Deutsche Rentenversicherung

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Übergangsbereich

Zum 1. Juli 2019 trat an die Stelle der bisherigen Gleitzone der Übergangsbereich. Eine Beschäftigung im Übergangsbereich liegt nach § 20 Abs. 2 SGB IV vor, wenn das erzielte Arbeitsentgelt 450,01 Euro bis 1.300 Euro im Monat beträgt und die Grenze von 1.300 Euro im Monat regelmäßig nicht überschritten wird. Bei mehreren Beschäftigungen ist das insgesamt erzielte Arbeitsentgelt maßgebend.

Arbeitsentgelte innerhalb des Übergangsbereichs werden bei der Berechnung des Arbeitnehmerbeitragsanteils nach einer im Gesetz festgelegten Formel vermindert.

Der vom Beschäftigten zu zahlende reduzierte Beitragsanteil führt nicht mehr zu geminderten Rentenansprüchen. Die bisherige Möglichkeit der Beschäftigten, auf die Anwendung der Formel zur Vermeidung von Rentenminderungen zu verzichten, entfällt daher.

In § 28a Abs. 1 und 2 SGB IV sind alle Meldetatbestände abschließend aufgeführt; der Eintritt in eine oder der Austritt aus einer Beschäftigung im Übergangsbereich stellt keinen Meldetatbestand dar und ist demnach durch den Arbeitgeber nicht zu melden.

Bei Beschäftigungen im Übergangsbereich sind Entgeltmeldungen (Jahresmeldung, Abmeldung, Unterbrechungsmeldung) mit einem Kennzeichen "Midijob" zu versehen.

Es gibt drei Kennzeichen:

  • 0 = Kein Arbeitsentgelt innerhalb des Übergangsbereichs.
  • 1 = Arbeitsentgelt durchgehend innerhalb des Übergangsbereichs; tatsächliche Arbeitsentgelte betragen in allen Entgeltabrechnungszeiträumen von 450,01 Euro bis 1.300 Euro monatlich.
  • 2 = Arbeitsentgelt sowohl innerhalb als auch außerhalb des Übergangsbereichs; die Meldung umfasst sowohl Entgeltabrechnungszeiträume mit Arbeitsentgelten von 450,01 Euro bis 1.300 Euro monatlich als auch solche mit Arbeitsentgelten unter 450,01 Euro oder über 1.300 Euro monatlich.

Bei Angabe des Kennzeichens 1 oder 2 ist in die Meldungen als beitragspflichtiges Bruttoarbeitsentgelt die reduzierte beitragspflichtige Einnahme einzutragen.

Zusätzlich ist in diesen Fällen das der Rentenberechnung zugrunde zu legende Entgelt anzugeben. Dabei handelt es sich um das tatsächliche Entgelt, das ohne Anwendung der Regelungen zum Übergangsbereich (§ 163 Abs. 10 SGB VI) beitragspflichtig wäre. Darüber hinaus sind bei der Ermittlung des Entgelts für die Rentenberechnung zu berücksichtigen:

  • das in der Rentenversicherung beitragspflichtige Entgelt in Zeiträumen, in denen keine Beschäftigung nach § 20 Abs. 2 SGB IV im Meldezeitraum vorlag,
  • die fiktive beitragspflichtige Einnahme der zusätzlichen Rentenversicherungsbeiträge nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe b AltTZG i. V. m. § 163 Abs. 5 SGB VI bei Altersteilzeitbeschäftigungen und
  • die fiktive beitragspflichtige Einnahme in der Rentenversicherung nach § 163 Abs. 6 SGB VIbei Beschäftigungen während Kurzarbeit.

Bei Angabe des Kennzeichens 0 ist in den Meldungen nicht zusätzlich ein Entgelt für die Rentenberechnung anzugeben.

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