrem gesetzlichen Auftrag gemäß – insbesondere um die Integration in das Arbeitsleben.

Um Leistungen der beruflichen Rehabilitation auf wissenschaftliche Grundlagen stützen zu können, sind Forschungsaktivitäten unerlässlich. Acht Rentenversicherungsträger haben sich daher mit dem Dezernat Reha-Wissenschaften der Deutschen Rentenversicherung Bund zusammengeschlossen, um einen trägerübergreifenden Forschungsschwerpunkt „Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation“ zu initiieren. Die übergreifende Förderinitiative erlaubt es, sowohl regionsübergreifende Vorhaben als auch regional spezifische Fragestellungen mit Orientierung an jeweils unterschiedlichen Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Sozialstrukturen zu bearbeiteten. Forschende Einrichtungen wurden im Herbst 2020 durch eine Förderbekanntmachung angeregt, einschlägige Forschungsvorhaben einzureichen. Im Zuge eines zweistufigen Antrags- und Begutachtungsverfahren wurden zehn Projekte zur Förderung durch die beteiligten Rentenversicherungsträger ausgewählt.

Beteiligte Träger

Am gemeinsamen Forschungsschwerpunkt „Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation“ sind folgende Rentenversicherungsträger bzw. Bereiche beteiligt:

  • Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
  • Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd
  • Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg
  • Deutsche Rentenversicherung Bund, Abteilung Rehabilitation
  • Deutsche Rentenversicherung Bund, Dezernat Reha-Wissenschaften
  • Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
  • Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland
  • Deutsche Rentenversicherung Nord
  • Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz

In einer Begleit- und Steuerungsgruppe, die durch das Dezernat Reha-Wissenschaften der Deutschen Rentenversicherung Bund koordiniert wird, arbeiten Vertreterinnen und Vertreter aller beteiligten Träger bei der Ausgestaltung des Forschungsschwerpunkts zusammen.

Kontakt

Der Forschungsschwerpunkt wird über folgende Stelle koordiniert:

Deutsche Rentenversicherung Bund
Geschäftsbereich Prävention, Rehabilitation und Sozialmedizin
Dezernat Reha-Wissenschaften
Bereich 0421/ R4012
10704 Berlin

Für inhaltliche, formale und administrative Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Frau Dr. Anne-Kathrin Mayer (Telefon: 030 865-32775).

Mail: forschung-berufliche-reha[at]drv-bund.de

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