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Erwerbsminderungsrente - das Netz für alle Fälle

Unser Rententipp

Wer nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr arbeiten kann, hat oft Angst vor dem sozialen Absturz. Die Rente wegen Erwerbsminderung sorgt dafür, dass kein Betroffener ins Bodenlose fällt.

Ca. 1,6 Millionen Versicherte beziehen eine Erwerbsminderungsrente. Seit Anfang 2001 orientiert sich der Zugang zu einer solchen Rente jedoch bei nach dem 1. Januar 1961 geborenen Versicherten nur noch am verbliebenen Leistungsvermögen. Sie können also auf alle am Arbeitsmarkt verfügbaren Arbeitsplätze verwiesen werden. Die bisherige berufliche Tätigkeit spielt dagegen keine Rolle mehr.

Eine Berufsunfähigkeitsrente der Rentenversicherung können nur noch die Versicherten bekommen, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind. Sie heißt jetzt Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit. Anspruch auf eine solche Rente haben Versicherte, die zwar aus gesundheitlichen Gründen noch eine Tätigkeit von sechs Stunden oder mehr (auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt) ausüben könnten, aber nicht mehr in ihrem erlernten oder einem gleichwertigen Beruf.

Mehr als 90 Prozent aller Erwerbsminderungsrentner bekommen eine Rente wegen voller Erwerbsminderung, nur rund 6,5 Prozent eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung. Wichtigster Grund: Teilweise Erwerbsgeminderte können zwar noch drei bis sechs Stunden täglich erwerbstätig sein, finden aber wegen der Probleme auf dem Arbeitsmarkt in der Regel aber oft keinen Teilzeitjob. Deshalb steht auch ihnen normalerweise eine Rente wegen voller Erwerbsminderung zu. Neben einer Rente wegen voller Erwerbsminderung kann ein Versicherter noch bis zu 450 Euro monatlich verdienen, ohne dadurch seinen Rentenanspruch zu verlieren.

Übrigens: Junge Versicherte, die zum Beispiel während einer Ausbildung einen Unfall oder eine schwere Krankheit erleiden, haben unter Umständen bereits nach Zahlung nur eines einzigen Beitrages zur gesetzlichen Rentenversicherung einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente.

Weiteres Plus der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente: Würde sich die Höhe der Erwerbsminderungsrente allein nach den zuvor gezahlten Beiträgen richten, wäre die gesetzliche Rente oft nicht ausreichend, da die Erwerbsminderung bei vielen Versicherten bereits weit vor dem 62. Lebensjahr eintritt. Deshalb gibt es eine so genannte Zurechnungszeit, die erwerbsgeminderte Versicherte so stellt, als hätten sie auf der Grundlage ihres bisherigen Verdienstes bis zum 62. Lebensjahr weiter Beiträge gezahlt.

Stand: September 2015

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