Deutsche Rentenversicherung entwickelt Anwendungen für die digitale Brieftasche

Datum: 10.09.2026

Ab 2027 sollen alle EU-Mitgliedsstaaten die digitale Brieftasche EUDI-Wallet (European Digital Identity) einführen. Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger hat den aktuellen Stand des Projekts am Dienstag gemeinsam mit Unterstützern vorgestellt. In Deutschland wird die Wallet "d-you" heißen. Die Deutsche Rentenversicherung unterstützt die Einführung, indem sie konkrete Anwendungen für die Wallet entwickelt.

Die europäische Brieftasche soll es künftig ermöglichen, Nachweise digital und sicher über das Smartphone zu erbringen. Neben dem Personalausweis oder dem Führerschein könnten in Zukunft noch weitere Dokumente in die "d-you" geladen werden. Damit die Wallet für Bürger wirklich nützlich ist, müssen möglichst viele Unternehmen und Verwaltungen Anwendungen zur Verfügung stellen.

Die Deutsche Rentenversicherung arbeitet zum Beispiel daran, die A1-Bescheinigung für die digitale Brieftasche auszustellen. Diesen Nachweis benötigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für eine vorübergehende Berufstätigkeit im Ausland. Der digitale Prozess in der Wallet, von der Ausstellung bis zur Überprüfung des Nachweises, wird den Aufwand für alle Beteiligten erheblich reduzieren. Angedacht ist zudem, dass sich Versicherte mit Dokumenten in der Wallet auch im Kundenportal der Deutschen Rentenversicherung sicher ausweisen können.

Die Deutsche Rentenversicherung war von Beginn an stark involviert in die Entwicklung möglicher Anwendungen, sogenannter Use Cases. Dr. Matthias Flügge, Direktor der Deutschen Rentenversicherung, war am Dienstag dazu mit dem Bundesdigitalminister im Austausch.

Bundesminister Karsten Wildberger präsentiert die staatliche EUDI-Wallet-App  "d-you". Quelle: BMDS/Jens Oellermann EUDI-Wallet-App "d-you" Bundesminister Karsten Wildberger präsentiert die staatliche EUDI-Wallet-App "d-you".