Deutsche Rentenversicherung

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Hinzuverdienst und Einkommensanrechnung

Bei vielen Versichertenrenten sind Hinzuverdienstgrenzen zu beachten; auch auf Hinterbliebenenrenten kann Einkommen angerechnet werden. Details finden Sie hier.

Vorübergehende Erhöhung der Verdienstgrenze bei Altersrenten

Für das Jahr 2020 wurde die Verdienstgrenze bei vorgezogenen Altersrenten von 6.300 Euro auf 44.590 Euro angehoben. Rentnerinnen und Rentner können daher bis zu 44.590 Euro im Kalenderjahr zu ihrer Rente hinzuverdienen, ohne dass diese gekürzt wird. Die Erhöhung der Verdienstgrenzen soll Personalengpässe entgegenwirken, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind. Ab 2021 gelten wieder die bisherigen Grenzen.

Die Erhöhung der Verdienstgrenzen gilt nicht für Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten.

Erfahren Sie hier mehr!

Wenn ich meine Rente bekomme, wird diese auf die Rente meines Ehegatten angerechnet, so als eine Art maximales Familieneinkommen?

Die Höhe der Rente von Versicherten hat keinen Einfluss auf die Versichertenrente der Ehegatten. Eine Begrenzung auf ein maximales Familieneinkommen gibt es in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht.

Ich bin 65 Jahre alt und beziehe seit dem 1. Oktober 1998 eine Witwenrente. In den nächsten Tagen erfolgt die Auszahlung meiner Lebensversicherung. Gilt für mich das neue Hinterbliebenenrecht, und wird damit die Lebensversicherung auf meine Witwenrente angerechnet?

Nein, eine Anrechnung Ihrer Lebensversicherung erfolgt nicht, da für Sie weiterhin das "alte" Hinterbliebenenrecht gilt. Dies ist immer dann anzuwenden, wenn der Versicherte vor dem 1. Januar 2002 verstorben ist oder zwar nach dem 1. Januar 2002 verstorben ist, aber die Ehe bereits vor dem 1. Januar 2002 geschlossen wurde und mindestens ein Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde. Angerechnet werden hier nur Einkommen aus einer abhängigen Beschäftigung beziehungsweise einer selbstständigen Tätigkeit und Entgeltersatzleistungen wie zum Beispiel Krankengeld.

Ich bin Bezieher einer Erwerbsminderungsrente. Was darf ich rentenunschädlich hinzuverdienen?

Durch das Flexirentengesetz wurde zum 1. Juli 2017 auch der Hinzuverdienst bei Erwerbsminderungsrenten angepasst. Anstatt der bisherigen monatlichen Hinzuverdienstgrenze gilt jetzt eine Jahresgrenze. Wenn Sie diese Grenze überschreiten, wird 40 Prozent des Einkommens, das über der Hinzuverdienstgrenze liegt, auf Ihre Rente angerechnet.

Bei einer Rente wegen voller Erwerbsminderung liegt die jährliche Hinzuverdienstgrenze bei 6.300,00 Euro.
Bei einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung wird die Grenze individuell berechnet. Sie orientiert sich - vereinfacht gesagt - an Ihrem höchsten beitragspflichtigen Jahreseinkommen der letzten 15 Jahre. Mindestens liegt sie in 2019 aber bei 15.138,90 Euro.

Wieviel kann ich bei der Rente dazuverdienen?

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze bestehen für Versichertenrenten grundsätzlich keine Einschränkungen (Ausnahme: Rentner und gleichzeitig Bundestags- oder Europaabgeordneter). Bei Bezug einer Rente wegen voller Erwerbsminderung , Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze oder der Knappschaftsausgleichsleistung (KAL) beträgt die allgemeine Hinzuverdienstgrenze für Vollrenten jährlich 6.300 Euro brutto. Bei Überschreiten dieser Hinzuverdienstgrenze werden 40 Prozent des, die Hinzuverdienstgrenze überschreitenden, Betrags auf die Rente wegen voller Erwerbsminderung oder die Altersrente angerechnet und diese nur noch als Teilrente gezahlt. Der Bezug der KAL als Teilrente ist ausgeschlossen.

Bei Hinterbliebenenrenten werden 40 Prozent des den Freibetrag überschreitenden Erwerbs- oder Erwerbsersatzeinkommens angerechnet.