Deutsche Rentenversicherung

Rentenabschläge

Die Deutsche Rentenversicherung beantwortet wichtige Fragen zu den Voraussetzungen und Bedingungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen.

Wer kann Beiträge zum Ausgleich von Rentenabschlägen zahlen?

Seit 2012 müssen Arbeitnehmer schrittweise länger arbeiten, bevor sie in Rente gehen können. Die Altersgrenze rückt schrittweise von 65 auf 67 Jahre. Wenn Sie zum Beispiel 1955 geboren sind, müssen Sie neun Monate länger arbeiten - also bis 65 Jahre und neun Monate.

Durch Abschläge bei Ihrer Rentenzahlung haben Sie die Möglichkeit, trotzdem mit 65 Jahren in den Ruhestand zu gehen.

Um diese Rentenabschläge auszugleichen, können Sie ab dem 50. Lebensjahr zusätzliche Beiträge zur Rentenversicherung zahlen.

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

Voraussetzung für die Zahlung der Beiträge ist eine Erklärung gegenüber der Rentenversicherung, voraussichtlich eine vorgezogene Altersrente mit Abschlägen in Anspruch nehmen zu wollen. Die Anspruchsvoraussetzungen für eine vorgezogene Altersrente müssen bis zum beabsichtigten Rentenbeginn erfüllt werden können.

Tipp:
Ob die Voraussetzungen für eine vorgezogene Altersrente bereits erfüllt sind oder bis zum beabsichtigten Rentenbeginn noch erfüllt werden können, kann einer „normalen Rentenauskunft “ entnommen werden. Diese erhalten Versicherte ab einem Alter von 55 Jahren alle drei Jahre automatisch übersandt.

Wie hoch sind die zu zahlenden Beträge?

Die Höhe des Betrages zum Ausgleich von Rentenabschlägen kann der „Auskunft zum Ausgleich einer Rentenminderung“ über die voraussichtliche Minderung der Altersrente entnommen werden. Sie wird auf Antrag vom Rentenversicherungsträger erstellt und enthält

  • die voraussichtliche Höhe der Altersrente, abgestellt auf den beabsichtigten, vorzeitigen Rentenbeginn
  • die Höhe der Rentenminderung wegen der vorzeitigen Inanspruchnahme der Altersrente
  • den Beitrag, der zum Ausgleich der Rentenminderung gezahlt werden kann.

Berechnungsbeispiele:
Bei einer Bruttorente von 800 Euro im Monat in den alten Bundesländern und einem Jahr vorzeitigem Rentenbeginn (Rentenminderung 3,6 Prozent oder 28,80 Euro) müsste zum vollen Ausgleich der Rentenminderung ein Betrag von rund 6.591 Euro in die Rentenversicherung eingezahlt werden. Bei 1.000 Euro Rente und zwei Jahren vorzeitigem Rentenbeginn (Minderung 7,2 Prozent oder 72 Euro) sind rund 17.116 Euro aufzuwenden. Wer bei einer Rente von 1.200 Euro monatlich drei Jahre früher in Rente gehen möchte, kann 130 Euro Rentenminderung (10,8 Prozent) durch rund 32.052 Euro ausgleichen.

Wie berechnen sich die zu zahlenden Beiträge?

Die Berechnung der Beiträge, die zum Ausgleich von Rentenabschlägen gezahlt werden können, erfolgt nach einer im Gesetz festgelegten Formel.

Entscheidend sind der aktuelle durchschnittliche Verdienst aller Versicherten, der im Zeitpunkt der Zahlung geltende Beitragssatz zur Rentenversicherung sowie der Prozentsatz, um den die Rente aufgrund des vorzeitigen Rentenbeginns voraussichtlich gekürzt wird.

Bei einer Zahlung innerhalb von drei Monaten nach Erteilung der „Auskunft zum Ausgleich einer Rentenminderung“ ist auch bei einer Änderung der Berechnungsgrößen ein Anstieg des zum vollständigen Ausgleich notwendigen Beitrags ausgeschlossen. Die in der Auskunft genannte Höhe des Ausgleichsbeitrages ist somit für 3 Monate bindend. Erfolgt die Zahlung zu einem späteren Zeitpunkt, ist eine Erhöhung möglich.

Ist auch eine Teil- oder Ratenzahlung möglich?

Ja, pro Jahr sind mehrere Teilzahlungen möglich.

Sie zahlen diese zusätzlichen Beiträge freiwillig. Nach dem Sie über den zu zahlenden Betrag informiert wurden, entscheiden Sie, ob und in welcher Höhe Sie die zusätzlichen Beiträge zahlen möchten.

Sie haben die Möglichkeit, nur einen Teilbetrag der voraussichtlichen Rentenminderung zu zahlen.

 

Was passiert mit den Beiträgen, wenn der Rentenbeginn doch nicht vorgezogen wird?

Sollten Sie, nicht wie beabsichtigt, vorzeitig Ihre Rente beanspruchen können, werden die zusätzlich eingezahlten Beiträge, die Sie zum Ausgleich der Rentenabschläge bereits eingezahlt haben, Ihre monatliche Rente erhöhen.

Die zusätzlich eingezahlten Beiträge können wir Ihnen nicht erstatten.

Wer kann Beiträge zum Ausgleich von Rentenabschlägen zahlen?

Seit 2012 müssen Arbeitnehmer schrittweise länger arbeiten, bevor sie in Rente gehen können. Die Altersgrenze rückt schrittweise von 65 auf 67 Jahre. Wenn Sie zum Beispiel 1955 geboren sind, müssen Sie neun Monate länger arbeiten - also bis 65 Jahre und neun Monate.

Durch Abschläge bei Ihrer Rentenzahlung haben Sie die Möglichkeit, trotzdem mit 65 Jahren in den Ruhestand zu gehen.

Um diese Rentenabschläge auszugleichen, können Sie ab dem 50. Lebensjahr zusätzliche Beiträge zur Rentenversicherung zahlen.

Wo kann ich mich beraten lassen?

Für eine persönliche Beratung wenden Sie sich an unsere Auskunfts- und Beratungsstellen in Ihrer Nähe. Auch unsere ehrenamtlich tätigen Versichertenältesten und Versichertenberater helfen Ihnen gerne weiter.

Telefonisch können Sie sich unter unserer kostenlosen Service-Nummer 0800 1000 4800 informieren.

Die Adressen der Beratungsstellen und Versichertenältesten finden Sie hier: Beratungsstellensuche

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