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Berufliche Rehabilitation

Neue Perspektiven zum Wohl der Familie

Foto: Frau am MikroskopSie können Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben? Sie finden keinen Arbeitsplatz, an dem auf Ihre gesundheitlichen Probleme Rücksicht genommen wird?

Auch hier hat die gesetzliche Rentenversicherung ein passendes Angebot für Sie: die berufliche Rehabilitation, die sogenannte  „Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben“. Damit wollen wir Ihren Arbeitsplatz möglichst erhalten oder eröffnen Ihnen – wenn notwendig – auch neue Berufschancen  Die berufliche Rehabilitation kann allein oder auch ergänzend zu einer bereits erfolgten medizinischen Rehabilitation durchgeführt werden.

Unsere Rehabilitationsmaßnahmen sind erfolgreich: Drei von vier Teilnehmern schließen ihre berufliche Bildungsleistung erfolgreich ab. Und noch zwei Jahre nach Abschluss dieser Leistung nimmt die pflichtversicherte Beschäftigung zu.

Berufliche Rehabilitation – was heißt das konkret?

Foto: Frau liegt mit Hantel auf einer Gymnastikmatte


Zur beruflichen Rehabilitation beziehungsweise „Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben“ zählen wir:

  • Hilfen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes,
  • Berufliche Anpassung, Ausbildung und Weiterbildung,
  • Gründungszuschuss bei Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit,
  • Leistungen an Arbeitgeber zur Unterstützung der Beschäftigungsbereitschaft sowie
  • Leistungen in einer anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen.

Wir berücksichtigen bei der Auswahl  individuelle Faktoren, wie Ihre Eignung, Neigungen oder Ihre bisherige Tätigkeit in angemessener Weise. Natürlich spielt auch die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt eine Rolle.

Die beruflichen Rehabilitationen werden nach Möglichkeit  in Ihrer Wohnortnähe durchgeführt. Sie dauern grundsätzlich so lange, wie es für das angestrebte Berufsziel allgemein üblich oder vorgesehen ist. Ganztägige Weiterbildungen sind in der Regel auf zwei Jahre begrenzt.

Unterstützung Ihrer Familie während der Reha: Damit Sie und Ihre Familie auch während Ihrer Rehabilitation finanziell abgesichert sind, können Sie Hilfen wie  Übergangsgeld, Reisekosten oder  einen Zuschuss für eine Haushaltshilfe beantragen. Letzteres  ist dann nötig,  wenn während Ihrer Abwesenheit der Haushalt von Ihren Angehörigen und Kindern nicht eigenständig fortgeführt werden kann. Weiterhin können wir auch Betreuungskosten bei Kindern, die älter als 12 Jahre sind, übernehmen. Bitte sprechen Sie Ihren Rentenversicherungsträger rechtzeitig vor der Reha darauf an.

Voraussetzungen für eine berufliche Reha

Für eine berufliche Rehabilitation gibt es persönliche und versicherungsrechtliche Voraussetzungen:

Persönliche Voraussetzungen

Ihre Erwerbsfähigkeit ist wegen Krankheit, körperlicher oder seelischer Behinderung erheblich gefährdet oder bereits gemindert und durch Rehabilitationsleistungen kann

  • bei erheblich gefährdeter Erwerbsfähigkeit eine drohende Minderung abgewendet werden oder
  • die bereits geminderte Erwerbsfähigkeit wesentlich verbessert, wiederhergestellt oder eine wesentliche Verschlechterung abgewendet werden oder
  • bei teilweise geminderter Erwerbsfähigkeit ohne Aussicht auf wesentliche Besserung der Arbeitsplatz erhalten werden.

Versicherungsrechtliche Voraussetzungen

Diese erfüllen Sie, wenn

  • Ihnen ohne diese Leistungen eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit gezahlt werden müsste oder die Leistungen unmittelbar im Anschluss an eine medizinische Rehabilitation erforderlich sind, um die Rehabilitation erfolgreich zu beenden.
  • Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits eine Wartezeit von 15 Jahren zurückgelegt haben.

Zu der Wartezeit von 15 Jahren zählen wir Pflichtbeiträge und freiwillige Beiträge, Kindererziehungszeiten und Zeiten aus dem Versorgungsausgleich mit.

Empfänger einer Erwerbsminderungsrente oder hinterbliebene Ehepartner mit Anspruch auf eine große Witwen- oder Witwerrente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erfüllen stets die Voraussetzungen für eine berufliche Rehabilitation.

Ausschluss der beruflichen Rehabilitation

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben kommen nicht für Sie in Frage, wenn Sie

  • wegen eines Arbeitsunfalls, einer Berufskrankheit oder einer Schädigung durch dritte Personen Anspruch auf eine gleichartige Leistung von einem anderen Rehabilitationsträger haben (zum Beispiel von der Unfallversicherung) oder
  • bereits eine Altersrente von wenigstens zwei Dritteln Ihrer Vollrente erhalten oder beantragt haben oder
  • Beamter oder Empfänger von Versorgungsbezügen im Ruhestand sind oder
  • bereits aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind und bis zum Beginn Ihrer Altersrente zunächst andere Leistungen erhalten oder
  • sich gewöhnlich im Ausland aufhalten.

Beratung und Beantragung

Für eine Rehabilitation stellen Sie einen Antrag bei Ihrem Rentenversicherungsträger. Dieser entscheidet über die Notwendigkeit und den Umfang. Scheuen Sie sich nicht, uns Fragen zu stellen. Wir und auch viele ehrenamtliche Versichertenberater und Versichertenälteste helfen Ihnen gerne. Klicken Sie auf diese Links für Details zur Antragstellung und die Adresse Ihrer nächstliegenden Beratung:

Antrag und Ablauf einer Rehabilitation

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