Deutsche Rentenversicherung

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Abgeschlossene Einzelprojekte

Projektende in 2019

Feb 2018 bis Okt 2019 - Zufriedenheit von Rehabilitanden in Erfahrungsberichten der sozialen Medien (ZURESO)

Prof. Dr. Uwe Sander, Hochschule Hannover

Hintergrund

Einerseits werden soziale Medien und Bewertungsportale von Rehabilitanden genutzt, um medizinische Rehabilitationsleistungen anhand vorgegebener Kriterien zu bewerten und Erfahrungen in detaillierten Freitextbeiträgen mit anderen Nutzern zu teilen. Andererseits nutzen Rehabilitanden diese Beiträge, um sich im Vorfeld über Rehabilitationskliniken und die Durchführung einer Rehabilitation zu informieren. Systematische Erhebungen zur Häufigkeit reha-bezogener Online-Bewertungen und -Erfahrungsberichte wurden bisher noch nicht durchgeführt. Auch fehlen bislang Erkenntnisse, wie diese ausfallen, anhand welcher Kriterien sie erfolgen, wie zuverlässig diese Angaben sind und welche Nutzungspotenziale bzw. Risiken sich daraus ergeben.

Zielstellung

Im Zentrum des Projektes steht daher die Frage, wie häufig, mit welchem Ergebnis und anhand welcher Kriterien die medizinische Rehabilitation auf Bewertungsportalen und in sozialen Medien durch die Nutzer bewertet wird. 

Als zentrale Ziele verfolgt das Projekt

  • die erstmalige systematische Analyse der Ergebnisse und Kriterien von online abgegebenen Bewertungen und Erfahrungsberichten am Beispiel des führenden Bewertungsportals Klinikbewertungen.de sowie auf der Social-Media-Plattform Facebook,
  • den orientierenden Vergleich der Ergebnisse und Kriterien aus den online abgegebenen Bewertungen und Erfahrungsberichten mit den Ergebnissen und Kriterien der Rehabilitandenbefragung durch die Rentenversicherung
  • die gemeinsame Entwicklung von Handlungsempfehlungen für Rentenversicherungsträger und Rehabilitationskliniken für den Umgang mit und die Nutzung von online abgegebenen Bewertungen und Erfahrungsberichten.

Methodische Vorgehensweise

  1. Identifikation der online abgegebenen Erfahrungsberichte und Klinikbewertungen,
  2. Quantitative Analyse der Bewertungen,
  3. Qualitative Analyse einer Stichprobe von Erfahrungsberichten,
  4. Vergleich der Themen der Erfahrungsberichte mit den Themen der Rehabilitandenbefragung der Rentenversicherung,
  5. Identifizierung von Nutzungspotentialen und Herausforderungen im Umgang mit Bewertungsportalen und sozialen Medien im Reha-Bereich,
  6. Ableitung von Handlungsfeldern und Zusammenstellung von Handlungsoptionen,
  7. Diskussion der Handlungsfelder und -optionen mit gemeinsamer Entwicklung von Handlungsempfehlungen im Expertenworkshop

Nutzung und Verwendungsmöglichkeiten der Forschungsergebnisse

Im Rahmen der Studie erfolgt erstmalig eine systematische Analyse von reha-bezogenen Online-Bewertungen und -Erfahrungsberichten. Die Verwendungsmöglichkeiten liegen zum einen in einem erweiterten Verständnis konkreter Gründe für Zufriedenheit und Unzufriedenheit mit medizinischen Rehabilitationsleistungen der DRV. Die Erkenntnisse können damit die Ergebnisse der kontinuierlichen Rehabilitandenbefragung der DRV ergänzen und zur Reha-Qualitätssicherung beitragen. Zum anderen werden Handlungsempfehlungen entwickelt, die sowohl die Nutzungspotenziale als auch Herausforderungen beim Umgang mit Bewertungsportalen und sozialen Medien im Reha-Bereich adressieren.

Okt 2017 bis Sep 2020 - Wege psychisch Kranker in die EM-Rente und Rückkehrperspektiven aus der EM-Rente in Arbeit: Ansatzpunkte zu frühzeitiger Intervention in biografischen und krankheitsbezogenen Verlaufskurven (WEMRE)

Prof. Dr. Ernst von Kardorff, Humboldt-Universität zu Berlin

Hintergrund

Psychische Krankheiten sind mit 43% (2015) die häufigste Diagnose für einen erstmaligen Zugang in eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit. Bei psychisch Kranken zeigt sich vermehrt eine schleichende Krankheitsentwicklung, die häufig mit sozialem Abstieg, negativen Ereignissen im sozialen Umfeld, biografischen Abwärtsspiralen und sozialer Diskriminierung einhergeht. Objektiv lassen sich diese Entwicklungen u. a. an langen Arbeitsunfähigkeitszeiten, häufigen kündigungsbedingten Stellenwechseln, langem Krankengeldbezug sowie längerfristiger Erwerbsunfähigkeit ablesen. Die Beantragung einer EM-Rente stellt häufig den Endpunkt einer solchen Entwicklung dar. Nur etwa die Hälfte der wegen einer psychischen Krankheit vorzeitig Berenteten hat im Vorfeld der Berentung eine medizinische Rehabilitation in Anspruch genommen. Bislang sind die Ursachen für die mangelnde oder zu späte Inanspruchnahme von professionellen Hilfen sowie die Zeitpunkte, zu denen noch Interventionen möglich gewesen wären, kaum erforscht.

Untersuchungsziel

Ziel der beantragten Studie ist es daher, mögliche Interventionspunkte und geeignete Hilfeangebote zu identifizieren. Dazu werden biographische Verlaufskurven und deren Determinanten wie Arbeitssituation, Krankheitsverlauf, kritische Lebensereignisse rekonstruiert, um Entscheidungsschritte und -muster zu bestimmen, die in die EM-Rente geführt haben bzw. auf das weitere Erleben und Verhalten während der EM-Rente einwirken.

Hinsichtlich der Phase bis zur Bewilligung der EM-Rente werden insbesondere folgende Fragen untersucht:

  • Wie gestalten sich die individuellen biographischen Verläufe bis zur EM-Rente?
  • Welche subjektiven Theorien entwickeln Versicherte hinsichtlich der Bedingungsfaktoren, Schlüsselmomente sowie Wendepunkte, die zur gegenwärtigen Situation geführt haben
  • Wann wurden erste Krankheitszeichen wahrgenommen und welche Bewältigungsstrategien wurden gewählt? An welchem Punkt wurden die psychischen Probleme für andere sichtbar mit welchen Folgen für die berufliche und familiäre Situation?
  • Wurden ärztliche und/oder psychotherapeutische Hilfen oder Rehabilitationsleistungen in Anspruch genommen? Welche Empfehlungen erhielten die Versicherten?
  • Wie und zu welchem Zeitpunkt kam es zur Beantragung einer EM-Rente? Erfolgte die Erstbewilligung ohne Hindernisse oder erst nach Widerspruch?

Hinsichtlich der Phase nach Bewilligung der EM-Rente werden insbesondere folgende Fragen untersucht:

  • Was ändert sich für die Betroffenen mit der Bewilligung der EM-Rente? Zeigen sich Unterschiede zwischen befristeter und unbefristeter EM-Rente?
  • Wie verändert sich die familiäre Situation?
  • Wie schätzen EM-Rentner und EM-Rentnerinnen ihre Entscheidung im Nachhinein ein (Entlastung, Fehlentscheidung)?
  • Welche Motive und Erwartungen gibt es für eine mögliche Rückkehr auf den Arbeitsmarkt?
  • Welche Unterstützungsbedarfe zur Verbesserung bzw. Wiederherstellung ihrer Beschäftigungsfähigkeit hätten die EM-RentnerInnen sich während des EM-Rentenbezugs gewünscht?

Forschungsdesign und methodische Vorgehensweise

Das Projekt ist eine qualitative Studie mit zwei Teilbereichen. Im ersten Teil werden Versicherte mit bewilligter EM-Rente wegen einer psychischen Erkrankung (Diagnosen F 30-39, F 40-48) der DRV Bund, der DRV Berlin-Brandenburg sowie der DRV Westfalen nach bestimmten Merkmalen wie Alter, Geschlecht, befristete vs. unbefristete Rente ausgewählt und vom Rentenversicherungsträger ca. 4 bis 6 Wochen nach der Bewilligung angeschrieben. Die Rekrutierungsphase wird etwa 3 Monate dauern. Wenn die EM-RentnerInnen sich an der Studie beteiligen möchten, melden sie sich beim Projektteam und vereinbaren einen Interviewtermin. Eine schriftliche Einwilligungserklärung des Studienteilnehmers wird vorgelegt. Bei der Auswahl der Studienteilnehmer wird auf möglichst große Unterschiedlichkeit geachtet. Wie aus der Literatur bekannt, wird nach ca. 50 Interviews eine so genannte theoretische Sättigung erreicht, d.h. weitere Interviews erbringen keine neuen Aspekte.

Die Interviews sind autobiographisch-narrativ angelegt und ermöglichen den Interviewten so die eigene Gestaltung und Relevanzsetzung. Das erste Interview erfolgt ca. sechs Monate nach Bewilligung (t1). Darin werden nicht nur die Verläufe (Lebensgeschichte, Krankheitsverlauf, Berufsbiographie) rekonstruiert, sondern auch die Bewertungen und Eigentheorien der Probanden erfasst, so dass deren Perspektive auf die Abläufe, Wendepunkte und Schlüsselsituationen dargestellt werden kann. Das zweite Interview ist ein kürzeres Telefoninterview nach ca. einem Jahr (t2) und dient vor allem der Aufrechterhaltung des Kontaktes. Das dritte Interview erfolgt ca. 16 Monate nach der Bewilligung (t3) als Leitfadeninterview mit den thematischen Schwerpunkten gesundheitliche Veränderungen, Inanspruchnahme von gesundheitsfördernden Maßnahmen, subjektive Einschätzung der Leistungsfähigkeit sowie Rückkehr- und Zukunftserwartung.

Die Analyse der qualitativen Daten erfolgt in drei Schritten: (1) Einlesen der Transkripte in MaxQDA und Codierung im Sinne der Grounded Theory. (2) Sequenzanalytische Aus-wertung der biographischen Entwicklung. (3) Ermittlung von theoretisch abstrahierten fallübergreifenden Aussagen.

Der zweite Teilbereich des Projekts umfasst Experteninterviews mit Betriebsärzten, leitenden Ärzten des Sozialmedizinischen Dienstes der Bundesagentur für Arbeit sowie der DRV, Vertreter der Bundespsychotherapeutenkammer, der Bundesärztekammer, des IAB und Arbeitsmedizinern (ca. 10-15 Interviews). Themen sind unter anderem die Ermittlung von Barrieren und Hindernissen für eine rechtzeitige Identifikation von Hilfebedarfe sowie konkrete Ansatzpunkte für präventive Strategien und realisierbare Handlungsalternativen.
Die Experteninterviews werden themenzentriert inhaltsanalytisch ausgewertet. Anschließend werden die Ergebnisse der autobiographisch-narrativen Interviews und die der Experteninterviews systematisch aufeinander bezogen.

Verwertung

Psychische Erkrankungen verursachen insbesondere aufgrund von EM-Renten hohe Kosten. Die mit dieser Studie angestrebten praxisbezogenen Hinweise für präventive Maßnahmen und Interventionen könnten zu einer Senkung dieser Kosten beitragen.

Der bisherige Forschungsstand zu den biographischen Verlaufskurven bei psychisch Erkrankten ist unzureichend. Die geplante Studie kann diese Lücke schließen. Ein großer praktischer Nutzen wird u. a. darin gesehen, dass es mithilfe des Ansatzes der biographischen Perspektive möglich sein wird, konkrete Hinweise auf potenziell gefährdete Menschen im erwerbsfähigen Alter zu erhalten, Förderbedarfe vor und nach der Antragstellung festzustellen sowie praktische Hinweise auf betriebliche Präventionsangebote zu geben.

Okt 2016 bis Sep 2019 - Antragsverhalten von Krebspatienten im Hinblick auf medizinische Rehabilitations-maßnahmen der Deutschen Rentenversicherung: Eine Expertenbefragung

Prof. Dr. Joachim Weis, Prof. Dr. Hans Helge Bartsch, Universitätsklinikum Freiburg

Hintergrund

In den letzten Jahren ist ein Rückgang der Anträge für onkologische Rehabilitationsmaßnahmen sowohl für die Anschlussrehabilitation als auch für das allgemeine Heilverfahren festzustellen. Die onkologische Rehabilitation gehört zu den drei häufigsten Indikationsbereichen der medizinischen Rehabilitation. Aufgrund der erheblichen Folgen von Krebserkrankungen für die Betroffenen hat die onkologische Rehabilitation eine große versorgungsepidemiologische Bedeutung. Der Stellenwert für die Rentenversicherung begründet sich auch durch die Anzahl der Erwerbsminderungsrenten aufgrund onkologischer Erkrankungen. Im Jahr 2014 betrug ihr Anteil 12,4 % der Neuzugänge.

Untersuchungsziel

Es ist das Ziel des Forschungsvorhabens, Ursachen und Gründe aus Sicht von Experten für die Veränderung des Antragsverhaltens im Bereich der onkologischen Rehabilitation (stationäre und ambulante Maßnahmen) und hier insbesondere für den Antragsrückgang zu identifizieren und in ihren wechselseitigen Zusammenhängen zu analysieren. Es geht um die Gründe aus denen Patientinnen und Patienten eine Rehabilitation beantragen bzw. für sich ablehnen sowie um Faktoren, die die Einstellung von Experten zur Reha-Inanspruchnahme beeinflussen.

Forschungsdesign und methodische Vorgehensweise

Die Studie sieht eine Befragung von Experten vor, die in der onkologischen Versorgung tätig sind und die Antragstellung einer onkologischen Rehabilitation über Informationen, Empfehlungen oder andere Maßnahmen beeinflussen. Die Befragung wird als kombinierte Interview- und Fragebogenstudie in Kooperation mit ausgewählten Kliniken sowie ausgewählten onkologischen Schwerpunktpraxen und Beratungsstellen unter Einbeziehung verschiedener Bundesländer durchgeführt. Befragt werden sollen Ärzte, Sozialarbeiter und Pflegekräfte.
In einem ersten qualitativen Studienteil werden die Zielgruppen in teilstrukturierten Interviews befragt (N=90, à 30-60 Minuten). Für die anschließende schriftliche Befragung in Studienteil 2 wird ein Fragebogen unter Berücksichtigung der Literatur sowie der Interviewergebnisse entwickelt. Der Bogen soll etwa 40 Fragen umfassen und in Form einer Online-Befragung (N=900) eingesetzt werden.

Nutzen und Verwendungsmöglichkeit der Forschungsergebnisse

Die Studienergebnisse bilden die Basis für das Verständnis möglicher Ursachen des Antragsrückgangs im Bereich der onkologischen Rehabilitation und die Verbesserung der Versorgungssteuerung. Aus den Erkenntnissen lassen sich Konsequenzen und Empfehlungen im Hinblick auf die Verbesserung und Steuerung von Informationen, die Identifikation des Rehabilitationsbedarfs und der Entwicklung von möglichen Maßnahmen sowie gezielten Einbindung entsprechender Berufsgruppen ableiten.

Jan 2016 bis Aug 2019 - Einführung und Evaluation des Nachsorgekonzepts Neues Credo in der kardiologischen Anschlussrehabilitation

Dr. Ruth Deck, Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie, Universität zu Lübeck

Hintergrund und Zielsetzung

Das Neue Credo ist eine längerfristig angelegte Reha-Nachsorgestrategie, die auf körperliche Aktivität fokussiert und dabei die Eigeninitiative der Rehabilitanden fördert. Das Konzept ist bereits in anderen Indikationen untersucht worden.

Das Projekt hat zum einen die Einführung und Evaluation eines Nachsorgekonzepts in der kardiologischen Anschlussrehabilitation zum Ziel. Zum anderen werden eine Prozessevaluation (incl. Erstellung eines Manuals) und eine Prüfung der Möglichkeiten zur Implementierung im Reha-Verfahren durchgeführt.

Projektablauf und Projektmethodik

Vier Reha-Kliniken aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen beteiligen sich an der Längsschnittstudie. In jeder Klinik wird vor Einführung des Neuen Credo die Kontrollgruppe rekrutiert. Sie erhält die Standard-Reha und -Nachsorge. Nach erfolgter Einführung des Neuen Credo durch die Studien-/ Nachsorgebeauftragten und die Projektnehmer in den Einrichtungen, werden die Rehabilitanden der Interventionsgruppe eingeschlossen (netto jeweils 130 Rehabilitanden).

Die Evaluation des Programms und der Reha-Effekte erfolgt durch eine schriftliche Befragung der Rehabilitanden zu drei Messzeitpunkten (Reha-Beginn, Reha-Ende, nach 12 Monaten). Inhalte der Befragung sind u. a. die Einschränkungen der Teilhabe, die gesundheitsbezogene Lebensqualität, die Leistungsfähigkeit, berufliche Belastungen und die subjektive Prognose der Erwerbsfähigkeit.

Zusätzlich erfolgt eine kontinuierliche Umsetzungsbegleitung mit regelmäßigen, mehrtägigen Klinikvisitationen, Arbeitsgruppentreffen und persönlichen Gesprächen. Es werden 16 persönliche Interviews mit den Beteiligten (Studien-/Nachsorgebeauftragten und Reha-Kliniker) in den Kliniken u. a. zu Machbarkeit, Nutzen des Manuals, Handhabung der Credo-Materialien, der Passung zum Klinikkonzept und dem wahrgenommenen Aufwand geführt. 12 Rehabilitanden werden zu drei Zeitpunkten (im Katamnesezeitraum nach drei, sechs und neun Monaten) telefonisch und zwölf Monate nach der Rehabilitation schriftlich zur Praktikabilität und Akzeptanz des Neuen Credo befragt. Zusätzlich steht die Projektmitarbeiterin den Studien-/Nachsorge­beauftragten kontinuierlich zur Verfügung, um bei auftretenden Schwierigkeiten kurzfristig Lösungen zu finden.

Zur Abschätzung des Arbeitsaufwands für die Durchführung des Neuen Credo und der auftretenden Schwierigkeiten halten die Studien-/ Nachsorgebeauftragten die benötigten Zeitressourcen für die unterschiedlichen Elemente sowie Kurzbewertungen und Hemmnisse fest. Die Ergebnisse zur Machbarkeit, Akzeptanz, Zufriedenheit und Verbesserungsvorschlägen werden aufbereitet und analysiert und in das Manual eingearbeitet. Diese Ergebnisse sowie Zeitbedarf und Kosten des Neuen Credo werden in einem Expertenworkshop mit den beteiligten Reha-Einrichtungen, Kostenträgern und Wissenschaftlern diskutiert.

Jul 2017 bis Jun 2019 - Analyse des Antragsrückgangs bei Leistungen zur medizinischen Rehabilitation

Tilmann Knittel, Prognos AG, Freiburg

Ziele und Fragestellungen

Die Deutsche Rentenversicherung führt Leistungen zur medizinischen Rehabilitation mit dem Ziel der (Wieder-)Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt für Versicherte durch, deren Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder bereits gemindert ist. Die Erbringung von Leistungen zur Rehabilitation setzt allerdings die Antragstellung der Versicherten bzw. die Einleitung von Anschlussrehabilitationen durch Krankenhäuser voraus. In den letzten Jahren ist ein Rückgang bei den Anträgen auf medizinische Rehabilitation zu verzeichnen, der allerdings zu einem großen Teil von demographischen Effekten überlagert wird. Um diese Effekte zu eliminieren, müssen epidemiologische Analyseverfahren wie das der Altersstandardisierung angewandt werden. Bisher durchgeführte epidemiologische Untersuchungen zur Entwicklung der altersstandardisierten Inanspruchnahme von medizinischer Rehabilitation bei Kindern und Jugendlichen und bei Anschlussrehabilitationen zeigen zudem erhebliche regionale (hier: Bundesländer) Unterschiede auf, die die Frage aufwerfen, ob weitere Einflussfaktoren z.B. der ambulanten oder stationären Krankenversorgung eine Rolle spielen. Hier sind differenziertere epidemiologische Analysen notwendig, die sich auf Kreise bzw. Raumordnungsregionen beziehen, da bei Untersuchungen ausschließlich auf der Ebene der Bundesländer die Größenunterschiede zu Verzerrungen führen können.

Zu den Gründen für den Antragsrückgang ist bislang nur wenig bekannt. Aus der Literatur lassen sich erste Hinweise ableiten: So sind einem Teil der Versicherten die Reha-Angebote der Rentenversicherung nicht bekannt. Das Antragsverfahren erscheint vielen Versicherten und Ärzten als zu kompliziert. Bewilligung und Ablehnung von Reha-Anträgen sind für die niedergelassenen Ärzte kaum nachvollziehbar und führen dazu, dass die Motivation weitere Reha-Anträge zu stellen, nachlässt. Der Hausarzt beeinflusst aber sehr stark die Initiative des Versicherten, einen Antrag zu stellen. Auch die familiäre Unterstützung beeinflusst die Antragsabsicht. Auch wenn bei Versicherten eine Antragsintention vorhanden ist, so kommt es in vielen Fällen dennoch nicht zur Beantragung einer Rehabilitation. Die Gründe für diese so genannte Intention-Verhaltens-Lücke sind noch weitgehend unerforscht.

Von daher sollen relevante Zielgruppen nach deren Einschätzung zu möglichen Ursachen des Antragsrückgangs befragt werden. Auch mittels einer Befragung von Versicherten mit einem möglichen Rehabilitationsbedarf sollen Gründe für die Nichtinanspruchnahme von medizinischer Rehabilitation identifiziert werden.

Wenn die Rentenversicherung die Gründe für die verminderte Antragstellung im allgemeinen Antragsverfahren bzw. die verminderte Einleitung von Anschlussrehabilitationen kennt, kann sie gezielt darauf einwirken. Damit wird einer Unterinanspruchnahme von Rehabilitationen entgegengewirkt und dem Grundsatz „Reha vor Rente“ entsprochen.

Methoden

Das Vergabeprojekt gliedert sich daher in drei Teile:

A: Differenzierte epidemiologische Analysen zur Entwicklung der Anträge bzw. durchgeführten medizinischen Rehabilitationen getrennt für Maßnahmearten (Anschlussrehabilitationen, Ca-Maßnahmen, Entwöhnungsbehandlungen, Kinder- und Jugendlichenrehabilitationen, psychosomatische Rehabilitationen), nach Kreisen bzw. Raumordnungsregionen. In diese Analysen sollten auch geeignete Indikatoren zur Morbidität und ambulanten und stationären Krankenversorgung einbezogen werden.

B: Befragung von relevanten Zielgruppen wie Haus- und Betriebsärzte, Beschäftigtenvertretungen in Betrieben, A+B-/Service-Stellen und Reha-Berater. Der Zugang zu diesen Zielgruppen ist je nach Gruppe nicht immer leicht zu bewerkstelligen. Eine Möglichkeit besteht darin, die ärztlichen Zielgruppen über ihre Verbände zu kontaktieren. Der Zugang zu den anderen Zielgruppen dürfte dagegen verhältnismäßig einfach zu realisieren sein. Bei den Beschäftigtenvertretungen könnte eventuell ein pragmatischer Zugang über Gewerkschaften oder die regionalen Rentenversicherungsträger bei bekannten größeren Betrieben gebahnt werden.

C: Die Versichertenbefragung sollte sich an solche Versicherte richten, bei denen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bereits Reha-Bedürftigkeit vorliegt. Es würde sich daher anbieten, diese Zielgruppe aus der reha-nahen Geburtskohorte (Alter im Berichtsjahr: 52 Jahre) der RSD-Verlaufserhebung anhand der Zeiten mit Krankengeldbezug zu ermitteln. Ein weiterer Vorteil dieses Vorgehens wäre es, dass zentral eine Zufallsstichprobe aus diesen Versicherten gezogen werden könnte und über die Pseudonyme eine Identifikation der Versicherten durch die Rentenversicherungsträger möglich wäre. Anschließend könnte entweder eine Versendung der Fragebögen über den jeweils zuständigen Rentenversicherungsträger oder aber – analog zur Kundenbefragung – nach Übermittlung der Adressdaten eine zentrale Aussendung der Befragungsunterlagen durch die DRV Bund erfolgen.

Jun 2017 bis Mai 2019 - Ausbau und Verstetigung einer bundesweiten internetgestützten Nachsorge-Datenbank (AVENA)

Dr. Ruth Deck, Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie, Universität zu Lübeck

Hintergrund und Zielsetzung

Nachsorgeleistungen können im Anschluss an eine abgeschlossene medizinische Rehabilitation erbracht werden, um die in der Rehabilitation erzielten Effekte nachhaltig zu stärken und den Erhalt oder die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit zu sichern. Um für den festgestellten Nachsorgebedarf das passende Angebot ermitteln zu können und einen ersten Kontakt herzustellen, benötigen Reha-Einrichtungen Informationen zu Nachsorgeeinrichtungen und deren Nachsorgeprogrammen. Die inzwischen weit verbreitete Nutzung des Internets als Informationsmedium und Kommunikationsmedium ermöglicht hierbei eine neue Zugangsform zu den Angeboten.

Vorarbeiten zu einer webbasierten Anwendung zur Suche von Reha-Nachsorgeangeboten im Anschluss an die medizinische Rehabilitation nach Postleitzahl mit Entfernungsangabe zum Wohnort, Art der Nachsorge und Indikation existieren bereits.

Hierauf aufbauend ist es Ziel des Projektes, die auf der Website www.nachderreha.de öffentlich zugängliche Reha-Nachsorgedatenbank weiter auszubauen, um eine Vollständigkeit der zugelassenen Nachsorgeangebote der Deutschen Rentenversicherung (DRV) zu erreichen und eine (zeitlich befristete) weiterführende Nutzung im Internet zu gewährleisten.

Projektablauf und Projektmethodik

Im Rahmen des Projektes sollen dazu u. a. folgende Fragestellungen bearbeitet werden:

  • Ermöglicht die gezielte Aufforderung zur webbasierten Nachsorge-Meldung eine Vollerhebung der von der DRV zugelassenen Nachsorgeanbieter?
  • Lässt sich die Nachsorge-Datenbank unter Generierung anbieterbezogener Login-Daten aktuell halten? Werden die Logins von den Anbietern genutzt (z.B. zwecks Korrektur)?
  • Welche weiteren nützlichen Servicefunktionen für Nachsorgetherapeuten bzw. Nachsorgeeinrichtungen sowie Teilnehmer können eingebaut werden?
  • Wie zufrieden sind die User mit der Webseite bzw. der Nachsorgedatenbank?

Nutzung und Verwendungsmöglichen der Forschungsergebnisse

Das neue Rahmenkonzept zur Reha-Nachsorge sieht vor, Rentenversicherungsträgern, Reha-Einrichtungen und Rehabilitanden Informationen über Nachsorgeeinrichtungen (Adresse, Ansprechpartner, Nachsorgezeiten etc.) auf geeignete Weise, z.B. über das Internet, zugänglich zu machen.

Mit der online-gestützten Nachsorgedatenbank kann Reha-Einrichtungen und Versicherten als Nachsorge-Suchenden eine niedrigschwellige Möglichkeit zur Ermittlung entsprechender Angebote im Internet zur Verfügung gestellt werden.

Jan 2018 bis Apr 2019 - Validierung eines Fragebogens zur Erfassung des Rehabilitations- und Präventionsbedarfs von Über-45-Jährigen (Ü45-Screening)

Prof. Dr. Karla Spyra, Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaften, Charité Berlin

Zielstellung

Psychometrische Testung und Validierung eines Fragebogens zur Erfassung des Rehabilitations- und Präventionsbedarf von Über-45-Jährigen.

Methodisches Vorgehen (Projektablauf und Projektmethodik)

Stammdaten, ggf. E-Bericht, sollen mit den Fragebogenangaben zur weitergehenden Validierung verknüpft werden.

Der Gesamt-Fragebogen wird insgesamt ca. 8 Seiten umfassen und bis ca. März 2018 erstellt.

Um verschiedene Gruppen an Versicherten zu erreichen, sollen folgende Stichproben bei den Trägern gezogen werden (Zeitraum ca. April - Juni 2018):

  1. Versichertenstichprobe ohne Teilhabeleistung in den letzten 4 Jahren (45-60 Jahre)
    n=2.000 DRV Bund, insgesamt n=2.000 DRV Regionalträger (Ziehung und Versand an einem Stichtag)
  2. Antragstellerstichprobe medizinische Rehabilitation
    (45-60 Jahre, Bewilligte und Abgelehnte vor Entscheidung, ohne AHB/Sucht/Onko § 31 SGB VI), n=5.000 DRV Bund (Ziehung und Versand einmalig für letzte Kalenderwoche),
    insgesamt n=5.000 DRV Regionalträger (aufgrund geringerer Fallzahl Ziehung und Versand wöchentlich einmal über jeweils letzte Woche über insgesamt 4 KW (also 4x Ziehung/Versand in wöchentlichem Abstand)
  3. LTA-Bewilligtenstichprobe (45-60 Jahre, Bewilligung dem Grunde nach, optionale Stichprobe, Ziehung und Versand einmal über letzte 4 Kalenderwochen, nur DRV Bund)

Hinsichtlich der Stichprobenziehung, des Versands, der weiteren technischen Abläufe etc. soll eine enge Abstimmung zwischen Charité, DRV Bund und den beteiligten Regionalträgern erfolgen.

Ergebnisse

Die deskriptive Analyse ergab eine geringe Anzahl an fehlenden Werten auf der Ebene der Items des untersuchten Instruments zwischen 0,45 % und 2,76 %. Auf der Ebene der untersuchten Dimensionen ergab sich eine Quote von fehlenden Werten zwischen 1,24 % (Funktionsfähigkeit) und 4,18 % (Erwerbsfähigkeit). Die Verteilungen der Items und Skalen zeigte, dass sich entsprechend der Stichproben, unterschiedliche Verteilungsmaße ergaben, die den vermuteten Beeinträchtigungen der Stichproben entsprachen. Das heißt, höhere Beeinträchtigungen in Skalen und Dimensionen zeigten sich in den Stichproben der Reha-Antragssteller und der LTA-Empfänger im Vergleich zu den Versicherten ohne eine Leistung in den letzten 4 Jahren. Eine Ausnahme von diesem Muster bildeten die Items der Dimension "Sport & Bewegung". Im Hinblick auf die Kriteriumsvalidität ergab sich eine gute Übereinstimmung der Skalen des Instruments mit den Skalen der Validierungsinstrumente. Auch hier zeigte sich eine nicht so gute Übereinstimmung in der Dimension "Sport & Bewegung". Die Konfirmatorische Faktorenanalyse ergab eine mittlere bis schlechte Passung des Messmodells mit den latenten Konstrukten. Die einzelnen Items der Skalen luden mit Ausnahme der Dimension "Sport & Bewegung" gut auf den latenten Variablen.

Diskussion und Schlussfolgerungen

Das Ü45-Screening weist insgesamt gute psychometrische Eigenschaften sowie eine gute Reliabilität und Kriteriumsvalidität auf. Die faktorielle Validität ist im Vergleich weniger befriedigend, was vermutlich insbesondere in der relativ geringen Homogenität der Items der Dimension Sport und Bewegung begründet liegt. Die Dimensionen Erwerbsfähigkeit sowie psychische Befindlichkeit und Funktionsfähigkeit diskriminieren am meisten zwischen Versichertengruppen mit unterschiedlichen Belastungen und eignen sich damit besonders als Entscheidungskriterium. Bei den Handlungsempfehlungen werden drei verschiedene Auswertungsalgorithmen vorgeschlagen, die je nach Einsatz des Ü45-Screenings als Teil eines mehrstufigen Screening-Prozesses herangezogen werden können.

Jun 2017 bis Apr 2019 - Zum Einbezug Personenbezogener Faktoren (PF) in die International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) – Ethische Analyse und empirische Untersuchung der sozialmedizinischen Begutachtungspraxis

Prof. Dr. Christiane Woopen, Forschungsstelle Ethik, Universität zu Köln

Hintergrund und Zielsetzung

Die ICF als Klassifikationssystem für den Gesundheitszustand einer Person klassifiziert die Folgen von Krankheiten in Bezug auf Körperstrukturen, Körperfunktionen, Aktivitäten und Teilhabe. Dabei werden Kontextfaktoren einbezogen, die in Umweltfaktoren und Personbezogene Faktoren (PF) unterteilt sind. Zu den PF gehören laut ICF nicht nur Merkmale wie Geschlecht, Alter, Bildungsstand, sondern auch Lebensstil sowie charakterliche Eigenschaften.

Die Ausgestaltung und Besetzung der Kategorie PF innerhalb der ICF hat große Bedeutung für die sozialmedizinische Begutachtungspraxis bei Rehabilitationsmaßnahmen und Erwerbsminderungsrenten. Im Rahmen der Begutachtung durch Sozialmediziner/innen werden PF gegenwärtig implizit, individuell unterschiedlich sowie ohne detaillierte Vorgaben erfasst. Durch Definition und standardisierte Erfassung von PF in der ICF könnten diese systematisierter in der Begutachtungsarbeit berücksichtigt werden.

Ziel des hier skizzierten Projektes ist die fundierte ethische Analyse für und gegen den Einbezug von PF in die ICF und den sozialmedizinischen Begutachtungsprozess bei Leistungen für Rehabilitation oder Erwerbsminderungsrenten.

Forschungsdesign und methodisches Vorgehen (Projektablauf und Projektmethodik)

Um Kriterien für Entscheidungsprozesse und ethische Aspekte hinsichtlich der PF entwickeln und diskutieren zu können, wird eine explorative qualitative Studie durchgeführt. Diese ist dreigliedrig angelegt: (1) explorative Literaturrecherche und ethische Analyse, (2) Begutachtung und Validierung fiktiver Fallvignetten durch Experten (Sozialmediziner) sowie (3) leitfadengestützte, semistrukturierte Interviews, zum einen mit Experten zum Umgang mit PF in der sozialmedizinischen Begutachtung, zum anderen mit betroffenen Personen, die den Begutachtungsprozess noch nicht durchlaufen haben, deren Antrag auf eine Rehabilitation bzw. Erwerbsminderungsrente bewilligt oder abgelehnt wurde.

Nutzung und Verwendungsmöglichkeiten der Forschungsergebnisse

Ziel der Analyse ist die Ausarbeitung von Kriterien zur Ausgestaltung der Kategorie PF innerhalb der ICF und Empfehlungen zur Umsetzung eines ethisch verantwortungsvollen Einbezugs PF im sozialmedizinischen Begutachtungsprozess.

Sep 2015 bis Mär 2019 - Psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt und Wiedereingliederung: Mixed-Methods-Follow-Up-Studie zu Determinanten einer erfolgreichen Wiedereingliederung aus der Perspektive der Betroffenen – Integration qualitativer und quantitativer Daten

Dr. Uta Wegewitz, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Berlin

Ziel und Fragestellungen

Ziel der geplanten Gesamtstudie ist es, den RTW-Prozess aus der Perspektive betroffener Mitarbeiter/innen mit psychischen Erkrankungen zu beschreiben und transparent zu machen. Dabei sollen beeinflussbare Faktoren identifiziert werden, die eine erfolgreiche und nachhaltige Wiedereingliederung unterstützen können.

Das Projekt unterteilt sich in einen qualitativen und einen quantitativen Teil, deren Befragungszeitpunkte miteinander verzahnt sind. Die DRV Bund fördert den qualitativen Teil. Das Gesamtprojekt wiederum ist in einen größeren Forschungsschwerpunkt der BAuA eingebettet.

Fragestellungen im qualitativen Teilprojekt zum RTW-Prozess aus Sicht der Betroffenen sind:

  1. Wie beeinflussen die individuelle Vorgeschichte, die subjektive Erwerbsprognose, die Selbstwirksamkeit und Arbeitsfähigkeit in Wechselwirkung mit sozialen, betrieblichen und versorgungsbezogenen Faktoren die Rückkehr in den Betrieb?
  2. Wie beeinflusst die medizinisch-therapeutische Behandlung in Akut- und Rehabilitationskliniken das Verhalten und die Einstellung der Patienten in Bezug auf die Arbeit und die Rückkehr in den Betrieb? Welche Unterschiede in Bezug auf die Charakteristika der Klienten und der Versorgung und lassen sich identifizieren und was bedeutet dies für den RTW-Prozess?
  3. Welches implizite Erfahrungs- und Handlungswissen der Patienten beeinflusst wie die soziale Interaktion im RTW-Prozess und wie wirkt sich dies auf die Nachhaltigkeit einer erfolgreichen Rückkehr in den Betrieb aus?

Bezogen auf die berufliche Integration als Zielgröße der Studie werden verschiedene Aspekte betrachtet: die Zeit bis zur Rückkehr an den Arbeitsplatz, der erreichte prozentuale Anteil der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit über die Zeit, die Nachhaltigkeit der Arbeitsfähigkeit (bzw. erneute Arbeitsunfähigkeit nach Rückkehr an den Arbeitsplatz) sowie die Selbsteinschätzung der Betroffenen, ob die Rückkehr an den Arbeitsplatz erfolgreich war.

Forschungsdesign und methodische Vorgehensweise

Für die qualitative Teilstudie werden aus der quantitativen Gesamtstichprobe (n=200, rentenversicherte Personen zwischen 18 und 60 Jahren, die zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses wegen einer psychischen Erkrankung in klinischer oder rehabilitativer Behandlung sind; zum quantitativen Studien s.u.) 32 StudienteilnehmerInnen ausgewählt. Die Daten zu den Auswahlkriterien (z. B. Geschlecht, Indikation, Betriebsgröße, subjektive Erwerbsprognose) werden in einer Fragebogenbefragung zu Beginn der Studie erhoben (Baseline). Aufgrund dieser Kriterien werden je 16 Frauen und Männern ausgewählt, davon 24 mit positiver und acht mit negativer subjektiver Erwerbsprognose. Es werden zu drei Zeitpunkten qualitative Interviews durchgeführt (Baseline, drei Monate später, 12 Monate später). Themen sind z. B. je nach Befragungszeitpunkt: die Vorgeschichte, der Umgang mit der Krankheit, geplante oder durchgeführte Interventionen (Klinikaufenthalt, Reha etc.), persönliche Lernprozesse, Pläne zur/die Rückkehr in den Betrieb, die aktuelle Arbeitssituation, Bewertung des RTW, Zukunftspläne bei erneuter Arbeitsunfähigkeit. Die Auswertung der qualitativen Interviews erfolgt mit Hilfe der sogenannten dokumentarischen Methode.

(Beim quantitativen Studienteil handelt sich um eine Befragungsstudie mit mehreren Messzeitpunkten bis zu 18 Monaten nach der Erstbefragung. Die befragten Arbeitnehmer werden über Einrichtungen der psychosomatischen Versorgung gewonnen. Die Fragebögen erfassen Selbstangaben zu personenbezogenen, krankheitsbezogenen, therapiebezogenen, psychosozialen und betrieblichen Faktoren, für die ein Einfluss auf die Rückkehr an den Arbeitsplatz vermutet wird. In der statistischen Auswertung wird analysiert, welche Einflussfaktoren für die berufliche Wiedereingliederung bedeutsam sind.)

Nutzen und Verwendungsmöglichkeit der Forschungsergebnisse

Bezogen auf den beruflichen Eingliederungsprozess bei psychischen Erkrank­ungen liegen bisher kaum wissen­schaftliche Erkenntnisse vor. Hier liefert das beantragte Projekt Erkenntnisse zu den unmittelbaren Erfahrungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Letztlich ist für den Erfolg der beruflichen Integration die subjektive Sicht der Betroffenen oft entscheidend.  

Das beantragte Projekt ist in ein größeres Forschungsvorhaben der BAuA eingebunden. Aus dem Gesamtprojekt ergeben sich sowohl qualitative als auch quantitative Erkenntnisse und damit ein umfassender Blick auf den Prozess der beruflichen Wiedereingliederung bei psychischen Erkrankungen, der bisher noch nicht vorliegt.

Sep 2016 bis Mär 2019 - Umsetzungsprojekt: Rehabilitationsnachsorge für depressive Patientinnen und Patienten mit einer Smartphone-App (DE-RENA)

Stefan Schmädeke, Median Klinik für Psychosomatik, Bad Dürkheim

Hintergrund und Zielsetzung

Reha-Nachsorge dient der Verstetigung des Rehabilitationserfolgs und damit der langfristigen Sicherung von Gesundheit und Erwerbsfähigkeit. Internetbasierte Gesundheitsinterventionen bieten für die Rückkehr in den Alltag und das Berufsleben eine Brückenfunktion mit ökonomischer und flexibler Unterstützung. DE-RENA ist ein Nachsorgeangebot mit Smartphone-App für Depressionspatienten nach stationärer psychosomatischer Rehabilitation. In der poststationären Phase nutzen die Teilnehmer über sechs Monate die Nachsorge-App begleitet von telefonischen Kontakten mit einem Verhaltenstherapeuten der Klinik als persönlichem Coach. Zentrales Element der DE-RENA-Nachsorge ist die Tagesplanung und –bewertung über die App unter Berücksichtigung der vom Patienten angestrebten Balance seiner Lebensbereiche.

Gegenstand des 2-jährigen Umsetzungsprojekts ist die Begleitforschung und technische Umsetzung bei der Implementierung der Smartphone-basierten Nachsorgeleistung DE-RENA in zwei psychosomatischen Reha-Einrichtungen. Das DE-RENA-Nachsorgeprogramm soll hinsichtlich der Umsetzbarkeit, der Akzeptanz bei Behandlern und Patienten sowie hinsichtlich seiner Wirksamkeit evaluiert werden.

Projektablauf

Im ersten Studienabschnitt soll die Implementierung der DE-RENA-Nachsorge und die Begleitforschung in beiden Reha-Kliniken vorbereitet werden. Informationsmodule für Rehabilitanden und Behandler sowie ein Therapeutenmanual zur Durchführung von DE-RENA durch die Coaches werden erstellt. Im zweiten Studienabschnitt (12 Monate) erfolgt die Rekrutierung der Studienteilnehmer und die Durchführung der Nachsorge. Zentrale Aufgaben im dritten Studienabschnitt (8 Monate) sind die Dateneingabe und –aufbereitung, statistische Auswertungen der Fragestellungen sowie die Berichtlegung und Erstellung von Publikationen.

Die DE-RENA-Nachsorgephase erstreckt sich über ein halbes Jahr. Innerhalb dieser 6 Monate durchlaufen die Patienten drei fest terminierte Intensivphasen (von 3, 2 und 1 Woche Dauer) mit täglicher, App-gestützter Tagesplanung und -bewertung. Am Ende jeder dieser Phasen der intensivierten Nachsorge finden obligatorisch telefonische Kontakte mit dem betreuenden Coach in der Reha-Einrichtung statt. Bei diesen Kontakten haben die Patienten Gelegenheit, Schwierigkeiten mit der Umsetzung ihrer Ziele zu besprechen. Innerhalb der drei Intensivphasen sind die teilnehmenden Patienten angehalten, die Tagesplanung und -bewertung über die App täglich durchzuführen. Zwischen den Intensivphasen steht es dem Patienten in der Nachsorgephase frei, die App nach eigenen Bedürfnissen zur Tagesplanung und -bewertung zu nutzen.

Der Schwerpunkt der begleitenden Versorgungsforschung liegt auf der Umsetzbarkeit und Akzeptanz. Die Ein-Gruppen-Prä-Post-Studie wird in der AHG-Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim sowie in der Klinik Lipperland, Reha-Zentrum Bad Salzuflen der DRV Bund durchgeführt. Geplant ist der Einschluss von 200 Rehabilitanden.

Nutzen und Verwendungsmöglichkeit

Das geplante Modellprojekt dient der Implementierung und Validierung eines neuen, App-unterstützten Reha-Nachsorge-Programms für depressive Patienten, bei denen ohne therapeutische Maßnahmen eine hohe Gefährdung im Sinne eines Rückfalls und/oder der Chronifizierung ihrer Störung besteht. Mit DE-RENA kann auch für jene Patienten ein Nachsorgeangebot geschaffen werden, denen eine Teilnahme an IRENA aufgrund zu großer Entfernung oder Unvereinbarkeit mit dem beruflichen Alltag sonst nicht möglich wäre. Nach erfolgreicher Implementierung könnte die App-gestützte Nachsorge als Angebot in die Regelversorgung der Deutschen Rentenversicherung übernommen und auch in anderen Reha-Einrichtungen eingeführt werden. Auf der Grundlage der Erfahrungen aus dem Modellprojekt sollte es möglich sein, den Aufwand bei einer Durchführung in der Routine abzuschätzen.

Projektende in 2018

Jan 2017 bis Aug 2018 - Praxisempfehlungen für psychologische Interventionen in der neurologischen Rehabilitation: Parkinson-Syndrom und Multiple Sklerose

Prof. Dr. Oskar Mittag, Severa, Universitätsklinikum Freiburg

Hintergrund

Die Notwendigkeit und Wirksamkeit psychologischer Interventionen bei Rehabilitandinnen und Rehabilitanden mit chronischen Erkrankungen sind wissenschaftlich gesichert. Psychologische Interventionen sind deshalb seit langem ein wesentlicher Bestandteil der medizinischen Rehabilitation. Die konkrete Praxis unterscheidet sich allerdings erheblich zwischen den Reha-Einrichtungen. Zudem finden sich nur wenige Konzepte, in denen die psychologischen Behandlungsansätze konkret beschrieben werden. Im Rahmen der Projektes „Praxisempfehlungen I und II“ wurden von Prof. Dr. Oskar Mittag, Dr. Christina Reese und Hanna Kampling, Universitätsklinikum Freiburg, evidenzbasierte Praxisempfehlungen für psychologische Interventionen in der medizinischen Rehabilitation entwickelt, die spezifische Problemlagen von Rehabilitanden in 5 Indikationsbereichen (Chronische Rückenschmerzen, Koronare Herzkrankheit, Diabetes mellitus Typ 2, onkologischen Erkrankungen und Schlaganfall) definieren. Psychologen, Ärzte und andere Mitarbeiter des interdisziplinären Reha-Teams werden somit unterstützt, psychologisch relevante Problemkonstellationen von Rehabilitanden zuverlässig festzustellen und geeignete psychologische Interventionen zu wählen. 

Im Rahmen des im Januar 2017 gestarteten Anschlussprojekts sollen abschließend entsprechende „Praxisempfehlungen für psychologische Interventionen für Multiple Sklerose und Parkinson-Syndrom“ entwickelt werden. Für beide Erkrankungen gibt es spezifische Problemlagen, die durch die vorliegenden Praxisempfehlungen nach Schlaganfall nicht abgedeckt werden. Die neuen Praxisempfehlungen können dazu beitragen, die Versorgungssituation in der neurologischen Rehabilitation weiter zu optimieren. 

Projektablauf und -methodik

Die Empfehlungen sollen einen möglichst hohen Konkretisierungsgrad aufweisen, auf der besten verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz basieren und unter den bestehenden personellen Bedingungen und Versorgungsstrukturen (strukturkonservativ) in der Rehabilitation umsetzbar sein. Die Empfehlungen wenden sich nicht nur an die psychologischen Abteilungen der Reha-Einrichtungen, sondern beziehen das interdisziplinäre Team insgesamt ein. Bestimmte psychologische Interventionen können also auch von (entsprechend geschulten) Angehörigen anderer Berufsgruppen durchgeführt werden. Der Arbeitsplan orientiert sich an dem bereits erprobten und bewährten Vorgehen.

Der Projektablauf gliedert sich in 4 Phasen:

  1. Phase
    Die vorliegenden nationalen und internationalen Leitlinien und Literaturreviews werden systematisch recherchiert und hinsichtlich der Indikationen für psychologische Interventionen ausgewertet. Die bisher in dieser Projektphase durchgeführte Befragung der psychologischen Abteilungen zu den vorhandenen Strukturen entfällt, da die Ergebnisse aus dem Projekt zum Schlaganfall bereits vorliegen.
  2. Phase
    Auf Grundlage der Evidenz, der Leitlinien sowie der Befragungsergebnisse wird eine erste Fassung der Praxisempfehlungen erstellt. In dieser Fassung sollen u. a. relevante Problemlagen für die Indikationsbereiche Multiple Sklerose (MS) und Parkinson systematisch aufbereitet werden Zudem soll geprüft werden, welche diagnostischen und therapeutischen Vorgehensweisen geeignet sind.
    Es ist davon auszugehen, dass bestimmte (Funktions-)Einschränkungen sowohl bei MS und Parkinson, aber auch beim Schlaganfall auftreten. Um das praktische Arbeiten mit den späteren Praxisempfehlungen zu erleichtern und diese kompakter zu gestalten, soll ein modulares Vorgehen gewählt werden. Den 3 Indikationsbereichen gemeinsame Problemlagen werden in einem allgemeinen Grundmodul Neurologie zusammengefasst. Zudem werden spezifische Module für jeden Indikationsbereich erarbeitet. In diesem Kontext sind bedeutsame Synergieeffekte aus dem Vorgängerprojekt zum Schlaganfall zu erwarten.
    Die erste Fassung der Empfehlungen ist Diskussionsgrundlage für einen Expertenworkshop mit Reha-KlinikerInnen, WissenschaftlerInnen, PatientenvertreterInnen sowie VertreterInnen der Reha-Träger.
    Ergebnis der 2. Projektphase sind Konsultationsfassungen der Praxisempfehlungen für das Grundmodul Neurologie und die spezifischen Module MS und Parkinson, die nochmals schriftlich mit den ExpertInnen abgestimmt werden.
  3. Phase
    Die Konsultationsfassungen der Praxisempfehlungen wurden im Rahmen einer AnwenderInnen-Befragung an die psychologischen Abteilungen sowie die ChefärztInnen aller stationären und ambulanten Einrichtungen der jeweiligen Indikationsbereiche geschickt, mit der Bitte, die Empfehlungen aus ihrer Perspektive zu kommentieren und zu bewerten. Parallel wurden zentrale Empfehlungen im Rahmen von indikationsspezifischen Fokusgruppen mit RehabilitandInnen zur Diskussion gestellt.
  4. Phase
    Ziel der 4. Projektphase ist die Überarbeitung der Praxisempfehlungen auf Grundlage der Ergebnisse der 3. Phase. Es folgt dann eine abschließende Konsentierung durch alle ExpertInnen.

Alle Praxisempfehlungen können auf der Internetseite der Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung des Uni-Klinikums Freiburg heruntergeladen werden.

Link zu den Praxisempfehlungen

Jan 2015 bis Aug 2018 - Rehabilitation bei Personen mit zeitlich befristeter Erwerbsminderungsrente (REBER)

Juliane Briest, Klinik für Rehabilitationsmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover

Hintergrund

Die medizinische Rehabilitation ist ein zentrales Instrument, um die Erwerbsfähigkeit von erwerbsgeminderten Versicherten zu bessern oder wiederherzustellen und um die Rückkehr ins Erwerbsleben zu ermöglichen. Dennoch nimmt nur ein geringer Teil der Betroffenen während einer befristeten Berentung wegen Erwerbsminderung eine Rehabilitation in Anspruch. Welche Gründe dafür eine Rolle spielen, wurde bisher noch nicht hinreichend untersucht.

Überdies ist ungeklärt, wie häufig die Rückkehr ins Erwerbsleben nach Ablauf einer befristeten Erwerbsminderungsrente gelingt und welche Faktoren die Rückkehr beeinflussen. Zwar ist aus der ARentA-Studie ("Erwerbsminderungsrente abgelehnt! Was wird aus den Antragstellern", Deutsche Rentenversicherung Westfalen) bekannt, dass Personen nach der Ablehnung eines Rentenantrags auf Erwerbsminderungsrente vor allem dann erwerbstätig sind, wenn sie zuvor im Erwerbsleben standen oder eine Rehabilitation durchlaufen haben. Ob diese Faktoren die berufliche Eingliederung aber auch nach einer befristeten Erwerbsminderung bestimmen, ist offen.

Untersuchungsziel

Im Zuge des Projektes soll zum einen geklärt werden, welche Faktoren die Inanspruchnahme medizinischer Rehabilitationsleistungen während einer zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrente beeinflussen. Zum anderen soll untersucht werden, welche Faktoren die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit und eine Rückkehr ins Erwerbsleben fördern.

In diesem Zusammenhang soll auch untersucht werden, inwieweit Rehabilitationsinanspruchnahme und Rückkehr ins Erwerbsleben von subjektiven und damit grundsätzlich beeinflussbaren Faktoren abhängen. Relevante subjektive Faktoren sind, der Handlungstheorie nach Hans Berglind zufolge, der Wunsch zur Rückkehr ins Erwerbsleben (Präferenz), die Selbstwirksamkeitserwartung (Erfüllbarkeit) und die wahrgenommenen Handlungsmöglichkeiten (wahrgenommene Rahmenbedingungen).

Forschungsdesign und methodische Vorgehensweise

Im Projekt sollen Routinedaten der Rentenversicherung um Daten aus einer schriftlichen Befragung von befristeten Erwerbsminderungsrentner(innen) ergänzt werden.

Einbezogen werden Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Bund, Nord, Mitteldeutschland und Baden-Württemberg, die 35 bis 60 Jahre alt sind und erstmals eine befristete Erwerbsminderungsrente beziehen. Die Fallgruppe bilden Personen, die während eines befristeten Rentenbezugs eine medizinische Rehabilitation in Anspruch nehmen. Sie werden mit befristeten erwerbsminderungsberenteten Versicherten ohne Rehabilitation verglichen (Kontrollgruppe). Insgesamt soll die Stichprobe rund 10.500 Fälle umfassen (rund 3.300 in der Fallgruppe, 7.200 in der Kontrollgruppe).

Die Befragung erfolgt zu zwei Zeitpunkten: Am Ende des befristeten Rentenbezugs (t1) und 12 Monate danach (t2).

Nutzen und Verwendungsmöglichkeit der Forschungsergebnisse

Das Projekt soll Möglichkeiten aufzeigen, wie die Inanspruchnahme von Rehabilitationsleistungen bei befristeter Erwerbsminderung künftig verbessert und die Rückkehr ins Erwerbsleben gefördert bzw. unterstützt werden kann. Dies kann sowohl für die Betroffenen als auch für die Rentenversicherung von großem Nutzen sein.

Ansprechpartner:

Juliane Briest (Projektleiterin), Medizinische Hochschule Hannover
Tel.: (0511) 532 4106
Email: briest.juliane@mh-hannover.de

Stefanie Märtin (Projektbetreuerin), Deutsche Rentenversicherung Bund
Tel.: (030) 865 38824
Email: stefanie.maertin@drv-bund.de

Nov 2017 bis Apr 2018 - Verknüpfung der Praxisempfehlungen für psychologische Interventionen in der Rehabilitation mit der KTL (Akronym: PEK-Projekt)

Dr. Christina Reese, Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung (SEVERA), Universitätsklinikum Freiburg

Wissenschaftlicher Stand

In den vergangenen Jahren wurden von der Deutschen Rentenversicherung Bund verschiedene Projekte zur Entwicklung von Praxisempfehlungen für psychologische Interventionen in der Rehabilitation gefördert, u.a. für die Indikationsbereiche Chronischer Rückenschmerz, Koronare Herzerkrankung, Typ-2-Diabetes sowie für onkologische Erkrankungen (Mamma-, Prostata- oder Kolonkarzinom).

Die Praxisempfehlungen wurden auf der Grundlage der besten verfügbaren Evidenz formuliert und breit konsentiert, und zwar durch Wissenschaftler, Kliniker und Rehabilitanden.

Ein Jahr nach Fertigstellung der Praxisempfehlungen zeigten die Nachbefragungen bei den Reha-Einrichtungen, dass die Praxisempfehlungen nicht von allen Einrichtungen genutzt werden.

Ziele und Fragestellungen

Das Ziel des vorliegenden Projektes war es daher, die Implementierung der Praxisempfehlungen in den Reha-Einrichtungen zu fördern.

Unter den einzelnen Praxisempfehlungen für psychologische Interventionen in der Rehabilitation sollte für die Indikationsbereiche „Chronischer Rückenschmerz“, „Koronare Herzerkrankung“, „Typ-2-Diabetes“ und für die onkologischen Erkrankungen „Mamma-, Prostata- und Kolonkarzinom“ aufgeführt werden, welche Codes aus der Klassifikation therapeutischer Leistungen in der medizinischen Rehabilitation (KTL) nach Erbringung der entsprechenden Leistung dokumentiert werden können. Die KTL liegt in einer überarbeiteten Ausgabe aus dem Jahr 2015 vor (Deutsche Rentenversicherung, 2014).

Die Zuordnung der Codes zu den Praxisempfehlungen soll den Leistungserbringern in den Kliniken verdeutlichen, dass die Anwendung der Praxisempfehlungen zur Umsetzung einer hochwertigen, evidenzbasierten Versorgung und somit zur Optimierung der Prozess- und Versorgungsqualität der Kliniken beiträgt.

Methoden und Projektverlauf

Das Projekt verlief in 3 Phasen. In der ersten Phase wurden indikationsspezifische Pilotversionen erstellt. Diese wurden in Phase 2 allen beteiligten Expertinnen und Experten zur Konsentierung zur Verfügung gestellt. In Phase 3 fand die finale Überarbeitung statt. Als Ergebnis des Diskussionsprozesses konnte für alle KTL-Zuordnungen zu den Praxisempfehlungen Konsens innerhalb des Expertengremiums erzielt werden.

Außerdem wurde während des Diskussionsprozesses deutlich, dass seit der finalen Konsentierung der Praxisempfehlungen wichtige Entwicklungen stattgefunden haben. Daher wurde in den Praxisempfehlungen auf eine Auswahl aktueller Broschüren und Dokumente der Deutschen Rentenversicherung (Stand: März 2018), die Informationen über die aktuellen Entwicklungen enthalten, verwiesen. Die Erstellung der Übersicht erfolgte in Abstimmung mit Expertinnen der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Ergebnisse

Als Ergebnis des Projektes liegen Praxisempfehlungen für die vier Indikationsbereiche

  1. chronischer Rückenschmerz,
  2. koronare Herzerkrankung,
  3. onkologische Erkrankungen
  4. und Diabetes mellitus Typ 2

vor, denen entsprechende KTL-Ziffern zugeordnet wurden.

Diskussion und Ausblick

Durch das vorliegende Projekt kann die Implementierung der Praxisempfehlungen für psychologische Interventionen in der Rehabilitation unterstützt werden, da in den aktuellen, durch KTL-Codes ergänzten Versionen deutlich wird, inwiefern die Anwendung der Praxisempfehlungen zur Optimierung der Prozess- und Versorgungsqualität beiträgt.

Verwendungsmöglichen und Umsetzung

Die Praxisempfehlungen für psychologische Interventionen in der Rehabilitation können hier heruntergeladen werden:

Link zu den Praxisempfehlungen

Jul 2016 bis Mär 2018 - Maßnahmen zur beruflichen Integration in RPK- und BTZ-Einrichtungen mit und ohne Supported Employment-Anteile für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen (RPK_BTZ_MOSES)

Prof. Dr. Thomas Becker, Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II, Bezirkskrankenhaus Günzburg
Prof. Dr. Katarina Stengler, Universität Leipzig

Hintergrund und Zielsetzung

Supported Employment (SE) ist ein Interventionskonzept zur Förderung der beruflichen Integration bzw. Re-integration von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen. Individual placement and support (IPS) wird häufig als Synonym für SE verwendet. IPS-Bestandteile bilden die Grundlage für ein standardisiertes Instrumentarium zur Begutachtung der IPS Manualtreue, die IPS Fidelity Skala.

Im Rahmen des vorliegenden Projektes sollte untersucht werden, in welchem Umfang sich in den beruflichen Rehabilitationseinrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen der Deutschen Rentenversicherung (Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen (RPK) und Berufstrainingszentren (BTZ)) mittels standardisierter Messverfahren Elemente von supported employment (SE) nach den Grundsätzen des individual placement and support (IPS) identifizieren lassen.

Forschungsdesign und methodische Vorgehensweise

Zu Beginn des Projektes wurden die IPS Fidelity Skala und das IPS Fidelity Manual ins Deutsche übersetzt. Danach schätzten mittels einer Delphibefragung Expertinnen und Experten aus den Bereichen Rehabilitationsforschung, psychiatrische Versorgung und berufliche Rehabilitation die Anwendbarkeit der IPS Fidelity Skala in Einrichtungen zur beruflichen Rehabilitation in Deutschland ein.

Auf der Basis der übersetzten IPS Fidelity Skala und der Ergebnisse der Delphibefragung wurde ein Selbstratingfragebogen zur Befragung und Selbstevaluation von Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen (RPK) und von Berufstrainingszentren (BTZ) erstellt. Es wurden 57 RPK und 21 BTZ um eine Teilnahme an der Befragung gebeten.

Zur Überprüfung der Reliabilität und der Validität des Selbstratingverfahrens zur Erfassung der IPS Fidelity wurden 4 (BTZ = 2; RPK = 2) der mittels Selbstrating-Skala untersuchten Einrichtungen zusätzlich im Rahmen einer Einrichtungsvisite durch einen Studienmitarbeiter auf ihre IPS Treue hin begutachtet.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Delphi-Befragung deuten darauf hin, dass die IPS Fidelity Skala lediglich von den Experten der wissenschaftlichen Rehabilitationsforschung durchgängig als sehr gut geeignet angesehen wurde, um die IPS Treue beruflicher Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland zu beurteilen. Die Experten aus dem Bereich der beruflichen Rehabilitation sahen demgegenüber durchgängig eine schlechte oder sehr schlechte Eignung. Die Einschätzungen der Experten aus dem Bereich der psychiatrischen Versorgung bewegen sich zwischen diesen beiden Extremen. Aus den überwiegend von den Experten der beruflichen Rehabilitation formulierten Kommentaren ergeben sich Zweifel an der Sinnhaftigkeit oder Anwendbarkeit der jeweiligen Bewertungskriterien und eine deutlich kritische Haltung gegenüber der Möglichkeit einer Übertragung der IPS-Prinzipien auf die Verhältnisse in Deutschland. Begründet wird dies mit den sozialrechtlichen Grundlagen der beruflichen Rehabilitation und den Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes in Deutschland.

Es haben 29 RPK (Rücklaufquote 57 %) und 17 BTZ (Rücklaufquote 81 %) an der Einrichtungsbefragung teilgenommen. Alle 25 Items der IPS Skala wurden von 8 RPK (27,6 %) und von 10 BTZ (58,8 %) Einrichtungen ausgefüllt. Der Vergleich der Mittelwerte der Einrichtungsbefragung zeigt, dass die BTZ Einrichtungen auf 14 der 25 Items der IPS Fidelity Skala Werte erreichen, die eine gute bis sehr gute IPS Treue kennzeichnen. Bei den RPK Einrichtungen ist dies bei 12 Items der Fall. Deutlich geringere Werte der IPS Treue weisen beide Einrichtungstypen insbesondere bei dem nachgehenden Charakter der Rehabilitation, bei der Gemeindenähe, bei der Vermittlung in reguläre Stellen am ersten Arbeitsmarkt, bei der Einhaltung regelmäßiger Kontakte mit Arbeitgebern, bei dem Fehlen von Ausschlussregeln und bei der Zusammenarbeit zwischen Rehabilitationsmitarbeiter und Mitarbeitern der Arbeitsagentur auf. Der Vergleich deutschen Befragungsergebnisse mit den Ergebnissen einer aktuellen Studie aus den USA zeigt insbesondere im Hinblick auf die Personalausstattung, die Organisationsstruktur sowie den Umfang und die Qualität der Leistungen eine signifikante Überlegenheit der deutschen Einrichtungen. Deutlich schlechtere Bewertungen gegenüber den Einrichtungen in den USA ergeben sich allerdings für Kriterien der Offenheit des Zugangs und der Fokussierung auf die Vermittlung von regulären Beschäftigungsverhältnissen am ersten Arbeitsmarkt. Aufgrund der Kommentare zu einzelnen Items muss darüber hinaus davon ausgegangen werden, dass bei dem Selbstrating verschiedener Items zentrale IPS Grundsätze nicht beachtet wurden, weil sie sich nicht mit dem Selbstverständnis und den Zielsetzungen der untersuchten Einrichtungen in Einklang bringen ließen.

Die Ergebnisse der Gegenüberstellung der Resultate der beiden Bewertungsverfahren deuten eher auf eine geringe Reliabilität und Validität des Selbstratingverfahrens zur Begutachtung der IPS Fidelity von Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Deutschland hin. Allerdings wäre für eine formale statistische Prüfung der Gütekriterien des Messinstrumentes eine größere Stichprobe notwendig.

Schlussfolgerungen

In ihrer Gesamttendenz deuten die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung darauf hin, dass die im Rahmen dieses Projektes untersuchten Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Deutschland im Rahmen ihrer Arbeitsweise und Zielsetzungen einerseits viele der für eine hohe IPS Treue notwendigen Kriterien erfüllen, dass sie jedoch die Erfüllung einer Reihe für die Wirksamkeit von IPS Maßnahmen als zentral identifizierter Kriterien aus verschiedenen Gründen weder für möglich noch für sinnvoll halten.

Projektende in 2017

Aug 2017 bis Nov 2017 - Sichtung und Systematisierung von Assessmentverfahren für Rehabilitand/inn/en mit nicht-deutschsprachigem Hintergrund (Rehanid)

Dr. Heiner Vogel, Universität Würzburg

Untersuchungsziel

Ziel des geplanten Projekts war die Zusammenstellung und Systematisierung von fremdsprachigen Assessments, die im Kontext der Rehabilitation für Antragsteller/Rehabilitanden mit nicht deutschsprachigem Hintergrund/Migranten genutzt werden könnten (Reha-Bedarfsprüfung, Erhebung von Kontextfaktoren, Reha-Verlaufsmessung, Outcomemessung, Prognoseeinschätzung). In erster Linie sollten die wichtigsten in der Rehabilitation vorkommenden Sprachen betrachtet werden: türkisch, serbokratisch, polnisch, russisch, evtl. auch weitere. Als Indikationsgruppen standen die Bereiche orthopädische Rehabilitation, psycho­somatische Rehabilitation, einschließlich Rehabilitation bei Schmerzerkrankungen, im Vordergrund. Die Recherche orientierte sich an typischen/häufigen Reha-Assessments (vgl. Biefang et al., 1999, Bengel et al., 2008).
Es sollten auch Empfehlungen zum Umgang mit Sprachproblemen bzw. mit nicht-deutschsprachigen Rehabilitanden zusammengestellt werden. Gleichzeitig sollten vorhandene Defizite und Entwicklungsbedarfe für entsprechende Assessments und für Empfehlungen zum Umgang mit Sprachproblemen in den verschiedenen Feldern der Rehabilitation aufgezeigt werden.
Darüber hinaus sollten Möglichkeiten für einen einfachen Zugang zu den gefundenen Assessments für die Rehabilitation bei Menschen mit nicht-deutschsprachigem Hintergrund durch potentielle Nutzer aufgezeigt werden: z.B. die Angliederung an bestehende Onlineplattformen.

Forschungsdesign und methodische Vorgehensweise

Recherche von Assessments, die im deutschsprachigen Raum Einsatz finden bzw. eingesetzt werden können, Fokusgruppen, Literaturanalyse, Internetrecherche, Expertenbefragungen, Handsuche

Nutzen und Verwendungsmöglichkeit der Forschungsergebnisse

Die Zusammenstellung soll einen Überblick über die existierenden nicht-deutschsprachigen Instrumente geben, die im Bereich der Rehabilitation genutzt werden oder nutzbar sind. Die Bereitstellung von Assessments in verschiedenen Sprachen kann wertvolle Hilfsmittel zur systematischen Erhebung und Dokumentation von Reha-Bedarfen liefern und damit einen Beitrag zum Bewältigung der Sprachbarriere zu nicht deutschsprachigen Rehabilitanden leisten. Die Instrumente können helfen, Erkenntnisse über die Bedürfnisse, Probleme, Umstände, vor allem aber auch Potentiale der Klienten zu gewinnen und insofern dazu beitragen individuelle Problemlagen systematischer und vollständiger zu erfassen und damit evtl. auch leichter einer Bearbeitung in der Rehabilitation zugänglich zu machen.
Die Assessments können zur Vervollständigung der Reha-Diagnostik dienen, aber auch als Gesprächsgrundlage dienen, um Ziele und Erwartungen an die Rehabilitation zu klären – insofern könnten sie beispielsweise auch bei einer Beratung im Kontext des Reha-Zugangs auch zur Selbstdiagnose bzw. Bedarfsfeststellung hilfreich sein.
Die Zusammenstellung kann einerseits innerhalb der Rehabilitationseinrichtungen Verwendung finden, d.h. bei Ärzte in der Klinik, bei Sozialarbeitern und Psychologen, andererseits auch bei Beratungen zum Reha-Zugang oder Reha-Bedarf, das heißt bei entsprechenden Beratungsstellen oder Beratungen, wie sie etwas im Projekt MiMi-Reha konzipiert wurden (vgl. Klinik für Rehabilitationsmedizin et al., 2017). Auch für Reha-Fachberater oder Reha-Manager könnte die Zusammenstellung hilfreich sein.

Abschlussbericht inklusive Anhang 3

Aug 2015 bis Okt 2017 - Umsetzung der internetbasierten Nachsorge GSA-Online plus (Gesundheitstraining Stressbewältigung am Arbeitsplatz)

Dr. Rüdiger Zwerenz, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsmedizin der JGU Mainz

Hintergrund

Das Gesundheitstraining Stressbewältigung am Arbeitsplatz Online (GSA-Online) wurde im Rahmen des Forschungsschwerpunkts der Deutschen Rentenversicherung „Nachhaltigkeit durch Vernetzung“ als psychodynamisch orientierte, indikations­übergreifende, 12-wöchige Intervention entwickelt. In der randomisierten Interventions­studie wurden die Akzeptanz und die Wirksamkeit der internetbasierten Nachsorge bei beruflich belasteten Patienten aus der stationären medizinischen Rehabilitation (Kardiologie, Orthopädie, Psychosomatik) untersucht. Teilnehmer beschrieben wöchentlich konkrete Erfahrungen bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz und erhielten zeitnah hilfreiche Rückmeldung durch einen Online-Therapeuten. Die Evaluation des Nachsorgeprogramms ergab eine hohe Akzeptanz unter den Teilnehmern und eine Überlegenheit gegenüber reiner Online-Information hinsichtlich beruflicher und gesundheitlicher Merkmale bis zur 12-Monats-Katamnese.

Untersuchungsziel

Im Rahmen der Umsetzungsstudie sollte untersucht werden, wie sich die indikationsübergreifende Nachsorge GSA-Online plus so optimieren und an die Versorgungsabläufe der Rehabilitationseinrichtungen adaptieren lässt, dass diese für beruflich belastete Patienten in verschiedenen Rehabilitationseinrichtungen einfach und kostengünstig zu implementieren und erfolgreich anzuwenden ist.

Forschungsdesign und methodische Vorgehensweise

Im ersten Studienabschnitt (6 Monate) erfolgte die Vorbereitung der Intervention: Literaturrecherchen, die Erarbeitung von Indikationskriterien und Abstimmung der Erhebungsabläufe mit den Kooperationskliniken sowie die Erstellung eines Informationsmoduls für Patienten und Informationsmaterials für Behandler und die Erstellung der multimodalen Plattform für GSA-Online plus. Im zweiten Studienabschnitt (12 Monate) wurde die Nachsorge GSA-Online plus in den Kooperationskliniken implementiert und begleitend evaluiert. Geplant war eine Kombination aus Querschnitt- und Längsschnitterhebung mit prä-, post- und Zwischenmessungen. Im Rahmen der Querschnitterhebung wurden alle Rehabilitanden, die im Rekrutierungszeitraum in den beteiligten Kooperationskliniken aufgenommen wurden mit kliniküblichen Fragen der Basisdokumentation befragt. Diejenigen Patienten mit der Nachsorgeempfehlung für GSA-Online plus wurden in einer Längsschnitterhebung weiter untersucht; die Gesamtstichprobe diente dazu als Vergleichsgruppe und erlaubte Analysen zur Frage, welche Rehabilitanden eine Nachsorgeempfehlung erhalten und welche nicht. Durch eine kontinuierliche Evaluation im Verlauf lässt sich der Nutzen für die Rehabilitanden in Abhängigkeit von der Nutzung der Online-Nachsorge modellieren. Auf Seiten der Rehabilitanden wird nachvollzogen, wie sich die Zufriedenheit über die Dauer der Intervention entwickelt.

Intervention

Im Sinne einer größtmöglichen Effizienz und Effektivität sollte die strukturierte Schreibaufgabe mit therapeutischer Kommentierung, die in der Vorgängerstudie von den Teilnehmern am häufigsten genutzt und als am hilfreichsten eingeschätzt wurde, im Zentrum der Intervention stehen. An einem von den Teilnehmern selbst gewählten festen Wochentag erhielten die Teilnehmer über 12 Wochen hinweg eine strukturierte Schreibaufgabe, in der sie aufgefordert wurden, für sie aktuell oder in der Vergangenheit bedeutsame Situationen und Interaktionen am Arbeitsplatz zu schildern. Die Patientenschilderungen (sog. Blogs) wurden von einem für den Teilnehmer anonymen Online-Therapeuten schriftlich nach dem Modell der Supportiv-Expressiven Therapie kommentiert.

Auswertung

Bezogen auf die Implementierung von GSA-Online plus in den Kliniken wurde als primäre Zielgröße der Anteil an Empfehlungen von GSA-Online plus im Vergleich zu konventioneller oder keiner Nachsorgeempfehlung festgelegt. Im Hinblick auf den Anteil der Patienten, die GSA-Online plus nutzen, wurde als primäre Zielgröße der Anteil an Patienten definiert, der sich mindestens einmal auf der Studienplattform anmeldete und mindestens einen Blog schrieb. Primäre Zielgrößen für die subjektive Belastung stellten die Depressivität sowie die berufliche Belastung zum Ende der Intervention dar.

Die Auswertung der primären Zielgrößen erfolgte über Häufigkeiten und deskriptive Statistiken sowie mittels Varianzanalysen mit Messwiederholung. Die Auswertung der Nebenfragestellungen erfolgte bzgl. der Dosis-Wirksamkeits-Relation anhand von Regressionsanalysen. Zur Überprüfung der Kosten-Nutzen-Relation werden verschiedene Kenngrößen berechnet und zueinander in Beziehung gesetzt: Es werden die Kosten für die gesamte Intervention (z. B. Therapeutenzeit und technische Umsetzung) in Bezug zum Nutzen betrachtet, der über das Ausmaß der hinzugewonnenen gesundheitsbezogenen Lebensqualität und der Anzahl der Patienten, die ein gesichertes positives Ergebnis erreichen, bestimmt wird.

Nutzen und Verwendungsmöglichkeit der Forschungsergebnisse

Mit der Studie sollte die Umsetzung der Nachsorge GSA-Online in der Praxis der Rehabilitationsnachsorge hinsichtlich Implementierung, Akzeptanz sowie Kostenwirksamkeit geprüft werden. Die Online-Nachsorge wurde dabei indikations- und einrichtungs­übergreifend durch eine zentrale Stelle betreut und umgesetzt. Nach erfolgreichem Praxistest ist es möglich, GSA-Online plus als Nachsorgeleistung der Deutschen Rentenversicherung oder durch interessierte Rehabilitationseinrichtungen für beruflich belastete Rehabilitanden zu implementieren.

Okt 2015 bis Sep 2017 - Forschungs- und Entwicklungsprojekt: „Fallmanagement bei Leistungen zur Teilhabe"

Dr. Rainer Kaluscha, Institut für Rehabilitationsmedizinische Forschung an der Universität Ulm

Hintergrund und Zielsetzung

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der Zunahme chronischer Erkrankungen sowie des Fachkräftemangels spielen Erhalt und Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit für die Rentenversicherung eine zentrale Rolle. Case- bzw. Fallmanagementansätze sind grundsätzlich geeignet, mittels sektoren- und trägerübergreifender Interventionen bei Versicherten mit einem entsprechenden Bedarf deren (Wieder-)Eingliederung in Erwerbstätigkeit zu fördern. Die in der Rentenversicherung eingesetzten Ansätze waren in ihrer Reichweite und ihrem Ressourceneinsatz sehr unterschiedlich. Das Forschungsprojekt wurde deshalb damit beauftragt, auf der Grundlage einer wissenschaftlichen Expertise ein Fallmanagement-Konzept im Rahmen von Leistungen zur Teilhabe zu entwickeln, das in der gesamten Rentenversicherung umsetzbar ist.

Forschungsdesign und methodische Vorgehensweise

Im Projekt wurden folgende Schritte durchgeführt:

  1. Literaturrecherche (national und international, insbesondere europäische Länder)
  2. schriftliche, rentenversicherungsweite Umfrage zu bereits existierenden Ansätzen für ein Fallmanagement sowie zur Abschätzung von Möglichkeiten für die Umsetzung von Fallmanagementkonzepten und hierfür vorhandenen bzw. benötigten Ressourcen, ggf. Visitationen zum Vorgehen bei einzelnen Rentenversicherungsträgern
  3. Analyse der verschiedenen Vorgehensweisen
  4. zwei Expertenworkshops zum Ergebnis der Literaturrecherche und der Umfrage bei den Rentenversicherungsträgern [beispielsweise mit der Projektgruppe Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (PGMBOR) und externen Experten]
  5. Formulierung von Empfehlungen für ein rentenversicherungsweites Fallmanagement-Konzept
  6. Abschlussworkshop zur Diskussion der Empfehlungen und der Möglichkeiten zu deren Umsetzung (mit Vertretern aller Rentenversicherungsträger).

Nutzen und Verwendungsmöglichkeit der Forschungsergebnisse

Als Produkt ist ein modular aufgebautes Fallmanagement-Konzept entstanden, das von allen Rentenversicherungsträgern eingesetzt werden kann. Es kann sowohl im Ganzen als auch modulartig angewendet werden.

Kooperationspartner

  • Prof. Dr. Löcherbach, Katholische Hochschule Mainz
  • Prof. Dr. Christian Rexrodt, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
  • Prof. Dr. Edwin Toepler, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Fallmanagement-Konzept der Deutschen Rentenversicherung

Abschlussbericht

Nov 2014 bis Jul 2017 - Bewegungstherapie in der medizinischen Rehabilitation: eine Bestandsaufnahme auf Einrichtungs- und Akteursebene

Prof. Dr. Klaus Pfeifer, Institut für Sportwissenschaft und Sport, Friedrich Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Ziel der Studie war es, eine Bestandsaufnahme der bewegungstherapeutischen Rehabilitationspraxis bzgl. Konzepten und Prozessmerkmalen auf Einrichtungsebene und individuellen Handlungsorientierungen innerhalb des bewegungstherapeutischen Teams durchzuführen.

Als Basis für die systematische Qualitätsentwicklung der Bewegungstherapie in der Rehabilitation insbesondere im Hinblick auf die Weiterentwicklung, Dissemination und Implementierung evidenzbasierter bewegungstherapeutischer Konzepte wurden Handlungsempfehlungen für die Deutsche Rentenversicherung und Reha-Einrichtungen zur Qualitätsentwicklung der Bewegungstherapie erarbeitet.

Es wurde ein mixed methods approach verwendet: Es wurden sowohl eine schriftliche Befragung (quantitativ) auf Ebene der Reha-Einrichtungen durchgeführt (Phase 1) als auch Entwicklungsworkshops mit Bewegungstherapeuten unter Einsatz von Fokusgruppen sowie standardisierten schriftlichen Befragungen (Phase 2).

1.146 Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation für Erwachsene, die am Verfahren der Qualitätssicherung der DRV Bund teilnehmen, bildeten die eligible Studienpopulation für Phase 1. Alle Erkrankungsbereiche wurden in die bundesweite Basiserhebung eingeschlossen. Insgesamt konnten 713 Fragebögen in die Datenanalyse einbezogen werden.

Aufbauend auf der fragebogenbasierten Querschnitterhebung wurden in Phase 2 individuelle Handlungsorientierungen von bewegungstherapeutischen Akteuren ermittelt. Hierfür wurden zwei eineinhalbtägige Workshops mit insgesamt 58 Bewegungstherapeutinnen und Bewegungstherapeuten aus 58 verschiedenen Abteilungen durchgeführt.

Erwartungsgemäß zeigte sich eine erhebliche Heterogenität der Bewegungstherapie in der medizinischen Rehabilitation der Rentenversicherung. Dies betraf beispielsweise

  • den Grad der expliziten Verhaltensorientierung der Bewegungstherapie (nur ca. 51 % der Einrichtungen),
  • die Wirkbereiche und der Wirkungszuversichten der Bewegungstherapie,
  • die Gewichtungen der Inhalte zwischen und innerhalb Indikationen,
  • den Standardisierungsgrad der Leistungen (nur mittel bis gering),
  • die im Vorfeld der Behandlung erhobenen Informationen (durch Funktionstests, Fragebögen, Aufnahmegespräche, incl. Häufigkeit und Zielrichtung der Tests),
  • die Perspektive im Hinblick auf die Wertigkeit der bewegungstherapeutischen Teamarbeit
  • Gewichtung und methodisch-didaktische Umsetzung bewegungstherapeutischer Inhalte sowie
  • die typischen inhaltlich-konzeptionellen Ausrichtungen der Bewegungstherapie.

Die Heterogenität der Ergebnisse deutet an, dass die Bewegungstherapie in der medizinischen Rehabilitation von einer Systematisierung profitieren könnte. Um die vielfältigen und komplexen Handlungsempfehlungen sinnvoll umsetzen zu können, sollte ein entsprechendes Konzept erarbeitet werden. Hierbei sollte eine individuelle Gewichtung der verschiedenen Empfehlungen im Hinblick auf ihre Bedeutung erfolgen.

Okt 2014 bis Mär 2017 - Versorgungserwartungen von Menschen mit Migrationshintergrund und Möglichkeiten ihrer Berücksichtigung in der medizinischen Rehabilitation – unter besonderer Betrachtung von Menschen mit türkischem Migrationshintergrund

Prof. Dr. Patrick Brzoska, Technische Universität Chemnitz
PD Dr. Ruth Deck, Universität Lübeck

Hintergrund

Unerfüllte Versorgungserwartungen im Zusammenhang mit der Rehabilitation und eine daraus resultierende Unzufriedenheit mit der Versorgung können sich nachteilig auf die Wirksamkeit von rehabilitativen Angeboten bei Menschen mit Migrationshintergrund auswirken. Verfügbare Strategien, mit denen die Rehabilitation für Menschen mit Migrationshintergrund bedarfs- und bedürfnisgerechter gestaltet werden könnte, kommen in Rehabilitationseinrichtungen bisher kaum zum Einsatz.

Ziel

Ziel des auf zwei Jahre angelegten Projekts war es zum einen, die Versorgungserwartungen von Rehabilitanden/innen mit Migrationshintergrund in Bezug auf den Rehabilitationsprozess aus unterschiedlichen Perspektiven und unter Anwendung eines Methoden-Mix zu untersuchen. Zum anderen wurden in Einrichtungen bestehende Strategien im Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund sowie hindernde und fördernde Faktoren der Implementierung von migrationssensiblen Versorgungskonzepten der medizinischen Rehabilitation ermittelt. Schwerpunktmäßig wurden Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in der orthopädischen Rehabilitation berücksichtigt. Daraus wurden Handlungsempfehlungen abgeleitet, wie migrationssensible Versorgungsstrategien in Einrichtungen der Rehabilitation implementiert werden können.

Vorgehen

In dem multimethodisch und multizentrisch angelegten Projekt wurden zum einen niedergelassene Hausärzte/innen mit und ohne türkischen Migrationshintergrund zu Hürden und Hindernissen bei einer Reha-Antragstellung von Migranten und Migrantinnen befragt. Zum anderen wurden die Versorgungserwartungen von Rehabilitanden/innen mit Migrationshintergrund in leitfadengestützte Einzelinterviews zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Rehabilitationsprozesses erhoben: unmittelbar zu Beginn des Aufenthaltes in der Rehabilitationseinrichtung, kurz vor Abschluss der Rehabilitation sowie einen Monat nach der Rehabilitation.

Zur Ermittlung der migrationssensiblen Versorgungsstrategien wurden Rehabilitationskliniken in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen schriftlich zu bestehenden Vorgehensweisen im Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund sowie hindernden und fördernden Faktoren der Implementierung von migrationssensiblen Versorgungskonzepten befragt. Parallel wurde eine Dokumentenanalyse der Internetmaterialen der befragten Rehabilitationskliniken durchgeführt. In einigen Einrichtungen wurden auf Basis der schriftlichen Befragung leitfadengestützte Fokusgruppeninterviews mit Experten/innen verschiedener Hierarchieebenen und Versorgungsbereiche durchgeführt.

Nutzen und Verwendungsmöglichkeiten

Die Ausrichtung der medizinischen Rehabilitation auch auf Menschen mit Migrationshintergrund gewinnt zunehmend an Bedeutung: Viele der MigrantInnen nähern sich dem reha-relevanten Alter. Damit wird der Anteil der MigrantInnen an der Rehabilitation der Rentenversicherung steigen. Auch nimmt die Zahl der unterschiedlichen Migrationshintergründe zu. Migrationssensible Konzepte als Teil von Diversity Management sensibilisieren für die Vielfalt der unterschiedlichen Bedürfnisse und Bedarfe der Versicherten und helfen, sie in den Versorgungsalltag zu integrieren.

Zugangsbarrieren
Die dargestellten Zugangsbarrieren spiegeln differenziert die Erkenntnisse der letzten Jahre wider. Sie machen eindringlich klar, dass einfach verfügbare und verständliche muttersprachliche Informationen dringend erforderlich sind – sowohl beim Hausarzt als auch bei der Bewilligung oder in der Reha-Einrichtung selbst. Das Problem der geringen Inanspruchnahme bzw. Verfügbarkeit von geeigneten Nachsorgeleistungen wird dagegen bislang noch kaum thematisiert und umreißt eine weitere Barriere.

Versorgungserwartungen als Wirksamkeitsbarrieren
Es zeigt sich die Verbindung von (individuellen) Erwartungen und Zielen sowie der Unzufriedenheit, die sich ergeben kann, wenn diese Ziele im Rahmen der Rehabilitation nicht erfüllbar sind. Noch mehr als bei deutschen Versicherten ist auf die intensive Beschäftigung mit den individuellen Zielen zu achten, um ggf. überhöhte oder falsche Erwartungen an die Rehabilitation bearbeiten zu können.

Migrationssensible Ansätze, Diversity Management
Insgesamt zeigt die Studie auf, dass die migrationssensible Ausrichtung der Reha-Einrichtungen (zumindest in Norddeutschland) noch am Anfang der Entwicklung steht, diese Entwicklung aber als zukünftig immer bedeutsamer verstanden wird. Ein Vergleich mit Krankenhäusern in NRW zeigt, dass die migrationssensible Ausrichtung der Reha-Einrichtungen schwächer ausgebildet ist als im stationären Krankenhaussektor, obwohl die Rehabilitation zumeist länger ist als ein Aufenthalt im Akutkrankenhaus. Hier besteht Nachholbedarf hinsichtlich eines Diversity Managements. Auch Mitarbeiterschulungen zu Migrationssensibilität bzw. Diversity und geschulte Dolmetscher sind ein wichtiges Thema.
In diesem Sinne bildet das vorliegende Projekt eine sinnvolle Erweiterung zu den in den letzten Jahren durchgeführten Projekten. Die Kombination aus qualitativen und quantitativen Methoden bei einem multizentrischen Forschungsdesign war als Zugang zu dem bislang wenig erforschten Bereich sinnvoll gewählt.

Die explorative Studie diente vorrangig der Generierung von Wissen. Auf Basis dieser Studie sind Folgestudien denkbar, die sich z.B. mit der Mindestausstattung von Diversity-Konzepten in Reha-Einrichtungen auseinandersetzen und diese Bausteine ggf. entwickeln.
Einige der Handlungsempfehlungen wurden bereits im Rahmen des MiMi-Reha-Projekts (Gutenbrunner/Salman) diskutiert. Dies betrifft vor allem kultursensible, muttersprachliche Informationen für MigrantInnen. Weitere Handlungsempfehlungen beziehen sich auf die Durchführung der Rehabilitation für MigrantInnen in den Reha-Einrichtungen. Hier sollte mit Unterstützung entsprechender ExpertInnen ein Praxisleitfaden für Reha-Einrichtungen und deren MitarbeiterInnen erarbeitet werden. Darauf aufbauend könnte dann ein Diversity-Konzept entstehen, das modular aufgebaut beschreibt, wie Reha-Einrichtungen adäquat mit den unterschiedlichen Patientengruppen und ihren verschiedenen Bedarfen umgehen können.

Das Projekt wurde als Kooperation der Deutschen Rentenversicherung Bund und des Vereins zur Förderung der Rehabilitationsforschung in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (vffr) finanziert.

Kooperationspartner

  • Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften; Abt. Epidemiologie & International Public Health
  • Technische Universität Chemnitz, Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften, Institut für Soziologie
  • Universität Lübeck, Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie

Abschlussbericht

Ältere Projekte

Sollten Sie nähere Informationen zu den älteren Projekten wünschen, kontaktieren Sie uns bitte unter: mailto:reha-wissenschaften@drv-bund.de

Projektende in 2016

LaufzeitProjekt

Jan 2014 bis Dez 2016

Kognitive Defizite bei kardiologischen Rehabilitanden: Prävalenz und Auswirkungen auf den Rehabilitationserfolg und die berufliche Wiedereingliederung (CocaRehab: cognition in cardiac rehabilitation)

Prof. Dr. med. Heinz Völler, Universität Potsdam

Jan 2014 bis Sep 2016

Entwicklung von Praxisempfehlungen für psychologische Interventionen in der Rehabilitation bei Diabetes mellitus Typ 2, onkologischen Erkrankungen oder Schlaganfall

Prof. Dr. Oskar Mittag, Institut für Qualitätsmanagement und Sozialmedizin, Universitätsklinikum Freiburg

Jul 2015 bis Aug 2016

Ausbau und Optimierung sowie Veröffentlichung und Bekanntmachung der online-gestützten ReNa-Datenbank (Datenbank Reha-Nachsorge: www.nachder Reha.de)

PD Dr. Ruth Deck, Institut für Sozialmedizin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Projektende in 2015

LaufzeitProjekt

Okt 2013 bis Sep 2015

Aktualisierung der Reha-Therapiestandards der Deutschen Rentenversicherung

Prof. Erik Farin-Glattacker, Institut für Qualitätsmanagement und Sozialmedizin, Universitätsklinikum Freiburg

Okt 2014 bis Sep 2015ForschungsExpertise-Landschaft Beruflicher Rehabilitation (FELBER)

Prof. Dr. Will Spijkers, Institut für Psychologie, RWTH Aachen
Aug 2014 bis Mär 2015

LORE II - Leistungssteigerung durch zielgerichtete Organisationsentwicklung von Reha-Einrichtungen

Dr. Thomas Schott, Universität Bielefeld

Projektende in 2014

LaufzeitProjekt
Aug 2012 bis Nov 2014Arbeitsbuch Reha-Zielvereinbarung in der medizinischen Rehabilitation

Dr. Manuela Glattacker, Prof. Erik Farin-Glattacker und Prof. Wilfried Jäckel, Universitätsklinikum Freiburg für die Medizinische Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
in Kooperation mit Dr. Susanne Dibbelt, Prof. Bernhard Greitemann, Rehaklinikum Bad Rothenfelde / Klinik Münsterland
Nov 2013 bis Sep 2014Wissenschaftliche Überarbeitung, Ergänzung und Aktualisierung der MBOR-Homepage: www.medizinisch-berufliche-orientierung.de

Dr. Silke Neuderth, Universität Würzburg
Jan 2013 bis Aug 2014

Entwicklung einer personalisierten Bewegungstherapie in der medizinischen Rehabilitation

Prof. Gerhard Huber, Institut für Sport und Sportwissenschaft, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
in Kooperation mit Prof. Dr. Gorden Sudeck, Institut für Sportwissenschaft, Eberhard Karls Universität Tübingen

Projektende in 2013

LaufzeitProjekt
Okt 2009 bis Dez 2013Sozioökonomische Situation von Personen mit Erwerbsminderung

Dr. Rolf Buschmann-Steinhage, Pia Zollmann, Dr. Reinhold Thiede, Deutsche Rentenversicherung Bund
Jul 2011 bis Okt 2013Merkmale einer guten und erfolgreichen Reha-Einrichtung (MeeR)

Prof. Thorsten Meyer, Medizinische Hochschule Hannover
Sep 2012 bis Sep 2013Internet-basierte Gesundheitsinterventionen (IGI) - Stand der Forschung und Nutzungspotential für die medizinische Rehabilitation

Dr. Harald Baumeister, Universität Freiburg;
David Daniel Ebert, Leuphana Universität Lüneburg
Dez 2010 bis Jan 2013Entwicklung eines Schulungsprogramms für PatientInnen mit Fibromyalgie-Syndrom

Dr. Inge Ehlebracht-König, Rehazentrum Bad Eilsen