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Antrag und Ablauf einer Rehabilitation

Ziele der Rehabilitation

Foto: Eine Frau blickt aus einer Akte hochJährlich erfahren etwa eine Million Menschen, dass ihr Körper den Belastungen am Arbeitsplatz nicht mehr gewachsen ist oder dass ihre  gesundheitlichen Probleme eine berufliche Neuorientierung erfordern. Gerade für Familien bedeutet dies ein hohes Risiko, da aus solchen Situationen meist auch große finanzielle Belastungen entstehen. Damit Sie möglichst schnell wieder an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren oder in einen anderen Beruf einsteigen können, unterstützen wir Sie mit einem breitgefächerten Angebot umfangreicher / unterschiedlicher Maßnahmen – von der medizinischen Rehabilitation über Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bis hin zu speziellen Angeboten für Kinder und Jugendliche. 

Sie planen eine Reha?

Nachfolgend erklären wir Ihnen den Ablauf einer gewöhnlichen Antragsstellung:

AchtungBitte beachten Sie: Je nach Leistung und Rentenversicherungsträger gelten teils unterschiedliche Vorgaben und Abläufe. Bitte setzen Sie sich in jedem Fall mit Ihrem Rentenversicherungsträger in Verbindung und besprechen Sie dort alle Details.Der nachfolgende Ablauf ist daher nur beispielhaft.

Nehmen Sie mit Ihrem Rentenversicherungsträger Kontakt auf. Ist Ihnen dieser nicht bekannt, schauen Sie einfach auf den Briefkopf des letzten Schreibens, beispielsweise Ihrer  Renteninformation.  Für eine medizinische Rehabilitation können Sie sich auch gerne an Ihre Krankenversicherung oder die gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation wenden. 

In dem Gespräch werden die möglichen Rehabilitationsleistungen besprochen und es wird geprüft, ob Sie dafür die Voraussetzungen erfüllen. Gibt es hier grünes Licht, füllen Sie den Antrag aus. Eine Fachabteilung – je nach Rehabilitationsart besetzt mit Medizinern, Psychologen oder Berufsexperten, beurteilt, ob Ihre Rehabilitation notwendig beziehungsweise angemessen ist. In der Regel geschieht das innerhalb von drei Wochen, es sei denn, ein ärztliches Gutachten ist nötig. Gibt es dann ebenfalls  grünes Licht, wird eine Rehabilitationseinrichtung ausgesucht und die Dauer Ihrer Reha festgelegt. Selbstverständlich berücksichtigen wir dabei Ihre Wünsche so weit wie möglich. Sie erhalten alle  Angaben in einem Bescheid. Auch über eine Ablehnung Ihrer Rehabilitation erfahren Sie per Bescheid. Dagegen können Sie innerhalb eines Monates Widerspruch einlegen. Bitte begründen Sie diesen eingehend. Ihr Widerspruch wird entsprechend geprüft.

Wie geht es nach dem Bescheid weiter?

Zwischen Erhalt des Bewilligungsbescheides und Antritt der Leistung liegt nur ein kurzer Zeitraum.  Haben Sie einen positiven Bescheid erhalten, ist damit Ihre  akute Rehabilitationsbedürftigkeit festgestellt worden. Das ist auch der Grund, weshalb Ihr Rentenversicherungsträger einer Verschiebung des Reha-Antrittstermins auf einen späteren Zeitpunkt grundsätzlich nicht zustimmen kann. Das gilt vor allem dann, wenn Sie von Ihrer Krankenkasse oder der Agentur für Arbeit aufgefordert worden sind, einen Antrag auf Leistungen zur Rehabilitation zu stellen.

Wo und in welcher Form wird die Leistung durchgeführt?

Den Rentenversicherungsträgern stehen sehr moderne und genau auf Ihre individuellen Bedürfnisse  ausgerichtete Rehabilitationseinrichtungen im gesamten Bundesgebiet zur Verfügung. Für Bildungseinrichtungen für die berufliche Rehabilitation gilt das Gleiche.

Spezielle Services für Familien

Foto: Eine junge FamilieDamit Sie und Ihre Familie auch während Ihrer Rehabilitation finanziell abgesichert sind, können Sie Hilfen wie Übergangsgeld, Reisekosten oder einen Zuschuss für eine Haushaltshilfe beantragen. Letzteres ist nötig, wenn Ihre Angehörigen oder Kinder sich während Ihrer Abwesenheit nicht eigenständig um den Haushalt kümmern können. Betreuungskosten bei über 12 Jahre alten Kindern können ebenfalls übernommen werden. Sie haben ein Baby oder Kleinkind, welches täglich Ihre Fürsorge braucht?  Dann können Sie Ihr Kind selbstverständlich mit zur Reha nehmen. 

Trifft etwas davon auf Sie zu? Dann bitten wir Sie, uns schon bei Ihrer Antragstellung darauf anzusprechen, damit wir gemeinsam eine für Sie passende Lösung finden.

Wirkt sich die Rehabilitationszeit auf meine Rente aus?

Im Allgemeinen nicht wesentlich. Als Rehabilitand müssen Sie für Ihre spätere Rente keine größeren Einbußen befürchten. Auch wenn Sie über längere Zeit oder mehrfach eine Rehabilitation in Anspruch nehmen, wirkt sich dies nicht erheblich auf Ihre Rentenhöhe aus. Zeiten einer Rehabilitation sind Beitragszeiten, wenn Sie als Versicherter Übergangsgeld beziehen und im letzten Jahr vor der Rehabilitation zuletzt pflichtversichert waren.

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